Space Elevator mit Student
Der Space Elevator soll eines Tages Astronautenmaterial ins All bringen. (Foto: Julius Heins)
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Studis entwickeln Space Elevator:Mit dem Aufzug ins All

Ein Lift, der 40.000 km hoch ins All fahren kann? Eine Vision, an der auch Studierende der TUM arbeiten. Bald soll Astronautenmaterial von Aufzügen in den Orbit gebracht werden. Nicht mehr von teuren Space Shuttles oder Raketen. Das Studententeam WARR entwickelt solche so genannten Space Elevator, die an langen Seilen in den Himmel steigen.

 

„Der Aufzug soll so gebaut werden, dass er schnell, einfach und zugleich energieeffizient ist.“ erklärt Herbert Weidinger, Projektleiter und Student im  5. Bachelorsemester. Die Motoren stammen aus dem Modellbau. Die Fahrzeuge, die sogenannten Climber, werden selbst entwickelt. Auch die Elektronik stammt von den Studierenden.

Bislang haben sich die Maschinenbauer vor allem auf die Konstruktion des Aufzugs konzentriert. „Wichtig ist aber auch die optimale Energieübertragung. Etwa, wenn im All mit Laser Energie übertragen werden soll.“

Space Elevator kostengünstiger

Bislang ist Lastentransport ins All sehr teuer. 1 Kilogramm kostet etwa 20.000 Euro. Ein Space Elevator wäre deutlich günstiger. Weltweit machen sich Studententeams dazu Gedanken. Sie messen sich in Wettbewerben, vor allem in Japan und USA. Die TUM-Studis haben den Wettkampf heuer zum zweiten Mal nach Garching geholt. Beim Tag der offenen Tür im Oktober fand die Europäische Space Elevator Challenge, die EUSPEC, statt. An einem 50 Meter langen Seil wurden die Climber in die Luft geschickt.

Gesucht: Elektrotechniker

WARR ist die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt. Aktuell sind 20 Studierende im Climberteam. Bislang sind es nur Maschinenbauer. Das Team sucht jetzt auch nach Elektrotechnikern, die mitmachen wollen. Großes Ziel für 2013: „Im Sommer wollen wir am Climber-Wettbewerb in Japan teilnehmen.“ so Weidinger. Und wieder einen europäischen Wettkampf an die TUM holen.

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