• 22.5.2026
  • Lesezeit: 2 Min.

M1 Munich Medicine Alliance startet Programm „Innovations for Patients“

Sieben Projekte für bessere Medizin

Die Münchner Medizin-Allianz M1 vergibt erstmals Fördermittel für translationale Spitzenforschung aus München. Im Programm „Innovations for Patients“ werden sieben Forschungsprojekte mit insgesamt 7,45 Millionen Euro gefördert. Fünf der institutionsübergreifenden Projekte werden von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) koordiniert. M1 ist eine Allianz aus TUM, TUM Klinikum, Ludwig-Maximilians-Universität München und ihrem Klinikum sowie Helmholtz Munich.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Übergabe der Förderbescheide für die M1-Förderlinie "Innovations for Patients" Axel Koenig / StMWK
Die ausgezeichneten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Übergabe der Förderbescheide.

Die Förderbescheide wurden jetzt im Bayerischen Wissenschaftsministerium durch Amtschefin Stefanie Jacobs übergeben. „Innovations for Patients“ ist das zentrale wissenschaftliche Förderinstrument der M1 Alliance. Die Förderlinie unterstützt Projekte, die exzellente biomedizinische Forschung konsequent auf klinische Anwendung, bessere Diagnostik und neue Therapieansätze ausrichten. Die geförderten Projekte adressieren Erkrankungen mit hoher Krankheitslast und großer Relevanz für Patientinnen und Patienten – darunter Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurodegenerative Erkrankungen und Sehverlust. Zugleich stärkt das Programm neue, institutionenübergreifende Kooperationen in München. Alle geförderten Vorhaben verbinden Forschende aus mindestens zwei der Partnerorganisationen.

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume sagte: „Sieben Millionen Euro für sieben starke Forschungsprojekte: Mit der Förderlinie ‚Innovations for Patients‘ der M1 Munich Medicine Alliance stärken wir wissenschaftliche Exzellenz, bündeln Kräfte und heben die gemeinsamen Potenziale unserer Münchner Spitzenmedizin-Einrichtungen. Das Besondere an M1 ist der enge Schulterschluss der Partner: Gemeinsame Strukturen und vernetzte Forschung schaffen Synergien, beschleunigen Innovationen und bringen Spitzenmedizin schneller zu den Menschen. Dass sich die Projekte in einem hochkompetitiven und wissenschaftsgeleiteten Verfahren durchgesetzt haben, unterstreicht ihre herausragende Qualität. Herzlichen Glückwunsch an alle ausgewählten Projektpartner!“

Prof. Thomas Gudermann, Vorstandsvorsitzender der M1 Alliance, sagte: „Mit Innovations for Patients bringen wir die Stärken der Münchner Medizin gezielt zusammen – für Forschung, die schneller bei den Patientinnen und Patienten ankommt.“

Flagship-Projekte: große Ambition, sichtbare Innovation

Die Projektförderung wird in zwei Kategorien vergeben: Flagship-Projekte richten sich an etablierte Forschende, die außergewöhnliche wissenschaftliche und medizinische Herausforderungen adressieren. Sie ermöglichen mutige Vorhaben jenseits konventioneller Förderformate – mit dem Ziel, große Innovationen für Patientinnen und Patienten voranzubringen. Die Projekte werden jeweils mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert.

Folgende Flagship-Projekte wurden ausgezeichnet:

  • BEAT-IT – Bio-Engineered nucleic Acid Therapy for targeting Inflammation of heart-innervating sympathetic ganglia to treat cardiovascular disease. Antragsteller: Prof. Stefan Engelhardt (TUM)
  • CarIMMUN: Boosting T Cell Based Immunotherapy in R/R Multiple Myeloma via Carfilzomib-Induced Antigen Enhancement. Antragsteller: Prof. Florian Bassermann (TUM)   

Translationsgruppen: patientennah, experimentell, klinisch orientiert

Im Fokus der Translationsgruppen stehen patientennahe Forschung, Biomarkerentwicklung und die Vorbereitung klinischer Studien.

Diese Translationsgruppen werden gefördert:

  • DECODE: Detecting and Decoding Residual Disease in PDAC via Tumor Organoid-Informed, Machine-Learning-Driven Cell-Free Nucleosome Profiling: Antragsteller: Prof. Maximilian Reichert (TUM)
  • Multimodal Imaging Resource Platform for Accelerated Gene Therapy Evaluation (MIRAGE). Antragsteller: Prof. Wolfgang Weber (TUM)
Weitere Informationen und Links
  • Die M1 – Munich Medicine Alliance wurde ins Leben gerufen, um die medizinische Spitzenforschung und die Translation von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Patientenversorgung zu fördern. Ihr Ziel ist es, die interdisziplinären Schnittstellen zwischen Medizin, Technologie und Informatik weiter auszubauen und Wissen sowie Technologien effektiv in die Patientenversorgung zu integrieren. Durch diese Bündelung der Kompetenzen aller Beteiligten stärken diese München als international anerkannten Medizinstandort und leisten einen aktiven Beitrag zur zukunftsweisenden Gesundheitsversorgung.

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