TUM - Aktuelles https://www.tum.de Aktuelle Meldungen der TU München de TUM Tue, 18 Feb 2020 17:21:36 +0100 Tue, 18 Feb 2020 17:21:36 +0100 „Die Welt wartet nicht auf Deutschland“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35916/ Link zum Podcast:

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TUM in den Medien news-35916 Tue, 18 Feb 2020 13:19:29 +0100
„Fordern Sie Politik und Wirtschaft heraus“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35913/ „Ich sporne Sie an, Politik und Wirtschaft herauszufordern“, sagte Ban Ki-moon am Freitagabend zu rund 1.000 Studierenden im Audimax. „Nur Aktivismus stellt sicher, dass sie Ihnen folgen werden.“ Die Generation, die im digitalen Zeitalter aufgewachsen sei, verstehe instinktiv, dass die Menschen weltweit als globale Bürgerinnen und Bürger verbunden seien. Einige Regierungen der mächtigsten Staaten dagegen attackierten die Prinzipien der Vereinten Nationen.

Besonders die US-Regierung kritisierte Ban, der von 2007 bis 2016 Generalsekretär der UN war, für die Aufkündigung des Nuklearabkommens mit dem Iran, des INF-Abrüstungsvertrags und des Pariser Klimaabkommens. Die nukleare Bewaffnung und der Klimawandel seien die derzeit größten Gefahren – und das multilaterale System der beste Weg, ihnen zu begegnen.

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Campus klaus.becker@tum.de news-35913 Mon, 17 Feb 2020 08:17:37 +0100
Spurwechsel im Zellskelett https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35911/ Alle Zellen höherer Organismen sind von einem Zellskelett durchzogen, das im Wesentlichen aus Aktin-Filamenten und kleinen Proteinröhren, den Mikrotubuli, besteht. Lange Zeit betrachtete die Wissenschaft die Aktin- beziehungsweise Mikrotubuli-Netzwerke als unabhängige Systeme.

Heute weiß man, dass die beiden Netzwerk-Typen miteinander kommunizieren und damit lebenswichtige zelluläre Prozesse wie die Zellteilung oder die Zellmigration überhaupt erst möglich machen. Wie diese Zusammenarbeit auf molekularer Ebene funktioniert, war allerdings noch unbekannt.

Dr. Zeynep Ökten vom Lehrstuhl für Molekulare Biophysik der Technischen Universität München (TUM) und Erwin Frey, Professor für Statistische und Biologische Physik der Ludwig-Maximilians-Universität München, haben mit ihren Teams nun am Beispiel des Farbwechsels bei Tieren erstmals einen Mechanismus identifiziert, der die Kommunikation zwischen beiden Netzwerksystemen erklärt und potenzielle Evolutionswege aufgedeckt.

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-35911 Wed, 12 Feb 2020 09:01:55 +0100
Keine Prüfungen am 10. Februar 2020 https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35909/ Campus news-35909 Mon, 10 Feb 2020 10:18:00 +0100 Großprojekt für die Münchner Neurowissenschaften https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35907/ „Ziele des Projekts sind es, schwere neurologische Erkrankungen zu erkennen, deren molekulare Ursachen zu verstehen und die Behandlung und den Therapieverlauf besser zu überwachen. Dazu kann die Hochleistungsmassenspektrometrie entscheidende Beiträge leisten“, erklärt Prof. Bernhard Küster, Inhaber der Professur für Proteomik und Bioanalytik an der Technischen Universität München (TUM) und Co-Sprecher des Forschungsverbunds.

Die Massenspektrometrie ermöglicht es, kleinste Mengen von tausenden von Biomolekülen aus Geweben oder Körperflüssigkeiten gleichzeitig und quantitativ zu bestimmen. Derartige molekulare Profile für Proteine sollen jetzt erstmals in den klinischen Einsatz gebracht werden.

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-35907 Mon, 10 Feb 2020 10:15:00 +0100
„Die Städte sind zunehmend am Limit“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35857/ Herr Professor Drewes, woher stammt unser Trinkwasser?

