• 30.4.2026
  • Lesezeit: 3 Min.

Global Sustainability Challenge

Team der TUM setzt sich bei globalem Wettbewerb durch

Ein solarbetriebenes Kühlsystem für abgeschiedene Regionen und ein Konzept zur Vorhersage von Borkenkäferbefall: Diese Start-up-Konzepte für mehr Ernährungssicherheit und den Schutz von Wäldern wurden bei der Global Sustainability Challenge jeweils mit dem ersten Preis ihrer Kategorie ausgezeichnet. Sie setzten sich gegen mehr als 3.500 Teilnehmende aus 91 Ländern durch. Das Finale fand im Rahmen des TUM Sustainability Day statt.

Gruppenbild der Finalteams Astrid Eckert / TUM
Die Finalteams der Global Sustainability Challenge 2026

Dürren in manchen Regionen, verheerende Überschwemmungen in anderen, drohende Ernährungsknappheiten und die zunehmende Häufigkeit extremer Hitzewellen: Die Herausforderungen des Klimawandels sind enorm. Sie lassen sich nur mit neuen Technologien, einem klaren Fokus auf die Bedarfe der Menschen sowie einem tiefen Verständnis für die unterschiedlichen Bedingungen in den Weltregionen bewältigen. 

Ziel der Global Sustainability Challenge ist es daher, junge, talentierte Menschen weltweit darin zu unterstützen, eigene Ideen für nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig vermittelt der Wettbewerb ihnen die unternehmerischen Grundlagen, die sie benötigen, um ihre Ideen in die Praxis zu überführen und weiterzuentwickeln.

Die Challenge wurde von der Stanford Doerr School of Sustainability ins Leben gerufen. Partner sind neben der TUM unter anderem das Imperial College London, die Hong Kong University of Science and Technology, das IIT Bombay und die Zhejiang University. 

Ideen für Energieversorgung und Anpassung an den Klimawandel

Die Preise wurden in zwei Kategorien vergeben. In der Kategorie Sustainable Energy Solutions gewann das Team CoolFish von der Université de Lorraine den ersten Platz mit einem Konzept für ein solarbetriebenes Kühlsystem. Dieses System soll Communitys in ländlichen Küstenregionen ermöglichen, ihren Fang langfristig frisch zu halten und somit Nahrungsknappheiten zu entschärfen. 

Den zweiten Platz belegte das Team von PowerBlocks mit einem Konzept für KI-gestützte Microgrids, die innerhalb von Stunden einsatzbereit sind, sich flexibel an den Bedarf anpassen und kritische Infrastrukturen zuverlässig am Laufen halten – selbst in Krisensituationen. Das Team von Junipero Energy überzeugte die Jury mit einem System, das Gemeinschaften, die von Überschwemmungen oder Hurrikans betroffen sind, dezentral mit Strom versorgen soll. 

In der Kategorie Adaptation and Resilience gewann PlaNX Sense, ein Team der TUM School of Engineering and Design. Sie entwickeln eine Plattform, die Borkenkäfer-Ausbrüche KI-gestützt mit Hilfe von Satellitendaten, meteorologischen Daten und der Auswertung von Pheromonfallen sieben Tage im Voraus vorhersagen soll. 

Den zweiten Platz sicherten sich EcoMolecule – ein Zusammenschluss von Studentinnen der TUM, der Technischen Universität Berlin, der IIT Bombay und des Imperial College London – mit einer biobasierten Kartusche. Diese soll Mikro- und Nanoplastik in Abwasser auffangen und so verhindern, dass diese Partikel über die Waschmaschine in die Umwelt gelangen. 

Das Team von PeatGuard erlangte den dritten Platz. Sie verbinden auf einer Online-Plattform Echtzeitdaten aus Satelliten mit lokalen Gemeinschaften, die in der Nähe von Moorgebieten leben. Die Communitys erhalten Daten zum Zustand des Moores, können mit Renaturierungsmaßnahmen eingreifen und diese Maßnahmen auf der Plattform in mess- und handelbare CO2-Zertifikate umwandeln. 

Die sechs Siegerteams erhalten jeweils ein Preisgeld und werden in das Stanford EcoGlobal Program aufgenommen und dort weiter gefördert. 

Globale Vernetzung mit gesellschaftlichem Nutzen

Das Finale markiert für die Teams den Abschluss einer intensiven Programmphase. Sie lernten in Workshops und Showcases, Ideen systematisch weiterzuentwickeln, in konkrete Anwendungen zu überführen und Investoren überzeugend zu präsentieren. Erfahrene Mentorinnen und Mentoren unterstützten sie während der gesamten Projektphase.

Insgesamt waren im Finale Studierende von 58 Universitäten vertreten und arbeiteten über Landes-, Kontinental- und Fachgrenzen hinweg zusammen. Sie vernetzten sich in dieser Zeit nicht nur untereinander, sondern auch mit erfahrenen Akteuren aus der Forschung und dem Start-up-Bereich. 

“Technologischer Fortschritt trägt nur dann wirksam zur Bewältigung der Nachhaltigkeitstransformation bei, wenn er in soziale, politische und ökonomische Kontexte eingebettet ist und sich an klar definierten gesellschaftlichen Bedarfen orientiert. Entscheidend sind daher Expertinnen und Experten mit technischem Know-how, systemischem Denken und interdisziplinärer Kompetenz. Die Technische Universität München bereitet Studierende gezielt auf diese Anforderungen vor – gemeinsam mit internationalen Partnern und mit einem klaren Fokus auf gesellschaftlich tragfähige Lösungen”, sagt Prof. Werner Lang, Vizepräsident für Sustainable Transformation.

Nachhaltigkeit

Wir engagieren uns für eine nachhaltige Umgestaltung der Gesellschaft – wissenschaftlich, ökonomisch, ökologisch und sozial. Machen Sie sich mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie vertraut.

Sustainability an der TUM

Weitere Informationen und Links

Technische Universität München

Corporate Communications Center

Kontakte zum Artikel:

Aktuelles zum Thema

HSTS