• 4.5.2026
  • Lesezeit: 3 Min.

StudiTUM-Haus am TUM Klinikum eröffnet

„Ein Ort, der inspiriert“

Raum zu geben für Kreativität, Kooperation und konzentriertes Arbeiten – dazu dienen die studentisch verwalteten StudiTUM-Häuser an der Technischen Universität München. An historischem Ort in der Trogerstraße wurde auf dem Gelände des TUM Klinikums das vierte solche Haus gebaut. Seit heute steht es allen TUM-Studierenden offen.

Außenansicht des StudiTUM-Hauses in der Trogerstraße 12: ein heller, historischer Gebäudeteil mit Holzfenstern ist mit einem modernen Anbau verbunden. Im Vordergrund führt ein gepflasterter Weg zu einem barrierefreien Eingang mit Stufen und Rampe, umgeben von Bäumen und Grünflächen. Kathrin Czoppelt / TUM Klinikum
Kein Elfenbeinturm: Seit heute steht das StudiTUM-Haus in der Trogerstraße 12 allen TUM-Studierenden offen.

Es ist ein Elfenbeinschnitzer, der der Trogerstraße in München-Haidhausen ihren Namen gab: Simon Troger schuf Mitte des 18. Jahrhunderts für die bayerischen Kurfürsten Skulpturen, die die Zeitgenossen begeisterten und die bis heute faszinieren. Der nun wiedereröffnete spätklassizistische Bau in der Trogerstraße 12 ist dennoch alles andere als ein Elfenbeinturm: Am TUM Klinikum steht er seit heute als StudiTUM-Haus allen TUM-Studierenden offen.

Raum zum Lernen, Diskutieren und Feiern

„Für uns am TUM Klinikum ist das nicht ein weiteres StudiTUM-Haus, sondern das StudiTUM-Haus. Es ist ein Raum zum Lernen, zum Diskutieren, zum Feiern – ein Ort, der inspiriert. Wir freuen uns, dass hier ein Austausch nicht nur zwischen den Studierenden stattfinden kann, sondern auch zwischen den Schools und Fachbereichen“, betont Stephanie Combs, Dekanin der TUM School of Medicine and Health.

Genau das ist die Idee der StudiTUM-Häuser: studentisch verantwortete und verwaltete Räume anzubieten, in denen die Studierenden an Projekten arbeiten, sich auf Prüfungen vorbereiten und miteinander ins Gespräch kommen können. Neben jenen am Stammgelände, in Garching und in Weihenstephan, steht den Studierenden am TUM Klinikum bereits das vierte StudiTUM-Haus zu Verfügung. Und dort ist es bestens beheimatet, wie Martin Siess, Ärztlicher Direktor des Klinikums unterstreicht: „Wir eröffnen hier einen Ort, an dem Zukunft entsteht: einen Ort, an dem Studierende nicht nur Wissen erwerben und sich austauschen, sondern beginnen, ihre Identität als Ärztinnen und Ärzte zu entwickeln. Einen Ort, an dem aus Neugier Haltung wird und aus Lernen Verantwortung.“

Historischer Bestand für die Talente von morgen

Auf mehr als 600 Quadratmetern können die Studierenden Arbeitsräume, einen Aufenthaltsraum sowie Lager- und Abstellflächen nutzen; sie sind barrierefrei zugänglich. Der Weg dorthin allerdings war nicht immer frei von Hürden.

Bereits 2017 beantragte die Fachschaft Medizin ein StudiTUM-Haus am Klinikum, 2018 begann die konzeptionelle Arbeit – bei einem Denkmalschutzobjekt ein komplexer und zeitintensiver Prozess – und Ende 2024 schließlich konnten die Bauarbeiten endlich beginnen. Umso gelungener ist das Ergebnis: „ein Juwel, das historischen Baubestand in die Gegenwart übersetzt – und unseren jungen Talenten Raum gibt, in dem sie sich entfalten können. Das ist die beste Investition, die wir überhaupt tätigen können“, zeigt sich Gerhard Müller, Geschäftsführender Vizepräsident für Studium und Lehre, überzeugt.

Dass das Projekt zu einem so erfolgreichen Abschluss geführt werden konnte, ist insbesondere auch der Fachschaft, die den Prozess mit einer eigenen Arbeitsgruppe begleitet hat, und der Studentischen Vertretung der TUM zu verdanken. Über Jahre hinweg haben sie gemeinsam mit dem TUM Präsidium, dem TUM Klinikum und der TUM School of Medicine and Health Ideen entwickelt, Konzepte erarbeitet und Hindernisse überwunden. „Was wir hier sehen, ist die Arbeit von Generationen von Studierenden“, weiß Paula Drobinski, Vertreterin der Studentischen Vertretung in Senat und Hochschulrat, „und viele weitere Generationen werden diesen Ort mit Leben füllen“.

Technische Universität München

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