Der Hauptteil des Trinkwassers in Deutschland wird aus dem Grundwasser gewonnen. Das ist ideal, denn die natürlichen Bodenschichten filtern bereits Pathogene und schädliche Inhaltsstoffe des Wassers heraus. Auch sind die Grundwasservorkommen gut geschützt und relativ stabil gegenüber Umwelteinflüssen wie etwa Hitze. An vielen Standorten in Deutschland sind diese Vorkommen aber nicht ausreichend. Hier wird das Grundwasser mit Hilfe von Oberflächenwasser aus Flüssen oder Seen angereichert oder das Trinkwasser wird aus Talsperren direkt gewonnen.

Gibt es immer weniger Wasser in Deutschland?

Extreme Wetterereignisse wie Hochwasser und länger anhaltende Trockenheiten werden in Deutschland zunehmen. Gleichzeitig werden die Frühjahrsperioden immer kürzer. Das führt dazu, dass der Schnee sehr schnell schmilzt und das Schmelzwasser teilweise direkt in die Flüsse abfließt, statt in den Boden zu versickern. Dies kann einerseits zu einer Zunahme von Hochwässern führen, anderseits nimmt die Grundwasserneubildung ab. Das ist ein langfristiger Trend, den wir schon heute beobachten können. Gerade im Norden von Bayern haben diese Entwicklungen besorgniserregende Konsequenzen. Die Fränkische Trockenplatte mit den Städten Würzburg und Schweinfurt ist ein traditionell wasserarmes Gebiet mit sehr begrenzten Grundwasserreserven. Diese Region ist vom Mittelgebirge umgeben, an dem viele Wolken bereits abregnen. Daher können die Grundwasserreserven nicht so schnell wieder aufgefüllt werden. Mit den Auswirkungen des Klimawandels sehen wir schon heute wachsende Nutzungskonflikte durch den Bewässerungsbedarf der Landwirtschaft, der öffentlichen Trinkwasserversorgung aber auch der Sicherung ökologischer Mindestabflüsse in den Flüssen.

„Für den Hausputz, die Toilettenspülung oder die Bewässerung von Grünanlagen muss das Wasser nicht die höchste Qualität haben.”

Sollten wir also Wasser sparen?

Wasser zu sparen macht grundsätzlich Sinn. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass eine solche Maßnahme auch mit der bestehenden Wasserinfrastruktur kompatibel sein muss. Wenn wir zu viel sparen, läuft weniger Wasser durch die Leitungen, sodass es zu stagnierendem Wasser kommen kann und als Folge zu hygienischen Problemen im Trinkwasser. Weniger Wasser heißt aber auch konzentrierteres Abwasser, wodurch es zu Ablagerungen in der Kanalisation kommen kann und als Folge auch zu starken Korrosionen. Damit das System funktioniert, muss es einen Mindestdurchfluss geben. Natürlich wären auch andere Lösungen denkbar. Aber diese Infrastruktur, die über 100 Jahre gewachsen ist, umzustricken, ist nicht einfach. In vielen Städten ist diese Infrastruktur zudem überaltert und Investitionen sind dringend nötig, die aber häufig nur zögerlich angegangen werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, die Wasserversorgung zu sichern?

Jeder Standort ist anders und deshalb braucht es Lösungen, die auf die lokalen Bedingungen angepasst sind. Daher sehen zukunftsfähige Lösungen sehr unterschiedlich aus. Zudem kann man die Frage stellen, ob man für alle Anwendungen immer Trinkwasserqualität nutzen muss. Für den Hausputz, die Toilettenspülung oder die Bewässerung von Grünanlagen oder in der Landwirtschaft muss das Wasser nicht die höchste Qualität haben, sondern dem Nutzen entsprechen. Gereinigte Kläranlagenabläufe haben heute eine Qualität, dass sie in unsere Flüsse eingeleitet werden können. Es sind aber natürlich noch einige Stoffe enthalten, die man dort nicht haben möchte. Zum Beispiel können Pharmaka oder auch pathogene Keime in der Kläranlage nicht komplett entfernt werden. Das Wasser muss dann also noch weiter aufbereitet werden, um eine Qualität zu erzeugen, mit der eine Vielzahl von Wiedernutzungen möglich würde. Dafür haben wir neue Verfahren entwickelt.

„Was uns antreibt, sind naturnahe Verfahren zu entwickeln, die energieeffizient, reststoff- und CO2-arm arbeiten können.”

Was ist das Besondere an diesen Verfahren?

