Neue wissenschaftliche Spitze an der Forschungs-Neutronenquelle
Prof. Andreas Meyer wird wissenschaftlicher Direktor des FRM II
In Kürze
- Wissenschaftlicher Experte für Neutronenstreuung in der Materialwissenschaft
- Bisher stellvertretender Direktor des Institute Laue-Langevin (ILL) in Grenoble
- Dank an Interimsdirektor Prof. Christian Pfleiderer
Prof. Andreas Meyer wird in den kommenden fünf Jahren als wissenschaftlicher Direktor in der Leitung des FRM II tätig werden. Die Forschungs-Neutronenquelle in Garching bei München ist als leistungsstärkster deutscher Forschungsreaktor seit Jahrzehnten ein enorm wichtiger Dienstleister für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im In- und Ausland. Dieses Potenzial und die große Kompetenz, die am FRM II vorhanden ist, gilt es, auch für die Zukunft der gesamten wissenschaftlichen Community zur Verfügung zu stellen.
TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann betonte: „Ich bin überzeugt, dass Prof. Andreas Meyer die vielfältigen Aufgaben am FRM II mit wissenschaftlich-technischer Expertise, internationaler Erfahrung sowie den notwendigen Managementkompetenzen bewältigen wird. Ich darf Prof. Christian Pfleiderer herzlich dafür danken, dass er das Amt des wissenschaftlichen Direktors am 01.01.2024 kurzfristig übernommen hat und seitdem mit größtem Engagement dazu beigetragen hat, den FRM II durch herausfordernde Zeiten zu lenken.“
Zur Person:
Prof. Dr. Andreas Meyer ist seit dem 1. Oktober 2021 deutscher stellvertretender Direktor des Institute Laue-Langevin (ILL), Grenoble, und zudem Leiter der Technology and Projects Division. Als Experte für die Anwendung der Neutronenstreuung in der Materialwissenschaft konzentriert er sich insbesondere auf die Dynamik und Struktur metallischer Schmelzen bei sehr hohen Temperaturen und in der Nähe des Glasübergangs. Nach seiner Promotion basierend auf der Forschung, die er am Nuclear Resonant Scattering Beamline des ESRF durchgeführt hatte, trat Andreas Meyer dem National Institute of Standards and Technology, USA, bei, wo er an der Inbetriebnahme eines neuen Neutronenrückstreuspektrometers arbeitete. Anschließend habilitierte er sich am Physik-Department der Technischen Universität München.
2006 wurde er Direktor des Instituts für Materialphysik im Weltraum am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln, in einer gemeinsamen Berufung mit der Ruhr-Universität Bochum und ist seit 2021 als deutscher stellvertretender Direktor des ILL abgeordnet. Im Laufe seiner bisherigen Karriere war die neutronenbasierte Wissenschaft ein wichtiger Bestandteil von Andreas Meyers Forschungsportfolio. Er hat die deutsche Neutronenstreugemeinschaft zudem in verschiedenen Funktionen vertreten, zuletzt als gewähltes Mitglied des Deutschen Komitees für Neutronenforschung.
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