Studierende vor dem Haupteingang der TUM
Bild: Astrid Eckert / TUM
  • Künstliche Intelligenz, Präsident
  • Lesezeit: 1 MIN

Zwei DAAD-Projekte zur Förderung von KI-TalentenTUM erfolgreich bei Nachwuchsprogramm für Künstliche Intelligenz

Im globalen Wettbewerb um künftige Spitzenforscher im Bereich Künstliche Intelligenz hat die Technische Universität München zwei große Erfolge erzielen können. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert zwei „Konrad Zuse Schools“ für Künstliche Intelligenz an denen die TUM maßgeblich beteiligt ist. Diese Entscheidung wurde am Mittwoch bekannt gegeben.

Die Programme wenden sich an deutsche und internationale Masterstudierende sowie Doktorandinnen und Doktoranden. Sie erhalten Stipendien oder Anstellungsverträge, um in Deutschland ihre akademische Ausbildung fortzusetzen. Ziel ist es, sie langfristig an den Forschungsstandort Deutschland zu binden oder ihnen hier nach dem Abschluss den Weg in die heimische Spitzenindustrie zu eröffnen.

TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann sagte: „Dies ist ein großartiger Erfolg und eine deutliche Kräftigung unseres Munich Data Science Institute (MDSI). Als zentrale Schnittstelle und Innovationsplattform an der TUM für Fragen und Lösungen aus Datenwissenschaften, Maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz gewinnt das MDSI durch diese Förderentscheidungen weiter an Attraktivität für Nachwuchstalente und internationaler Sichtbarkeit in der Wissenschaft.“

Verlässliche und anwendungsorientierte Künstliche Intelligenz

In der künftigen „Konrad Zuse School of Excellence in Reliable Artificial Intelligence“, bei der die TUM mit Prof. Stephan Günnemann die Sprecherfunktion hat, geht es um die Grundlagen der verlässlichen Künstlichen Intelligenz, ihrer Anwendung in kritischen Anwendungsbereichen, sowie den resultierenden gesellschaftlichen Implikationen. Die Forschung und Lehre erfolgt in enger, partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der LMU und insbesondere Prof. Gitta Kutyniok als Co-Direktorin der School. Zum Netzwerk gehören außerdem internationale KI Center, außeruniversitäre Forschungsorganisationen und über 15 Industriepartner.

Günnemann sagte: „Wir bieten den Nachwuchsforschenden aus aller Welt exzellente Karrierewege an. Sie können sich über das Programm in der akademischen Welt etablieren oder auch das Thema Künstliche Intelligenz in die industrielle Anwendung bringen. Die verlässliche Künstliche Intelligenz spielt hierbei insbesondere für den Innovationsstandort Deutschland eine herausragende Rolle, welcher durch die Kreativität und Expertise der ausgebildeten Talente enorm profitieren wird.“

Auch in der „Konrad Zuse School of Excellence in Learning and Intelligent Systems ELIZA“ ist die TUM über Prof. Daniel Cremers entscheidend beteiligt. Hier geht es aus TUM-Sicht vor allem um die Grundlagen des Maschinellen Lernens und deren den Einsatz in Themenbereichen wie Autonome Systeme, Robotik, Computer-Vision, Erdbeobachtung und Biomedizin.

Cremers sagte: „Wir wollen den talentiertesten Nachwuchs nach Deutschland holen und hier halten. Gerade die Zusammenarbeit von renommierten Expertinnen und Experten der führenden Machine Learning Zentren Deutschlands wird großartige Köpfe ansprechen, denn Talente werden nun mal von Talenten angezogen. Wir bieten in diesem Programm ein akademisches Umfeld an, das auf Augenhöhe mit den Eliteuniversitäten der Welt steht.“

„Konrad Zuse Schools“

Die nach dem Computererfinder Konrad Zuse benannten Schools sollen die KI-Ausbildung auf Master- und Promotionsebene durch hochschulübergreifende, innovative Lehr- und Lernformate und eine enge Anbindung an die Digitalwirtschaft stärken. Die durchgängige Förderung vom Master bis zur Promotion und ein umfangreiches Betreuungskonzept sind laut DAAD besondere Merkmale der Schools.

Insgesamt bewarben sich 18 Projekte für die Förderung. Drei wurden bundesweit ausgewählt, darunter eines unter Führung der TUM und eines mit maßgeblicher Beteiligung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt für die „Konrad Zuse Schools“ in den nächsten Jahren zunächst 24 Millionen Euro bereit.

Technische Universität München

Corporate Communications Center Ulrich Meyer

Weitere Artikel zum Thema auf www.tum.de:

Künstliche Intelligenz für bessere Diagnosen und hilfreiche Roboter

Humboldt-Professuren sind mit bis zu fünf Millionen Euro der höchstdotierte Forschungspreis Deutschlands. Am 12. Mai 2022 erhalten Prof. Angela Schoellig und Prof. Daniel Rückert offiziell diese Auszeichnung verliehen.…

Prof. Thomas F. Hofmann, Präsident der TUM bei der Eröffnung des Fraunhofer-Instituts für Kognitive Systeme

Ausbau der Forschung zu Künstlicher Intelligenz unter TUM-Führung

Die sichere Anwendung Künstlicher Intelligenz ist eine zentrale Frage in Forschung und Anwendung. Das neue Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme, das gestern in München eröffnet wurde, soll erforschen, wie Anwendungen…

Matthias Nießner erstellt mit Face2Face eine Maske seines Gesichts, sodass er an dessen Stelle das Gesicht einer anderen Person setzen kann.

Künstliche Intelligenz enttarnt Fake-Videos

Ob Videos echt oder manipuliert sind, lässt sich heute mit bloßem Auge oft nicht mehr erkennen. Damit man sich trotzdem sicher sein kann, dass eine Politikerin oder ein Politiker wirklich gesagt hat, was ein Video im Netz…

Die Autoren Mathias Wilhelm, Tobias Schmidt und Siegfried Gessulat am Lehrstuhl für Proteomik und Bioanalytik (Prof. Dr. Bernhard Küster).

Künstliche Intelligenz beflügelt Proteomforschung

Mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz ist es Forschenden der Technischen Universität München (TUM) gelungen, die massenhafte Analyse von Eiweißen aus beliebigen Organismen deutlich schneller als bisher und praktisch…

TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann (r.) zeigt Ministerpräsident Markus Söder einen Roboterarm, der Physiotherapeuten entlasten soll. (Bild: A. Heddergott / TUM)

Bayern stärkt Forschung zur Künstlichen Intelligenz an der TUM

Der Bayerische Ministerrat hat heute mehrere Leuchtturmprojekte zur Digitalisierung beschlossen. Die Technische Universität München (TUM) wird ein zentraler Akteur im neuen Bavarian Research in Artificial Intelligence…

Dr. Florian Röhrbein.

Beim Smalltalk versagt die künstliche Intelligenz

Den Begriff künstliche Intelligenz assozieren viele Menschen mit Robotern, die menschliche Verhaltensweisen perfekt imitieren können. Doch diese Technologie ist noch nicht wirklich ausgereift, erklärt Dr. Florian Röhrbein…