Was uns antreibt, sind naturnahe Verfahren zu entwickeln, die energieeffizient und reststoff- und CO2-arm arbeiten können. Beim sogenannten SMART-Verfahren verändern wir die Betriebsbedingungen so, dass wir leistungsstarke Bakterien selektieren, die organische Spurenstoffe und pathogene Keime in Kläranlagenabläufen sehr gut abbauen können. Wo eine hohe Flexibilität in der Aufbereitung gefordert ist, kombinieren wir physikalische Trennverfahren wie keramische Membranen mit chemischen Prozessen wie der Ozonung. Keramische Membranen sind in der Anschaffung zwar teurer, aber die Lebenserwartung ist mit 20 Jahren vergleichsweise hoch. Daher ergeben sich niedrigere Kosten über den gesamten Einsatzzyklus. Das heißt, die Investition rechnet sich. Die Membran ist eine sehr zuverlässige Barriere und filtriert die Pathogene, die gelösten Stoffe werden durch Ozon entfernt.

Werden diese Verfahren bereits angewendet?

Die Region Schweinfurt hat den Bedarf gesehen und ist sehr interessiert, diesen Weg zu gehen. Wir führen dort eine Machbarkeitsstudie durch. Dabei war uns wichtig, alle Stakeholder miteinzubeziehen und mit ihnen Vor- und Nachteile zu diskutieren. Wir bereiten dort momentan ein Pilotvorhaben vor, das wir forschungsseitig betreuen. Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Stakeholder, da in Schweinfurt seit über 100 Jahren Obst und Heilkräuter angebaut werden, die bewässert werden müssen. Diese Bewässerungsanlagen und weitergehenden Wasserbehandlungsprozesse werden nach Bedarf hochdynamisch betrieben, die idealerweise autonom funktionierten. Daher setzen wir auf neueste Sensortechnologien und Cloudbasierte-Ansätze mit denen wir Wettervorhersagen und Messstände in Echtzeit auslesen und in der Steuerung berücksichtigen.

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Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-35857 Thu, 06 Feb 2020 10:00:00 +0100
Hummeln mögen wenig Fett https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35873/ Bienen sind wichtig für unsere Umwelt und Ernährung. Ohne Bestäubung durch Tiere können sich viele Pflanzen, auch viele Nutzpflanzen, nicht vermehren. „Das Bienensterben hat demnach auch Auswirkungen auf das Nahrungsangebot für den Menschen“, so die Professorin für Pflanze-Insekten Interaktionen Sara Leonhardt. Sämtliche der weltweit über 20.000 Bienenarten seien hier in den Blick zu nehmen. Besonders wichtig sind dabei neben der Honigbiene auch Hummeln.

„Bienen beziehen die meisten Nährstoffe aus ihrer Hauptnahrungsquelle, Nektar und Pollen. Während Nektar hauptsächlich eine Quelle für Kohlenhydrate ist, enthält Pollen die meisten anderen benötigten Nährstoffe: Eiweiß, Fett, Mineralien und Vitamine. Bisher glaubte man, dass sie, wie andere Pflanzenfresser, dabei vor allem auf den Eiweißgehalt ihrer Nahrung achten“, erläutert Leonhardt.

Mit einem zweistufigen mechanistischen Ansatz, der sowohl Lern- als auch Fütterungsversuche beinhaltet, beschreitet die Gruppe einen neuen Weg, um die Ernährungsgewohnheiten von Insekten buchstäblich unter die Lupe zu nehmen.

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-35873 Wed, 05 Feb 2020 14:00:00 +0100
Hepatitis B: Neuer Therapieansatz https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35885/ Rund 260 Millionen Menschen, mehr als drei Prozent der Weltbevölkerung, sind chronisch mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert. Jährlich sterben weltweit 880.000 Betroffene an den Folgen: Leberzirrhose und Leberzellkarzinom. Derzeit gibt es keine Möglichkeit zur Heilung. Bisher verhindern Therapien lediglich die Vermehrung des Virus, sie können die Infektion aber nicht ausheilen. Solange infizierte Menschen keine ausreichende Immunantwort bilden können, überlebt das Virus. An diesem Punkt setzte Prof. Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie der TUM und des Helmholtz Zentrum München, gemeinsam mit ihrem Team an.

