Zwei Studenten und eine Studentin arbeiten an einem Tisch in einer Werkstatt gemeinsam an einem Modell.
Beim EuroTeQ Collider arbeiten Studierende gemeinsam an Konzepten zur Abfallvermeidung und Steigerung der Ressourceneffizienz
Bild: Andreas Heddergott / TUM
  • Nachhaltigkeit, Campus, Studium
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EuroTeQ Collider: Studierende stellen sich Praxis-Challenges von Universität und UnternehmenGemeinsam gegen Ressourcenverschwendung

Zusammen mit Partnern aus Universität, Wirtschaft und Gesellschaft kreative Lösungen finden, um Ressourcen zu schonen und Abfall zu vermeiden – das ist die Herausforderung, der sich Studierende aus ganz Europa im ersten EuroTeQ Collider stellen können. Sie arbeiten in Teams mit Azubis und Fachleuten an konkreten Fragen aus der Praxis. Wer besonders überzeugt, kann das eigene Konzept vor der EU-Kommission präsentieren. Anmeldungen sind noch bis 6. April möglich.

Die EuroTeQ-Initiative sechs führender technischer europäischer Universitäten will eine integrative und interdisziplinäre Ingenieurausbildung gestalten, die die Absolventinnen und Absolventen technischer Studienfächer fit für ihre vielfältigen zukünftigen Herausforderungen macht. Die EuroTeQ Collider spielen dabei eine wichtige Rolle: Als themenbezogene Projektwochen bringen sie Studierende und Doktoranden der Universitäten mit den Auszubildenden und Mitarbeitenden der Partnerunternehmen sowie Akteuren der Zivilgesellschaft zusammen. Gemeinsam arbeiten sie an unterschiedlichen Challenges, dieses Jahr unter dem Motto „Leave no waste behind“ mit den Unterthemen „Cities“, „Energy“ und „Consumption“.

Von smarter Bewässerung bis energetischer Optimierung

Die Professur für Policy Analysis von Prof. Dr. Stefan Wurster am Department of Governance verantwortet diesen ersten EuroTeQ Collider an der TUM. Gemeinsam mit Studierenden, Unternehmen und Non-Profit-Organisationen wurden rund 15 Challenges formuliert, denen sich die Projektgruppen im Seminar zum Collider in den kommenden Monaten widmen. Sie reichen von der Entwicklung eines smarten Bewässerungssystems über Datenanalysen zur energetischen Optimierung von Wertschöpfungsketten bis hin zur grundlegenden Frage, was eigentlich nachhaltig agierende Ingenieurinnen und Ingenieure ausmacht. Alle Projekte werden bei der Kick-off-Veranstaltung zum EuroTeQ Collider an der TUM am 28. März 2022 vorgestellt.

Als Challenge-Geber nehmen zum Beispiel der Lehrstuhl für Wasserbau und Wasserwirtschaft, studentischen Initiativen wie Plant a Seed und ElecTUM sowie Unternehmen wie Siemens und Mathworks am Collider teil. Die Studierenden haben so nicht nur die Möglichkeit, sich drängenden Zukunftsfragen mit ihrer Expertise anzunehmen und dabei Credits zu sammeln, sie erweitern auch gezielt ihre Perspektiven und ihr Profil jenseits der eigenen Disziplin und knüpfen wertvolle Kontakte in Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Aus dem Seminarraum zur Europäischen Kommission

Nachdem sich die Teams für die einzelnen Challenges zusammengefunden haben, erarbeiten sie Lösungsansätze für die konkreten Fragestellungen rund um Abfallvermeidung, Ressourcenschonung oder nachhaltige Optimierung von Produktionsprozessen. Parallel arbeiten die Arbeitsgruppen an den anderen EuroTeQ-Universitäten an ihren Konzepten.

Im Juni werden die Gewinnerteams aller Universitäten gekürt, die Ihre Projekte dann bei einer gemeinsamen Veranstaltung der EuroTeQ-Partner, dem EuroTeQaThon, vorstellen. Und wer hier besonders überzeugt, bekommt die Möglichkeit zum Pitch vor der Europäischen Kommission. So wird aus europäischen Ideen europäische Wirklichkeit.

Das Seminar zum EuroTeQ Collider richtet sich an Bachelor- und Masterstudierende aller Fachrichtungen. Die Anmeldung für das Modul ist noch bis zum 6. April möglich. Alle Informationen zum EuroTeQ Collider und zur Teilnahme finden Sie unter www.hfp.tum.de/policy/projekte-in-forschung-lehre/lehrprojekte/euroteq-collider-2022/.

Technische Universität München

Konstantin Götschel – TUM Center for Study and Teaching
goetschel(at)zv.tum.de

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