DFG zeichnet neues optisches Verfahren für biomedizinische Bildgebung aus

Leibniz-Preis für Vasilis Ntziachristos

Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos, Experte für biomedizinische Bildgebung (Bild: A. Eckert/TU München)
Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos, Experte für biomedizinische Bildgebung (Bild: A. Eckert/TU München)

06.12.2012,  Forschung

Prof. Vasilis Ntziachristos von der Technischen Universität München (TUM) erhält einen der renommiertesten deutschen Forschungspreise: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verleiht dem Bioingenieur den mit 2,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preis. Vasilis Ntziachristos wird für seine international hoch beachteten Beiträge zur optischen Bildgebung ausgezeichnet. Mit den von ihm entwickelten Verfahren hat er neue Impulse für die Grundlagenforschung und die Patientenbehandlung gesetzt.

In der Grundlagenforschung gilt Ntziachristos’ besonderes Interesse der nicht-invasiven Anwendung optischer Methoden: Dazu zählt beispielsweise die Fluoreszenz in größeren Strukturen oder im gesamten Körper von Säugetieren. Dieses Verfahren hat Ntziachristos zudem für die dreidimensionale Darstellung ganzer Körper weiterentwickelt. Ntziachristos hat dabei neue tomografische Verfahren und die sogenannte Multiprojektions-Illumination entwickelt, die auch quantitatives theoretisches Modellieren in Geweben erlaubt. 

Diese Arbeiten legen auch den Grundstein für eine schonendere Behandlung von Krebspatienten. Ihren Ursprung haben sie in Ntziachristos’ Leistungen in der molekularen Bildgebung, mit der sich die Verteilung und Wirkung von Medikamenten im Gewebe verfolgen lässt. Auf diese Weise können in Echtzeit auch molekulare Prozesse in Tumoren und im umgebenden Gewebe beschrieben werden. Die Photonen-Bildgebung könnte sich also nutzen lassen, um die Grenzen zwischen Tumor und gesundem Gewebe detailliert darzustellen und bösartige Geschwulste trennscharf zu entfernen.

Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos, Experte für biomedizinische Bildgebung (Bild: A. Eckert/TU München)
Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos, Experte für biomedizinische Bildgebung (Bild: A. Eckert/TU München)



Seite empfehlen