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Forschung news-35885 Tue, 04 Feb 2020 09:33:00 +0100
Heilbronn ist Universitätsstadt https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35890/ Heilbronn ist damit die fünfte baden-württembergische Stadt mit dieser offiziellen Bezeichnung, nach Tübingen, Mannheim, Konstanz und Ulm. Seit Oktober 2018 lehrt und forscht die TUM am Heilbronner Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung mit Programmen an der Schnittstelle von Management und Technologie.

Mit den Fokusthemen Management des digitalen Wandels, Entrepreneurship und Familienunternehmen setzt die TUM School of Management inhaltliche Schwerpunkte. In zwei Masterstudiengängen und einem Bachelorstudiengang erwerben die Studierenden Voraussetzungen für eine berufliche Perspektive in der von mittelständischen Unternehmen geprägten Region Heilbronn-Franken und wirken mit ihrem Know-how dem Fachkräftemangel entgegen.

Mit aktuell rund 130 Studierenden und einer stetig wachsenden Zahl an Professuren ist der Standort Heilbronn der TUM auf Wachstum ausgelegt.

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Campus news-35890 Tue, 04 Feb 2020 08:56:06 +0100
Ban Ki-moon bei der TUM Speakers Series https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35889/ Seine Kindheitserfahrungen während des Krieges in Korea und die anschließende Hilfe der Vereinten Nationen beim Wiederaufbau hätten ihn motiviert, sich politisch zu engagieren, sagte der heute 75 Jahre alte Südkoreaner Ban Ki-moon einmal. Fast 40 Jahre lang arbeitete er im Außenministerium seines Landes, seit 2004 als Minister.

2007 wurde Ban Ki-moon zum achten UN-Generalsekretär gewählt. Mit seiner Vermittlung einigten sich Vereinten Nationen 2015 auf 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals). Auch an der Entstehung des Pariser Klimaschutzabkommens ein Jahr später hatte er bedeutenden Anteil.

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Termin klaus.becker@tum.de news-35889 Tue, 04 Feb 2020 08:43:40 +0100
Weiterbildungsangebot in der Patientensicherheit https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35884/ Durch moderne medizinische Forschung profitieren Patientinnen und Patienten heute von einer hohen Versorgungsqualität. Gleichzeitig werden die Abläufe in Krankenhäusern immer komplexer und schon kleine Fehler des Personals, in der Organisation oder der Technik können für Patientinnen und Patienten weitreichende Folgen haben. Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen haben daher zunehmenden Bedarf an zum Thema Patientensicherheit geschultem Personal.

Eine spezifische Ausbildung zur Patientensicherheit gibt es in Deutschland bisher nicht. Dieses Desiderat füllt nun die TUM mit dem Klinikum rechts der Isar (MRI) gemeinsam mit dem Klinikum Sankt Elisabeth Straubing mit dem weiterbildenden Masterstudiengang „Safety in Healthcare“ und leistet damit echte Pionierarbeit für den europäischen Kontinent. Der Präsident der TUM, Prof. Thomas F. Hofmann, der Ärztliche Direktor des TUM-Universitätsklinikums rechts der Isar, Prof. Markus Schwaiger, und der Dekan der TUM Fakultät für Medizin, Prof. Bernhard Hemmer, treiben die gemeinsamen Planungen für diesen deutschlandweit einmaligen Studiengang voran. An der Konzeption des neuen Studiengangs arbeiten Prof. Pascal Berberat, Studiendekan der TUM Fakultät für Medizin, die Leiterin der Stabstelle für Qualitäts- und Risikomanagement des Klinikums rechts der Isar, Dr. Angelika Werner, und das Klinikum St. Elisabeth gemeinschaftlich. Damit erweitert die TUM ihr Engagement am Wissenschaftsstandort Straubing um die medizinische Lehre zu einem Zukunftsgebiet.

Für Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler ist das geplante gemeinsame Angebot von TUM und Straubinger Klinikum ein „sprechendes Beispiel für die hohe Innovationskraft der Hochschulen, die mit ihren Studiengängen auf aktuelle Herausforderungen reagieren.“ Zugleich zeige die Kooperation, dass sich die beiden Kliniken nachhaltig dafür einsetzen, die Ausbildung von medizinischem Personal immer weiter zu verbessern, um Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgen zu können.

