Richtfest markiert Baufortschritt
Zentrum für Digitale Medizin und Gesundheit wächst
In Kürze
- Richtfest bildet wichtigen Meilenstein
- Zukünftig sollen hier digitale Lösungen für Medizin und Gesundheit entwickelt und in die klinische Anwendung überführt werden
- Data Observatory, ein digitales Visualisierungsstudio, als Herzstück des Neubaus
Das ZDMG entsteht als zweiter Bauabschnitt und direkter Anbau an das Zentrum für Multiple Sklerose und Neurowissenschaften. Künftig sollen hier digitale Lösungen für Medizin und Gesundheit entwickelt und in die klinische Anwendung überführt werden. Dabei steht die Verbindung von KI-Grundlagenforschung mit konkreten medizinischen Anwendungen im Mittelpunkt – zum Nutzen der Patientinnen und Patienten.
Anlässlich des Richtfests sagte Wissenschaftsminister Markus Blume: „Die Medizin der Zukunft ist präziser, individueller und intelligenter. Mit dem Zentrum für Digitale Medizin und Gesundheit schaffen wir in München beste Voraussetzungen, um medizinische Spitzenforschung und Künstliche Intelligenz zusammenzubringen – mit einem klaren Ziel: aus Daten bessere Diagnosen und aus Forschung bessere Therapien für die Menschen zu machen. Präzision statt Einheitsmedizin – darauf kommt es künftig an. Mit dem ZDMG bringen wir die Medizin von morgen direkt ans Krankenbett.“
TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann sagte: „Das ZDMG steht beispielhaft für das Selbstverständnis der TUM: Wir verbinden exzellente Forschung, technologische Innovation und gesellschaftliche Verantwortung. Mit diesem Gebäude schaffen wir einen modernen Ort der Forschung, an dem durch noch engere Zusammenarbeit über Disziplingrenzen die menschliche Expertise in der Medizin durch datengetriebene Technologien und vertrauenswürdige künstliche Intelligenz erweitert wird, um Krankheiten besser zu verstehen, früher zu erkennen und individuell therapieren zu können.“
Prof. Daniel Rückert, Direktor des Zentrums für Digitale Medizin und Gesundheit, sagte: „Mit dem Zentrum für Digitale Medizin und Gesundheit schaffen wir einen Ort, an dem Forschende aus Informatik, Mathematik und Medizin täglich Tür an Tür zusammenarbeiten. Diese enge interdisziplinäre Vernetzung von TUM und TUM Klinikum ist entscheidend, um Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz schneller in konkrete Verbesserungen für Patientinnen und Patienten zu übersetzen.“
Digitale Medizin, KI und Forschung unter einem Dach
Das Zentrum für Digitale Medizin und Gesundheit der TUM ist als interdisziplinärer Forschungsstandort konzipiert. Ziel ist es, datengetriebene und KI-gestützte Methoden zu entwickeln, um Diagnostik, Therapie und Prävention von Krankheiten nachhaltig zu verbessern.
Die Forschung konzentriert sich insbesondere auf die klinischen Anwendungsfelder Herz-Kreislauf, Neurologie und Onkologie. Grundlage hierfür ist die Verarbeitung und Analyse großer, heterogener medizinischer Datensätze. Dazu zählen unter anderem Bilddaten aus moderner medizinischer Bildgebung, genetische und molekulare Daten, klinische Verlaufsdaten sowie weitere digitale Gesundheitsdaten.
Mithilfe von maschinellem Lernen sollen Muster, Zusammenhänge und neue Biomarker identifiziert werden, die künftig für Früherkennung, personalisierte Diagnostik und individualisierte Therapien nutzbar gemacht werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der sicheren, privatsphärenwahrenden und verantwortungsvollen Nutzung medizinischer Daten.
Data Observatory als Herzstück des Neubaus
Ein zentrales Element des Gebäudes ist das geplante Data Observatory, ein Visualisierungsstudio für Big Data in der Medizin. In einer immersiven und kollaborativen Umgebung sollen komplexe Datensätze, Analyseergebnisse und Modelle räumlich, grafisch und interaktiv erfahrbar gemacht werden.
Das Data Observatory dient sowohl der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung als auch der Kommunikation von Forschungsergebnissen. Es macht digitale Forschung sichtbar und unterstützt den Austausch zwischen Medizin, Informatik, Datenwissenschaft und Künstlicher Intelligenz.
Mit dem ZDMG entsteht am TUM Klinikum Rechts der Isar ein Forschungsgebäude, das die digitale Medizin von morgen mitgestalten und die Verbindung von Spitzenforschung, klinischer Anwendung und technologischer Entwicklung weiter stärken soll.
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