Prof. Renate Oberhoffer-Fritz (Dekanin der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TUM, links) und Jörg Ammon (Präsident BLSV).
Prof. Renate Oberhoffer-Fritz (Dekanin der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TUM, links) und Jörg Ammon (Präsident BLSV).
Bild: B. Jaufmann / BLSV / TUM
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Wissenschaftliche Unterstützung für Freizeit-, Breiten- und LeistungssportTUM und BLSV kooperieren

Die Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der Technischen Universität München (TUM) und der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Beide Partner bündeln ihre jeweiligen Kompetenzen im Leistungs- wie im Breiten-, Kinder- und Jugendsport. Dadurch soll der Sport in Bayern auch wissenschaftlich gestützt, gestärkt und zukunftsfähig aufgestellt werden.

Ziel der Kooperation ist, „die Gesundheitsförderung und Prävention durch Bewegung und Sport wissenschaftlich zu erfassen und zu verbessern“, heißt es in der Vereinbarung, die der Präsident des BLSV, Jörg Ammon, und die Dekanin der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TUM, Prof. Renate Oberhoffer-Fritz, unterzeichnet haben.

Themenschwerpunkte der Kooperation sind das Bewegungs- und Ernährungsverhalten von Freizeit-, Leistungs- und Breitensportlern. Auch die Fitness und Gesundheit über die gesamte Lebensspanne, die Feststellung und Förderung einer flächendeckenden motorischen und kognitiven Diagnostik sollen untersucht werden.

Die Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung für Sport und Bewegung von Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Umgebungen, wie zum Beispiel in der Schule, bildet einen weiteren Fokus der Kooperation Dabei liegt der spezielle Fokus auf Sport und Bewegung von Kindern und Jugendlichen in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendbetreuung sowie in der Nachwuchsförderung im Leistungssport.

Im Rahmen der Zusammenarbeit von BLSV und TUM werden Maßnahmen und Projekte konzeptioniert und durchgeführt und mit wissenschaftlicher Methodik evaluiert. Beide Akteure verfolgen in ihren unterschiedlichen Rollen dasselbe Ziel, nämlich den Sport bestmöglich weiter zu entwickeln. Die Kooperation ist zunächst bis Ende 2025 vereinbart.

Sport mit Wissenschaft für die Zukunft aufstellen

„Die TUM bietet dem BLSV die wissenschaftliche Anbindung. Im Gegenzug gewinnen wir beispielsweise einen besseren Zugang zu Sportlerinnen und Sportlern, Sportfachverbänden und Vereinen. So können wir Sportangebote für den Breiten-, Kinder- und Jugendsport und den Nachwuchsleistungssport aufsetzen, untersuchen und bedarfsgerecht gestalten. Dadurch tragen wir konstruktiv zur Weiterentwicklung des Sports in seiner Gesamtheit bei“, erklärt Dekanin Prof. Renate Oberhoffer-Fritz. „Wir sehen vielfältige Möglichkeiten, Ansätze und damit ein großes Potenzial in unserer zukünftigen Zusammenarbeit mit dem BLSV. Dieses wollen wir voll ausschöpfen.“

„Wir wollen die Etablierung der Bewegungs- und Leistungssportförderung in unserer Gesellschaft weiter vorantreiben“, sagt Jörg Ammon. „Mit der Kooperation vernetzen wir Sportpraxis und Sporttheorie. Der BLSV mit seinen rund 4,5 Millionen Mitgliedern, organisiert in 12.000 Sportvereinen und 56 Fachverbänden sowie seinen knapp 91.000 Übungsleitern und 300.000 ehrenamtlich Tätigen bildet ein großes Potenzial für Untersuchungen einerseits sowie andererseits eine großartige Anzahl an Multiplikatoren. Wir sind stolz, dass wir einen so angesehenen Partner wie die TUM gewinnen konnten. Wissenschaft und Praxis ergänzen sich zu beiderseitigem und allgemeinem Nutzen“, freut sich der BLSV-Präsident.

Technische Universität München

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battenberg(at)zv.tum.de

Kontakte zum Artikel:

Prof. Dr. Renate Oberhoffer-Fritz
Dekanin der Fakultät für Sport- und Gesundheits­wissenschaften
Georg-Brauchle-Ring 60/62, 80992 München
Tel.: +49 89 289 24570 - E-Mail: praeventive-paediatrie@tum.de

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