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Campus news-35884 Mon, 03 Feb 2020 15:33:30 +0100
Gipfeltreffen zu Spitzentechnologien https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35883/ Rund 2 Milliarden Euro will die Staatsregierung in den kommenden Jahren in Zukunftstechnologien wie KI, in Infrastruktur und Förderung von Start-ups und Technologie-Unternehmen, in Infrastruktur und die Modernisierung der Hochschulen investieren. Der TUM kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Unter anderem soll aus ihrer Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM) heraus ein bayerisches „KI Mission Institute“ eingerichtet werden, das Forschung und unternehmerische Aktivitäten bündelt. Auf dem TUM Campus Garching der TUM trafen sich heute mehr als 1000 Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Akteure der „Hightech Agenda“ auf einem „Hightech Gipfel” – Spitzenforschung und Lehre waren ebenso vertreten wie Politik, Start-ups und etablierte Unternehmen.

Neben Demonstrationen von KI-Anwendungen standen unter anderem Diskussionsrunden zu Themen wie „Hightech in Stadt und Land“ und „Spitzenforschung an Bayerischen Hochschulen“ auf dem Programm. Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte „Zukunft kann nur mit Wissenschaft gelingen. Wir befinden uns in einem neuen globalen Wettbewerb, in dem es nicht mehr um Wettrüsten, sondern um Technik und Forschung geht.“ TUM-Präsident Thomas F. Hofmann betonte die Bedeutung von Gesellschaftswissenschaften für Technikwissenschaften: „Wir dürfen den Rückhalt der Gesellschaft nicht verlieren. Deshalb müssen wir Sozialwissenschaften frühzeitig in Studienpropramme integrieren. So lernen Studierende, wie man in den Technikwissenschaften ethisch und moralisch handelt, was es bedeutet, Ingenieur oder Ingenieurin europäischer Prägung zu sein.“

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Campus news-35883 Mon, 03 Feb 2020 13:17:00 +0100
IT-Sicherheit im Quantencomputer-Zeitalter https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35881/ Kryptografie kommt in Autos und Industriesteueranlagen heute schon zum Einsatz: Die verschiedenen Komponenten kommunizieren verschlüsselt. So soll verhindert werden, dass zum Beispiel über Wartungsschnittstellen Schadcode übertragen wird. Bei einem Fahrzeug könnten Hacker etwa während der Fahrt sicherheitsrelevante Systeme stören und das Fahrzeug abrupt abbremsen. Durch Hackerangriffe auf Industrieanlagen könnten Informationen über Produktionsprozesse gestohlen oder ganze Fabriken lahmgelegt werden. Da elektronische Systeme in Zukunft noch stärker vernetzt sein werden, wird auch IT-Sicherheit von Soft- und Hardware immer wichtiger.

Durch ständige Fortschritte bei der Entwicklung von sogenannten Quantencomputern ist allerdings abzusehen, dass viele Algorithmen bald keinen Schutz mehr bieten. Während heutige Computer herkömmliche Verfahren wie die Elliptische-Kurven-Kryptografie nicht knacken können, wären Quantencomputer dazu durchaus in der Lage.

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Forschung paul.hellmich@tum.de news-35881 Fri, 31 Jan 2020 10:28:00 +0100
Biologische Vielfalt als Produktionsfaktor https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35872/ Die Kernfrage der Studie lautet: Erhöht mehr Artenvielfalt den ökonomischen Wert bewirtschafteter Ökosysteme? „Es stellte sich heraus, dass die möglichen Beziehungen zwischen ökonomischem Wert und Biodiversität sehr vielfältig sind“, so Professor Thomas Knoke, Leiter der Professur für Waldinventur und nachhaltige Nutzung am Wissenschaftszentrum Weihenstephan.

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-35872 Thu, 30 Jan 2020 08:09:00 +0100
Schutzpatron des Auges https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35879/ Die Brechkraft der menschlichen Augenlinse beruht auf einer hochkonzentrierten Eiweißlösung. Diese Proteine werden in der Embryonalentwicklung angelegt und müssen dann ein Leben lang funktionieren, weil die Linse keine Maschinerie zum Auf- und Abbau von Proteinen besitzt.

Werden die Linsenproteine geschädigt, kommt es zu Grauem Star – einer Eintrübung der Augenlinse – und Alterssichtigkeit. Schutzproteine sorgen deshalb dafür, dass die Proteine des Auges auch bei ungünstigen Umwelteinflüssen ihre Form bewahren.

