TUM – TUM – Menü

Bayerische Akademie der Wissenschaften:

Akademie beruft drei TUM-Wissenschaftlerinnen

Das Bild zeigt von links nach rechts: Die TUM-Professorinnen Barbara Wohlmuth, Liqiu Meng und Claudia Eckert, die neu in die Bayerische Akademie der Wissenschaften gewählt wurden.
Die TUM-Professorinnen Barbara Wohlmuth, Liqiu Meng und Claudia Eckert (vlnr) wurden neu in die Bayerische Akademie der Wissenschaften gewählt. Fotos: Astrid Eckert/Andreas Heddergott / TUM

Menschen

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften hat in ihrer letzten Plenumssitzung weitere fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als neue Mitglieder gewählt. Mit Vizepräsidentin Prof. Liqiu Meng, Inhaberin des Lehrstuhls für Kartographie, Prof. Claudia Eckert, Inhaberin des Lehrstuhls für Sicherheit in der Informatik und Prof. Barbara Wohlmuth, Inhaberin des Lehrstuhls für Numerische Mathematik, befinden sich unter ihnen drei Mitglieder der TUM.

Barbara Wohlmuth ist Inhaberin des Lehrstuhls für Numerische Mathematik an der TU München und arbeitet auf dem Gebiet der numerischen Lösung partieller Differentialgleichungen. Partielle Differentialgleichungen sind das klassische Werkzeug zur Beschreibung grundlegender Naturgesetze, beispielsweise der Strömungen von Flüssigkeiten und Gasen. Die numerische Behandlung unterschiedlicher Rand- und Anfangsbedingungen ist das zentrale Arbeitsgebiet von Barbara Wohlmuth. Zu ihren aktuellen Forschungsprojekten gehören Multiphasenprobleme in der Physik, Optionsbewertung in der Finanzmathematik, Kontaktprobleme elastoplastischer Körper mit Reibung, Akustikkopplung sowie Kapillareffekte in porösen Medien. Dazu kommen mathematische Analysen der verwendeten Verfahren, die für die Kontrolle der Fehler unerlässlich sind.

Liqiu Meng hat den Lehrstuhl für Kartographie an der TU München inne und befasst sich mit der Formalisierung kartographischen Wissens, mit neuen Methoden der Generalisierung von Geodaten für mobile Anwendungen und mit der Entwicklung raumzeitlicher Geodatenstrukturen für die Abfrage in Echtzeit. Auf der Grundlage einer Zeichentheorie und der visuellen Wahrnehmungstheorie hat sie mit ihrem Team eine Reihe von auf den Betrachter ausgerichteten Entwurfsmustern entwickelt und implementiert. Dabei werden das Kartenbild dem Bewegungsmuster und der Geschwindigkeit, der Karteninhalt und die Symbole der Gedächtniskapazität des Betrachters angepasst. Das Team um Frau Meng hat Mustererkennungsverfahren zur Klassifizierung von raumzeitlichen Eigenschaften in großen Beständen mit Geodaten entwickelt, mit denen sich durch die Kombination von Klassifizierung und Indexierungsverfahren die Suchgeschwindigkeit erheblich steigern lässt.

Claudia Eckert ist Professorin für Sicherheit in der Informatik und Informationstechnik an der Fakultät für Informatik der TU München und Direktorin des Fraunhofer Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC). Mit ihren Forschungsarbeiten zur Angriffserkennung, zu sicheren Mehrparteien-Protokollen und zur Erhöhung der Systemsicherheit sowie durch ihre Standardlehrbücher zur Informationssicherheit hat sie das Gebiet der Sicherheit in der Informatik geprägt. Sie entwickelt ferner Konzepte und Methoden zur Erhöhung der Sicherheit von System-Architekturen sowie datenschutzgewährende Verfahren, vor allem für den Einsatz im medizinischen Umfeld. Hier arbeitet sie mit dem Münchner Klinikum rechts der Isar zusammen.