Die EuroTeQ Engineering University ermöglicht ein europaweites Studium an allen Partnerhochschulen.
Bild: EuroTeQ [M]
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EuroTeQ Engineering University bietet europaweite Lehrveranstaltungen anAuf dem Weg zur europäischen Ingenieurausbildung

Klimakrise, nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung – die Herausforderungen und die Chancen für junge Ingenieurinnen und Ingenieure sind gewaltig. Wie können sie sich dafür rüsten? Wie handeln sie am besten entsprechend der Bedürfnisse der Gesellschaft? Und wie werden sie fit für den europäischen Arbeitsmarkt? Antworten auf diese Fragen bietet das EuroTeQ-Kursangebot für Studierende, das gestern veröffentlicht wurde.

Die EuroTeQ Engineering University: Das sind sechs führende europäische technische Hochschulen, die sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam die Ingenieurausbildung der Zukunft zu gestalten. Dänemarks Technische Universität (DTU), die École Polytechnique (L'X), die Technische Universität Eindhoven (TU/e), die Technische Universität Tallinn (TalTech), die Technische Universität in Prag (CTU) und die Technische Universität München (TUM) bündeln ihre Stärken, um die talentiertesten Studierenden ganzheitlich auszubilden.

Ein europäischer Campus

Dabei geht es um die neuesten Technologien, um gesellschaftliche Verantwortung und um echte europäische Mobilität – und das in mehr als einer Hinsicht: Als Teil der EuroTech Universities Alliance ist es das Ziel von EuroTeQ, eine Art interuniversitären Campus ohne festen Ort zu bilden. Hier wird die Forschungsagenda entwickelt und weiterentwickelt. Hier können sich Interessierte aus Unternehmen, Verbänden und Institutionen weiterqualifizieren. Und hier werden Studierende, Auszubildende in techniknahen Berufsfeldern sowie Akteure aus Gesellschaft und Industrie zusammenkommen, um konkrete Lösungsansätze für aktuelle Problemstellungen zu erarbeiten.

Kreislaufwirtschaft, 3D-Druck und Computernetzwerke

Im Zentrum aber steht das breit gefächerte Angebot an gemeinsamen Lehrveranstaltungen mit individuell gestaltbaren Studienplänen und neuen digitalen Formaten, das den Studierenden der Partneruniversitäten offensteht.

Die hier angebotenen Lehrveranstaltungen decken ein Spektrum ab, das so vielfältig ist wie die ingenieurwissenschaftlichen Arbeitsfelder der Zukunft – von Nachhaltigkeit über Entrepreneurship bis hin zu Sprachkompetenzen. So bieten Prof. Dr. Michael Zäh und Dr. Susanne Vernim eine „Introduction to Sustainable Production“, zusammen mit der DTU, dem assoziierten Partner BMW und UnternehmerTUM wagt Prof. Dr. Peter Mayr einen Ausblick auf „Additive Manufacturing of the Future“, Prof. Dr. Magnus Fröhling untersucht unter dem Titel „Loop: Approaches, Theories and Practice of the Circular Economy“ die Möglichkeiten einer Kreislaufwirtschaft, die Ecole Polytechnique bietet mit Thomas Heide Clausen einen Einblick in die Entwicklung „From the Internet to the IoT: Fundamentals of Modern Computer Networking“ und an der TalTech kann man mit Pawan Dutt einen Onlinekurs über die Grundlagen und Anwendungsfälle des Intellectual Property Law besuchen. Insgesamt sind zu Beginn bereits mehr als 50 Kurse und Seminare verfügbar.

Online-Veranstaltung am 7. Juli

Was ist das verbindende Element so unterschiedlicher Angebote und welche Ziele und Werte stehen im Zentrum der EuroTeQ-Initiative? Darüber tauscht sich ein hochkarätiges Panel im Rahmen der Online-Veranstaltung „Educating responsible professionals in Europe“ am 7. Juli aus.

Dass die enge Verzahnung der wissenschaftlichen Ausbildung mit der praktischen Anwendung des Wissens von herausragenden Bedeutung ist, versteht sich. Und so ist es nur folgerichtig, dass das Panel gleichermaßen mit herausragenden Köpfen aus der Wissenschaft wie aus der Wirtschaft besetzt ist.

Zunächst wird TUM-Präsident Thomas F. Hofmann Vision und Mission der EuroTeQ-Initiative vorstellen, ehe Isabelle Reymen, Direktorin des Innovation Space der TU/e, und Klaus Köhler, Senior Vice President Talent, Transformation Management der BMW Group, in ihren Key Notes einen Blick auf die Potenziale von und die Anforderungen an die europäische Ingenieurausbildung werfen werden. An der anschließenden Diskussion nehmen neben ihnen mit Nicolas Termote auch ein Student des Microengineering der École Polytechnique Fédérale de Lausanne sowie mit Sofie Berglykke Aagaard und Kathrine Jerl Jensen die Gründerinnen des dänischen E-Learning- und Analytics-Start-ups Incept Sustainability teil, das sich die Weiterbildung in Sachen Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben hat.

Die Veranstaltung können Sie im Livestream verfolgen. Bitte registrieren Sie sich dafür online.

Technische Universität München

Konstantin Götschel
goetschel(at)zv.tum.de

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