„Die beiden Schutzproteine αA- und αB-Kristallin machen rund 30 Prozent der Proteine im menschlichen Auge aus“ und sind für die Funktion der Linse enorm wichtig, sagt Christoph Kaiser, Erstautor der Publikation im Fachjournal Nature Structural and Molecular Biology.

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-35879 Wed, 29 Jan 2020 09:09:10 +0100
Genschere gegen unheilbare Muskelkrankheit https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35876/ Damit Muskeln sich regenerieren, ist Dystrophin nötig. Menschen mit einer Duchenne-Muskeldystrophie fehlt dieses essentielle Muskelprotein aufgrund von Mutationen des für die Dystrophinbildung zuständigen Gens. Dadurch bilden sich bei ihnen bereits aufgebaute Muskelzellen mit der Zeit zurück, die Muskulatur wird nach und nach durch Binde- oder Fettgewebe ersetzt und die Muskeln werden im Krankheitsverlauf schwächer. Im Alter von fünf Jahren machen sich meist erste Symptome bemerkbar. Irgendwann haben erkrankte Kinder Schwierigkeiten mit Bewegungen, die sie ursprünglich mühelos ausführen konnten – etwa mit dem Treppensteigen oder dem Aufstehen vom Boden. Mit ungefähr zwölf Jahren verlieren viele die Fähigkeit zu gehen, später die Beweglichkeit der Arme und Hände. Aufgrund von Atem- oder Herzversagen erleben die meisten Betroffenen ihr 40. Lebensjahr nicht. Zumeist erkranken Jungen an der DMD, da die verantwortlichen Mutationen sich im Dystrophin-Gen auf dem X-Chromosom befinden.  

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Forschung news-35876 Tue, 28 Jan 2020 10:03:00 +0100
Eine echte Alternative zum Erdöl https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35874/ Polyamide sind wichtige Kunststoffe, sie finden sich in Skibindungen genauso wie in Autos oder Kleidungsstücken. Kommerziell werden sie bislang meist auf Erdölbasis hergestellt; es gibt nur wenige „grüne“ Alternativen, etwa aus Rizinusöl basierende Polyamide.

Biobasierte Verbindungen sind in der Herstellung oft deutlich teurer und können sich daher auf dem Markt bislang nur dann gegenüber Erdölprodukten durchsetzen, wenn sie besondere Eigenschaften haben.

Ein Team unter Leitung von Volker Sieber, Professor für Chemie biogener Rohstoffe an der TU München, hat nun eine völlig neue Polyamid-Familie entwickelt, die sich aus einem Nebenprodukt der Zelluloseproduktion herstellen lässt.

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-35874 Mon, 27 Jan 2020 10:40:49 +0100
Digitales Düngen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35870/ Bis Dato berechnen Landwirte die Düngemenge für ein Feld aus dem durchschnittlichen Ertrag und der mittleren Bodengüte. In Wirklichkeit jedoch variieren Bodeneigenschaften, Ertragspotenzial und Düngebedarf kleinräumig auch innerhalb eines Feldes. An Stellen, die vom Mittelwert des Feldes abweichen, bekommen die Pflanzen deshalb zu viel oder zu wenig Dünger. Überschüssiger Stickstoff bleibt im Boden zurück, reichert sich über die Jahre an und entweicht irgendwann in die Umwelt, etwa ins Grundwasser.

Professor Kurt-Jürgen Hülsbergen, Inhaber des Lehrstuhls für Ökologischen Landbau und Pflanzenbausysteme ist sich sicher: „Der Düngebedarf von Kulturpflanzen wird zunehmend mit sensorgestützten Systemen und Düngealgorithmen ermittelt.“

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-35870 Wed, 22 Jan 2020 08:08:00 +0100
Muster mit außergewöhnlichen Eigenschaften https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35868/ Unsere genetische Information ist in zwei DNA-Strängen gespeichert, die sich durch einen Selbstorganisationsprozess zur bekannten wendeltreppenartigen Doppelhelix-Struktur zusammenfinden. Wasserstoffbrücken stabilisieren die beiden Stränge dabei und sorgen für die große Stabilität.

