Auch weiterhin gilt in der TUM für Studierende die Maskenpflicht. Nur am Arbeitsplatz mit ausreichend Abstand darf sie abgenommen werden.
Bild: A. Heddergott / TUM
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Neue Coronaregeln bieten gute Grundlage für Präsenzsemester„Kommt zurück an die Uni!“

Die neuen staatlichen Coronaregeln in Bayern bieten nach Ansicht des Vizepräsidenten für Studium und Lehre der Technischen Universität München (TUM), Prof. Gerhard Müller, eine gute Grundlage für ein Präsenzstudium im Wintersemester. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler rief Müller heute die Studierenden auf: „Kommt zurück an die Universität!“ Die sogenannte 3G-Regel, wonach Studierende geimpft, genesen oder getestet sein müssen, um in Präsenz an Veranstaltungen teilnehmen zu können, sei eine wichtige Planungsgrundlage.

Der TUM-Vizepräsident Prof. Gerhard Müller betont: „Wir sind insgesamt sehr zufrieden mit der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Freistaats.“ Allerdings müssen zur organisatorischen Umsetzung der Kontrolle von 3G einige Dinge beachtet werden. „Die TUM, mit ihren verschiedenen Standorten, zahlreichen sehr großen Gebäuden und über 40.000 Studierenden, die über den Tag verteilt unterschiedliche Lehrveranstaltungen besuchen, kann keine Einlasskontrolle wie ein Theater, Kino oder Schwimmbad leisten. Wir schlagen deshalb Kontrollen in Stichproben vor, wie es in vielen anderen sicherheitsrelevanten Bereichen unserer Gesellschaft mit Erfolg praktiziert wird, so zum Beispiel auch im Straßenverkehr mit dem Autoführerschein, der auch nicht vor jeder Fahrt gescannt wird.“ Auch in Baden-Württemberg baut man auf ein System mit 3G-Stichprobenkontrollen an den Hochschulen.

Zugleich appellierte Müller an die Studierenden, sich impfen zu lassen: „Impfen ist der Weg aus der Pandemie!“ Impfaktionen sind für die zahlreichen internationalen Studierenden, die nun wieder an die Campus zurückkehren werden und aus Ländern mit niedrigerer Impfquote kommen besonders wichtig. An einer ersten Sonderimpfaktion an den Standorten Innenstadt und Garching hatten bereits rund 1000 Studierende teilgenommen.

Um die Rückkehr an die Universitäten und in die Präsenzlehre zu erleichtern, werden an der TUM eine Vielzahl von Formaten vorbereitet. Dies reicht von gezielten Vorkurse in Kleingruppen, um eventuelle Lücken aus dem Schulunterricht zu schließen, über erweiterte Programme mit Tutorinnen und Tutoren, erhöhte Betreuungsschlüssel bei Praktika, Mentoring- und Buddyprogramme bis hin zu neuen Formaten des Studierendenaustauschs.

Die Präsenzzeiten an der Uni sollen zudem intensiver für interaktive Formate und den persönlichen Austausch genutzt werden. „Wir wollen wieder einen lebendigen Campus“, betont Müller. Zugleich werden digitale und virtuelle Formate, die sich in der Pandemiesituation bewährt haben, im sogenannten „blended learning“ mit der wichtigen Präsenzlehre verknüpft. Gute Lehre der Zukunft verbindet die Vorteile beider Ansätze.

Pressekonferenz mit Minister Sibler, Prof. Müller und Student Paul Thieme

Die neuen Coronaregeln an Hochschulen

Die bayerische Staatsregierung hat in der 14. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung die Regeln für den Umgang mit Corona aktualisiert. Der Präsenzbetrieb hängt demnach ab sofort nicht mehr von Inzidenzwerten ab, was die Planungssicherheit der Hochschulen erhöht. Die bislang verbindlichen Abstandsregelungen in den Hochschulräumen wurden aufgehoben, sodass Kapazitätsprobleme wegfallen. Die 3G-Regel – also Zugang für Genesene, Geimpfte oder Getestete – gilt ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35. Die Tests für die Studierenden werden weiter kostenfrei sein. Zudem müssen medizinische Masken getragen werden, wenn die üblichen Abstände von 1,5 Metern nicht eingehalten werden können.

Mehr Informationen:

Die 14. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung der bayerischen Staatsregierung

Technische Universität München

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Kontakte zum Artikel:

TUM Vizepräsident Studium und Lehre
Prof. Dr.-Ing. Gerhard Müller
Tel. +49 89 289 25259
E-Mail (Assistenz)

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