Richtungsweisende Arbeiten in der Krebsforschung

Walther und Christine Richtzenhain Preis für Prof. Heikenwälder

Richtungsweisende Arbeiten in der Krebsforschung: Prof. Mathias Heikenwälder
Richtungsweisende Arbeiten in der Krebsforschung: Prof. Mathias Heikenwälder (Foto: A. Heddergott/TU München)

11.01.2013,  Campus

Der Walther und Christine Richtzenhain-Preis 2012 auf dem Gebiet translationale Krebsforschung geht an Prof. Mathias Heikenwälder vom Institut für Virologie (VIRO) der Technischen Universität München und dem Helmholtz Zentrum München. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis für Jungforscher würdigt richtungsweisende Arbeiten, deren Forschungsergebnisse Beiträge für die klinische Anwendung in der Onkologie leisten. Die Verleihung durch das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) findet am 14. Januar 2013 in Heidelberg statt.

Prof. Heikenwälder erforscht die Zusammenhänge von viralen Lebererkrankungen und Leberkrebsentstehung. Chronische Infektionen wie Hepatitis B und C gehen mit einem erhöhten Risiko für Leberkrebs einher. Heikenwälder konnte einen dem zugrunde liegenden molekularen Mechanismus nachweisen. Er fand heraus, dass die Viren Gene bestimmter Entzündungsstoffe aktivieren, die die Krebsentstehung vorantreiben. In seinen jüngsten Arbeiten zeigte er, dass Entzündungsmoleküle ebenfalls an der Ausbreitung von Krebszellen im Körper beteiligt sind.

Diese Erkenntnisse bieten neue vielversprechende Ansätze in der Krebstherapie. Klinische Studien mit Wirkstoffen, die den Signalweg der Entzündungsmoleküle blockieren, befinden sich bereits in der Vorbereitung. Der Walther und Christine Richtzenhain Preis fördert insbesondere junge Wissenschaftler und ist einer der bedeutendsten Preise in der Krebsforschung.



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