Inspiriert von solchen natürlichen „Reißverschlüssen“ suchen Forschende unterschiedlicher Disziplinen und Nationalitäten an der TU München nach neuen Verbindungen, um funktionelle Nanostrukturen zu konstruieren und die Grenzen künstlicher Strukturen zu erweitern.

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-35868 Thu, 16 Jan 2020 09:07:46 +0100
„Leidenschaft ist das Allerwichtigste“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35866/ Link zur Sendung:

https://www.muenchen.tv/mediathek/tag/erich-lejeune/video/brennpunkt-wirtschaft-prof-dr-thomas-hofmann-2/

Die Verfügbarkeit der Inhalte ist in Mediatheken unter Umständen zeitlich begrenzt.

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TUM in den Medien news-35866 Wed, 15 Jan 2020 10:11:00 +0100
Ein Lebenswerk für die Stammzellforschung https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35865/ Wissenschaft lebt von herausragenden Persönlichkeiten. Was hat sie motiviert? Was haben sie erlebt? Welche Gedanken wollen sie weitergeben? Bei „Tech-Histories Alive“ werden diese Fragen von TUM Emeriti of Excellence beantwortet. In diesen Kreis beruft die TUM herausragende emeritierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Prof. Christian Peschel war von 1997 bis zu seiner Emeritierung 2017 Inhaber des Lehrstuhls für Hämatologie und internistische Onkologie an der TUM und Direktor der III. Medizinischen Klinik des Klinikums rechts der Isar. Zuvor war er an den Universitätskliniken in Mainz und Innsbruck tätig und forschte im Laboratory of Immunology der US-amerikanischen National Institutes of Health. Peschel war Mitglied in zahlreichen Fachgesellschaften und Beratungsgremien, unter anderem in der Zentralen Kommission für somatische Gentherapie der Bundesärztekammer.

Mitveranstalter von „Tech-Histories Alive“ ist das Munich Center for Technology in Society der TUM. Es forscht, lehrt und fördert den öffentlichen Dialog zur Wechselwirkung von Wissenschaft, Technik und Gesellschaft.

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Termin klaus.becker@tum.de news-35865 Tue, 14 Jan 2020 10:45:31 +0100
Wissenschaft und Gesellschaft im Wandel https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35863/ Die 2017 gegründete TUM School of Governance erforscht und lehrt die Wechselwirkung von Politik und Technologie, die heute in nahezu allen Politikfeldern eine entscheidende Rolle spielt. Mit dieser außergewöhnlichen Ausrichtung von Forschung und Ausbildung leistet sie einen bedeutenden Beitrag, den gesellschaftlichen Wandel durch die rasante technologische Entwicklung zu verstehen und zu gestalten. Die Fakultät arbeitet korrespondierend zur Hochschule für Politik München (HfP), deren Träger die TUM ist.

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Termin klaus.becker@tum.de news-35863 Fri, 10 Jan 2020 12:22:00 +0100
Wie Fettzellen entstehen, die Kalorien verbrennen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35859/ Unsere Fettzellen, so genannte Adipocyten, spielen eine zentrale Rolle in der Regulation des Energiehaushalts. „Adipocyten sind nicht nur Energiespeicher für knappe Zeiten, sondern geben auch Hormone ins Blut ab, die über das Gehirn und andere Organe den Stoffwechsel und das Gefühl für Hunger und Sättigung regulieren“, so Klingenspor, Lehrstuhlinhaber für Molekulare Ernährungsmedizin am Else Kröner-Fresenius-Zentrum der TUM.

Weiß, Beige oder Braun – die Farben der Fettzellen beeinflussen die Gesundheit

Es gibt unterschiedliche Arten von Fettgewebe im Körper, die sich in ihrer Farbe unterscheiden. Weiße Fettzellen dienen vorrangig als Energiespeicher. Braune und beige Fettzellen können Nahrungsenergie in Wärme umwandeln. Dieser Vorgang wird als zitterfreie Thermogenese bezeichnet und dient kleinen Säugetieren und menschlichen Neugeborenen zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur.

