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Der bisher geltende stark eingeschränkte Betrieb der TUM endet mit Ablauf des 20. April 2020 – bis auf weiteres wird jedoch keine Präsenzlehre in Hörsälen, Seminarräumen oder Laboratorien stattfinden.
Bild: Uli Benz / TUM
  • Covid-19, Campus
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Informationen des Präsidenten für MitarbeitendeSo starten wir ins Sommersemester

Das Hochschulpräsidium der Technischen Universität München (TUM) hat in Übereinstimmung mit den neuesten Anordnungen der Bayerischen Staatsregierung entschieden, den Präsenzbetrieb der TUM bis auf weiteres stufenweise hochzufahren – unter Einhaltung entscheidender Präventionsmaßnahmen und weitgehender Beibehaltung bestehender Kontaktbeschränkungen. Der bisher geltende stark eingeschränkte Betrieb endet somit mit Ablauf des 20. April 2020.

Mit all Ihrer beherzten Unterstützung sind wir trotz der kritischen letzten Wochen gut vorbereitet: es steht ein weitgehend reguläres Semester vor uns, freilich unter außergewöhnlichen Bedingungen und unter kraftvoller Nutzung elektronischer Lehrangebote und digitaler Kommunikationsformate.

Oberste Priorität von uns allen muss es nach wie vor sein, alle Anstrengungen zu unternehmen, um durch Kontaktbeschränkung und Hygienemaßnahmen eine weiter ansteigende Virus-Ausbreitung soweit als möglich zu verhindern. Zugleich müssen wir aber die vollständige Funktionsfähigkeit unserer Universität in Lehre, Forschung und Administration auch in den kommenden Wochen und Monaten sicherstellen. Hier darf ich Ihnen im Folgenden einige erläuternde Präzisierungen zukommen lassen.

Arbeiten in Universitätsgebäuden

Arbeitsfähige Beschäftigte, die entweder in systemrelevanten Arbeitsbereichen tätig sind oder ihre Arbeiten ausschließlich vor Ort in den Gebäuden der TUM erbringen können, erledigen diese Arbeiten selbstverständlich in der Universität; dazu zählen beispielhaft Arbeiten zur Vorbereitung des (digitalen) Lehrbetriebs im Sommersemester 2020, dringende wissenschaftliche Forschungs- und Laborarbeiten, Arbeiten in der medizinischen Patientenversorgung und der Forschung, Arbeiten an den Prüfämtern der TUM, Personalmaßnahmen wie Verlängerungen und Einstellungen sowie Finanz- und Rechtsangelegenheiten.

Für das Arbeiten in Universitätsgebäuden sind alle möglichen und denkbaren Präventionsbestimmungen und Hygieneregeln einzuhalten, beispielsweise Abstandshaltung (mind. 1,5 m zu anderen Personen), regelmäßige Desinfektion der Hände, alternierende oder zeitlich gestaffelte Anwesenheiten einzelner Personen in kleinen Räumen (<20 m2) sowie entsprechende Mehrfachbesetzung in größeren Räumen oder Laboratorien (>20 m2) unter Nutzung von Nase/Mund-Schutzmasken.

In diesem Sinne haben Vorgesetzte die Arbeitsleistung in ihren jeweiligen Bereichen so zu organisieren, dass Ansteckungsrisiken so weit als möglich minimiert werden. Hierzu autorisiere ich alle Vorgesetzten die jeweils notwendigen Entscheidungsbefugnisse mit Augenmaß und Verhältnismäßigkeit wahrzunehmen.

Soweit für das stufenweise Hochfahren in der kommenden Woche noch individuelle Anpassungsregelungen erforderlich sind, sind diese mit dem Vorgesetzten zu treffen. Eine namentliche Registrierung dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim TUM-Krisenstab ist dazu nicht mehr erforderlich und entfällt.

Möglichst von zuhause arbeiten

TUM-Beschäftigte, die arbeitsfähig sind, und deren Arbeiten nicht zwingend die Präsenz in den Universitätsgebäuden notwendig machen, werden zur Vermeidung unnötiger Personenkontakte im Sinne eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes gebeten, weitgehend von zuhause aus zu arbeiten.

Bitte beachten Sie auch die seit 10. April 2020 geltende Einreise-Quarantäne-Verordnung, die für Einreisende aus einem Staat außerhalb der Bundesrepublik Deutschland in den Freistaat Bayern eine verpflichtende unverzügliche 14-tägige häusliche Quarantäne vorsieht. Diese Verordnung ist insbesondere auch bei geplanten Einstellungen und Eintrittsterminen ausnahmslos zu beachten.

Vorlesungsbetrieb und Lehrveranstaltungen

Der Vorlesungsbetrieb im Sommersemester 2020 startet am kommenden Montag, den 20.04.2020. Die Vorlesungszeit wurde bis zum 07. August 2020 verlängert, um ggfs. unvorhersehbare Entwicklungen abfangen und bei Bedarf Lehrveranstaltungen bis zu diesem Zeitpunkt anbieten zu können. Da bis auf weiteres keine Präsenzlehre in Hörsälen, Seminarräumen oder Laboratorien stattfinden wird, bietet die TUM möglichst viele Veranstaltungen in digitaler Form an. Damit wollen wir sicherstellen, dass unsere Studierenden auch im kommenden Sommersemester ohne allzu große Einschränkungen studieren können.

Gemäß der am 16. April 2020 veröffentlichen Maßnahmen der Staatsregierung im Rahmen der bayerischen Corona-Strategie sind wir bestrebt, die Abnahme von Prüfungen auch im Präsenzbetrieb zu ermöglichen. Hierzu werden wir zeitnah auf die Fakultäten zukommen. Ebenso prüfen wir die Option, unter Einhaltung von Hygieneregeln und mit einem gesteuerten Zutritt zur Vermeidung von Warteschlangen einen limitierten Zugang zu unseren Bibliotheken zu ermöglichen.

Alle Lehrenden der TUM haben in den letzten Wochen nach besten Kräften und mit vorbildlicher Unterstützung durch ProLehre Medien und Didaktik sowie durch studentische Hilfskräfte als E-Scouts synchrone und asynchrone Lehrformate mit elektronischen Hilfsmitteln vorbereitet. An dieser Stelle möchte ich mich schon jetzt sehr herzlich für Ihr großartiges Engagement und Ihren Einsatz bedanken, die digitale Lehre in so großem Umfang im Sommersemester anbieten zu können.

TUM Mundschutzmasken

Um ein sicheres Arbeiten an der TUM zu unterstützen, stellt die TUM allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Mundschutzmaske zur Verfügung, die Ihnen per Hauspost an Ihren Arbeitsplatz geschickt wird.

In den letzten Wochen haben Sie für die TUM und ihre Studierenden unter erschwerten Bedingungen wirklich Großartiges geleistet. Im Namen des Hochschulpräsidiums, und auch persönlich als Präsident danke ich Ihnen allen für Ihr Engagement von ganzem Herzen. Ich werde Sie über alle weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten und freue mich darauf, Sie bald alle wohlauf wiederzusehen.

Ihr
Thomas F.  Hofmann
Präsident

Corporate Communications Center

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