20.11.2012, Campus
TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann ruft alle Studierenden zur Urabstimmung über ein Semesterticket auf: „Nutzen Sie diese Gelegenheit, machen Sie von Ihrem Stimmrecht Gebrauch.“ Er betont: Gerade für Studierende an den TUM-Standorten in Garching und Freising-Weihenstephan bedeute ein solches Ticket eine enorme finanzielle Erleichterung. Viele von ihnen pendeln täglich zur Uni, ob aus dem Umland oder aus der Münchner Innenstadt heraus. Doch auch für Studierende, die nicht regelmäßig pendeln, würde sich dieses Ticket lohnen, zeigt sich Herrmann überzeugt.
Denn das Modell, das jetzt zur Abstimmung steht, ist ein Sockelmodell. Es besteht aus zwei Stufen: dem verpflichtenden Solidarbeitrag und dem eigentlichen Semesterticket, mit dem Studierende rund um die Uhr im kompletten Netz des MVV fahren können.
„Von diesem Modell profitieren alle“, findet Präsident Herrmann. „Der Solidarbeitrag kostet umgerechnet nur rund 10 Euro im Monat. Das ist weniger als vier Einzelfahrten im MVV. Die kommen leicht zusammen, wenn man im Winter bei Schnee und Eis nicht radeln möchte – oder wenn man spät abends aus der Bibliothek kommt, aus der Vorlesung oder von einer Party bei Freunden.“
Erst durch diesen Solidarbeitrag wird es möglich, dass ein komplettes Semesterticket zusammengerechnet nur 200 Euro kostet. Das entspräche 33,33 Euro im Monat für das MVV-Gesamtnetz. Zum Vergleich: Im Ausbildungstarif des MVV kostet heute eine Monatskarte für sieben Ringe über 70 Euro. Damit kommt man aus der Innenstadt nach Garching. Dieses Ticket gilt jedoch nur für den Tarifbereich zwischen Haustür und Uni.
Die Urabstimmung für das Semesterticket läuft vom 21. November, 11 Uhr, bis 2. Dezember 2012 um Mitternacht auf www.semesterticket-muenchen.de.
An jeder der drei Hochschulen muss sich die Mehrheit dafür aussprechen, damit das Ticket zum Wintersemester 2013/14 eingeführt werden kann. Notwendig ist zudem eine Wahlbeteiligung von mindestens 20 Prozent an jeder Hochschule. Den Vertrag mit dem MVV schließt danach das Studentenwerk München. Das Ticket würde vorerst für eine zweijährige Testphase eingeführt. In dieser Zeit würde die Landeshauptstadt München dem MVV etwaige Mindereinnahmen ausgleichen, die der Verkehrsverbund durch den verbilligten Fahrpreis für Studierende erleiden würde. Ein Beschluss im Stadtrat steht kurz bevor; es zeichnet sich bereits eine breite überfraktionelle Mehrheit ab.