Das Auftreten und die Aktivität der braunen und beigen Fettzellen unterscheidet sich zwischen den Individuen. Für Menschen mit vielen dieser thermogenen Fettzellen gibt es Hinweise auf ein geringeres Risiko für Übergewicht und Stoffwechselkrankheiten. Insbesondere die Bildung von beigen Fettzellen im weißen Fettgewebe könnte sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Bräunungsfähigkeit von weißem Fett ist genetisch bedingt

„Wir wollen verstehen, wie sich thermogene Fettzellen entwickeln, also wie beige Fettzellen in weißem Fettgewebe entstehen“, so Klingenspor. Mit dem „Bräunen“ des weißen Fettgewebes könnte ein Energie-speicherndes Organ zum Teil in ein Energie-abgebendes Organ umgewandelt werden und so die Stoffwechselgesundheit fördern.

Die Entwicklung beiger Fettzellen wird durch ein bisher kaum verstandenes genetisches Programm gesteuert. Welche Gene die Unterschiede in der Zelldifferenzierung, also der Entwicklung von beigen Fettzellen, erklären könnten, fand Klingenspors Gruppe bei einer systematischen Musterung von Fettzellen genetisch unterschiedlicher Mausstämme heraus. Dabei wurden solche Stämme ausgewählt, die sich in ihrer Fähigkeit das weiße Fettgewebe zu bräunen unterscheiden.

Neue Möglichkeiten dank Transkriptom und Netzwerk Analysen

Durch Sequenzierung aller Transkripte in einer Zelle mit der Next Generation Sequencing Technologie kann genomweit die Aktivität aller Gene auf einen Schlag erfasst werden.

In der aktuellen Studie hat das Team der TUM und der EPFL die Transkriptome der Fettzellen aus den verschiedenen Mausstämmen vergleichend analysiert. Die Studie geht über andere Arbeiten in diesem Feld hinaus, weil sie nicht nur einzelne wichtige Faktoren identifiziert, sondern sie in einem systematischen Netzwerk auch zueinander in Verbindung setzt.

Damit konnte das Team erstmals einen systematischen Überblick über das Netzwerk der Zell-intrinsischen, regulatorischen Mechanismen geben, die der Entwicklung beiger Fettzellen zu Grunde liegen.

„Nun haben wir einzigartige Einblicke in die genetische Architektur der Entstehung beiger Fettzellen“, so Klingenspor. „Was wir hier in einer Zellkultur nachweisen konnten, soll in einem nächsten Schritt ‚in vivo‘, also in lebenden Organismen, überprüft werden“, gibt Klingenspor einen Ausblick.

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-35859 Thu, 09 Jan 2020 08:00:00 +0100
Hubble-Konstante: Messung mit Hilfe kosmischer Linsen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35861/ Das Wissen darüber, wie schnell sich das Universum ausdehnt, ist wichtig, um das Alter, die Größe und das Schicksal unseres Kosmos zu bestimmen. Dieses Rätsel zu lösen, ist eine der größten Herausforderungen in der Astrophysik.

Ein internationales Team angeführt von Sherry Suyu, Professorin an der Technischen Universität München (TUM), Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) und Gastwissenschaftlerin am Academia Sinica-Institut für Astronomie und Astrophysik in Taipeh, Taiwan, hat die Hubble-Konstante nun mit hoher Genauigkeit und völlig unabhängig von früheren Methoden bestimmt.

Die aktuelle Messung der Hubble-Konstante, die ein Maß für die Expansionsrate des Universums darstellt, ist die bisher genaueste Bestimmung unter Verwendung von Gravitationslinsen. Ausgenutzt wird bei dieser Methode, dass die Schwerkraft einer Vordergrundgalaxie wie eine riesige Vergrößerungslinse wirkt. Sie verstärkt und verzerrt das Licht von Hintergrundobjekten und bildet das Objekt mehrfach ab.

Für die hier beschriebenen Messungen werden als Hintergrundobjekte Quasare verwendet. Dabei handelt es sich um extrem weit entfernte, aktive Schwarze Löcher, die Materie verschlucken und dabei hell leuchten. Abhängig von der Position des Quasars hinter der Vordergrundgalaxie muss das Licht der verschiedenen Abbilder des Quasars auf dem Weg zum Beobachter unterschiedlich lange Wege zurücklegen. Schwankungen in der Quasar-Helligkeit kommen daher zu unterschiedlichen Zeiten beim Beobachter an.

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-35861 Wed, 08 Jan 2020 19:22:40 +0100
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35855/  

 

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Campus news-35855 Mon, 23 Dec 2019 12:38:00 +0100