Begegnung und öffentliche Lesung
München liest – aus verbrannten Büchern
Veranstaltungsort
Königsplatz
Öffentliche Veranstaltung
Zielgruppe
Studierende,
Mitarbeitende,
Öffentlichkeit,
Alumni
Am 10. Mai 1933 verbrannten Nationalsozialisten auf dem Königsplatz die Werke zahlreicher Autorinnen und Autoren, die aus rassistischen, politischen oder weltanschaulichen Gründen verfemt waren. Die Bücherverbrennung war Teil einer reichsweiten Kampagne der nationalsozialistischen Studentenschaft und wurde in München unter Beteiligung von Angehörigen der damaligen Technischen Hochschule München (THM) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) durchgeführt.
Die jährliche Lesung erinnert an dieses Ereignis, indem Werke der damals verfolgten Autorinnen und Autoren an dem Ort gelesen werden, an dem sie 1933 verbrannt wurden.
Die Lesung ist öffentlich. Eine zahlreiche Präsenz von Studierenden, Mitarbeitenden und Professoren der TUM während der Lesefenster setzt auf dem Königsplatz ein sichtbares Zeichen gemeinsamen Gedenkens an die nationalsozialistischen Verbrechen.
Lesefenster TUM Senior Excellence Faculty (SEF)
Sonntag, 10. Mai 2026 | 11:15–11:45 Uhr
- Prof. Winfried Nerdinger | „Entlarvte Geschichte” von Werner Hegemann
- Prof. Jürgen Beckmann | „Der Sinn des Lebens und die Wissenschaft“ von Franz Müller-Lyer
- Prof. Michael Molls | „Nachts unter der steinernen Brücke“ von Leo Perutz
- Prof. Kristina Reiss | „Der 35. Mai“ von Erich Kästner
- Prof. Gerd Wegener | „Der Zwang“ von Stefan Zweig
- Prof. Wolfram Weise | „Auszüge aus seinen "Erinnerungen" von Carl Zuckmayer
Lesefenster TUM Center for Culture and Arts (CCA)
Sonntag, 10. Mai 2026 | 12:30–12:40 Uhr
- Julia Ripke | „Hotel Amerika“ von Maria Leitner
- Clara Valdés Stauber | „In einem anderen Land” von Ernest Hemingway
Die Beteiligung der TUM an „München liest – aus verbrannten Büchern“ ist inzwischen eine feste Konstante im akademischen Jahreslauf. Auch 2026 gestalten sechs TUM Emeriti of Excellence gemeinsam mit dem TUM Center for Culture and Arts zwei Lesefenster auf dem Münchner Königsplatz, unter ihnen auch der Antisemitismusbeauftragte der TUM. Die Auswahl der Texte variiert von Jahr zu Jahr. Ziel bleibt es, an die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 zu erinnern.
Weitere Informationen
So finden Sie uns
- Ort: Königsplatz, 80333 München