• 27.5.2026
  • Lesezeit: 3 Min.

Neue Wirtschaftskraft für die Zukunft

Spitzenplätze für die TUM in europäischem Start-up-Ranking

In Europa könnten in zehn Jahren fast eine halbe Million zusätzliche Start-ups entstehen, wenn alle Universitäten ihr Potenzial so gut ausschöpfen würden wie die Spitzenreiter im Entrepreneurship-Bereich. Dies zeigt der neue Redstone University Startup Index. Die TUM belegt bei Start-ups, die von Forschenden gegründet wurden, Platz 4 unter den sehr großen Hochschulen. Beim Verhältnis von Gründungen und Universitätsbudget steht sie auf Rang 5.

Studierende beim HackaTUM. Bert Willer / hackaTUM
Die TUM ermöglicht Studierenden aller Fächer, unternehmerische Fähigkeiten zu trainieren, wie hier beim HackaTUM.

Start-ups gelten dafür als wichtiger Faktor für Europas Innovationskraft. Doch nicht alle Universitäten fördern gleichermaßen Unternehmertum ihrer Forschenden und Studierenden. Um dieses Potenzial zu zeigen, hat ein Studienteam des Venture-Capital-Unternehmens Redstone, des Think Tanks AlpMomentum, der TUM und der Universität Trier untersucht, wo Gründerinnen und Gründer geforscht beziehungsweise studiert haben. Die Studie betrachtet Gründungen im Jahr 2025 und bezieht 1.000 Hochschulen und 50 öffentliche Forschungseinrichtungen im Europäischen Wirtschaftsraum, in Großbritannien und der Schweiz ein. Um die Start-ups und deren Gründerinnen und Gründer zu ermitteln, nutzte das Team vornehmlich LinkedIn-Profildaten, die Datenbank Dealroom und Daten des Europäischen Patentamts.

Die TUM steht unter den „Very large universities“ auf Rang 4 bei Start-ups, die von Forschenden gegründet wurden (38 im Jahr 2025) und folgt damit auf die University of Oxford, das Imperial College London und die University of Cambridge. Mit 235 Start-ups, die von derzeitigen oder früheren Studierenden gegründet wurden, kommt die TUM auf Rang 8 und ist damit die einzige sehr große deutsche Universität unter den Top 20 Europas. 

„Mit zahlreichen Maßnahmen haben wir in den vergangenen Jahren an der TUM gezielt den unternehmerischen Geist in Forschung und Lehre unserer Universität gestärkt“, sagt TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann. „So konnten beispielsweise durch die TUM Student Clubs und die TUM Entrepreneurial Masterclass die Anzahl von Gründungen aus der Studierendenschafft deutlich gesteigert werden. Und seit 2022 unterstützen wir mit dem transparent strukturierten TUM IP Fast Track Gründerinnen und Gründern auf dem Weg zu einer beschleunigten Vertragsunterzeichnung innerhalb von zwölf Wochen.“ 

Potenzial von fünf Billionen Euro beim Bruttoinlandsprodukt

Die Kernfrage, die die Studie stellt, lautet: Wie viel Potenzial zur Gründung erfolgreicher Start-ups schöpfen die Hochschulen aus ihrem Budget? Das Studienteam hat deshalb untersucht, wie viele Gründungen als wirtschaftlich tragfähig gelten können – insgesamt rund 23.000. Die jeweils den Hochschulen zugeordnete Zahl setzt die Studie mit dem Budget der Hochschulen ins Verhältnis. Die TUM erreicht bei den „Very large universities“ Rang 5 mit 10,4 Start-ups pro 100 Millionen Euro Budget. Vorn liegt hier das Imperial College London.

Wie sähe die europäische Start-up-Landschaft aus, wenn alle Hochschulen im Verhältnis zu ihrem Budget so viele Gründerinnen und Gründer hervorbringen würden wie die besten 10 Prozent? Das Studienteam hat berechnet, dass dann binnen zehn Jahren rund 445.000 zusätzliche Start-ups gegründet werden könnten. Dadurch könnten 13 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze, ein fünf Billionen Euro größeres Bruttoinlandsprodukt und 1,5 Billionen Euro zusätzliche Steuereinnahmen entstehen. 

„Der Vergleich der Hochschulen zeigt, dass es nicht zwingend mehr Fördergeld braucht, damit aus Forschenden und Absolventinnen und Absolventen erfolgreiche Gründerinnen und Gründer werden“, sagt Studienautor Dr. Timo Fischer vom Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement der TUM. „Das Ziel sollte vielmehr sein, die vorhandenen Ressourcen zielgerichteter für Entrepreneurship-Aktivitäten einzusetzen. Die Hochschulen könnten vor allem unternehmerische Kompetenzen in allen Fächern integrieren, die interdisziplinäre Zusammenarbeit stärken sowie Alumni-Netzwerke für Mentoring und Investitionen aufbauen.“

Technische Universität München

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Kontakte zum Artikel:

Dr. Timo Fischer
Technische Universität München (TUM)
Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement
fischerspam prevention@wi.tum.de

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