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Großes Verdienstkreuz mit Stern für ehemaligen Direktor des Instituts für Toxikologie und Umwelthygiene

Helmut Greim erhält höchste deutsche Ehrung für Bürger

ie Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks überreichte Prof. Dr. Helmut Greim das Große Verdienstkreuz mit Stern. (Foto: BMUB / Sascha Hilgers)
Die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks überreichte Prof. Dr. Helmut Greim das Große Verdienstkreuz mit Stern. (Foto: BMUB / Sascha Hilgers)

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Prof. Dr. Helmut Greim, ehemaliger Professor für Toxikologie und Direktor des Instituts für Toxikologie und Umwelthygiene an der Technischen Universität München (TUM), wurde mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern ausgezeichnet. Die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks überreichte dem Toxikologen die Ehrung. Greim erhält den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für sein langjähriges wissenschaftliches Engagement auf dem Gebiet der Toxikologie und Umwelttoxikologie.

Der Verdienstorden wird – in verschiedenen Stufen – an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen. Er ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.

Mit der Übergabe des Ordens und der Verleihungsurkunde würdigte Bundesumweltministerin Hendricks Greims Leistungen zum Schutz von Mensch und Umwelt. In ihrer Ansprache hob Hendricks auch sein Engagement für das Allgemeinwohl hervor, das ihm immer eine Herzensangelegenheit gewesen sei, genauso wie eine nicht interessengeleitete Politikberatung. Er habe die Arbeitswelt und dabei insbesondere den Umgang mit toxischen Stoffen sicherer gemacht.

Prof. Dr. Helmut Greim studierte Medizin in Freiburg und Berlin und war Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pharmakologie der FU Berlin. Anschließend wechselte er an die Eberhard Karls Universität Tübingen, wo er sich für Pharmakologie und Toxikologie habilitierte und - nach einem Forschungsaufenthalt an der Mount Sinai School of Medicine in New York - außerplanmäßiger Professor wurde. 1975 wurde er dann Direktor des Instituts für Toxikologie am Helmholtz Zentrum München (ehemals GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit) und 1983 Inhaber des Lehrstuhls für Toxikologie an der TU München. Ab 1987 war er zudem Direktor des Instituts für Toxikologie und Umwelthygiene der TUM.

Von 1992 bis 2007 war er Vorsitzender der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), kurz MAK-Kommission, die unter anderem maximale Konzentrationen für Chemikalien am Arbeitsplatz festlegt. Zudem war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie (1991-1993) und Mitglied der Enquete-Kommission des deutschen Bundestages "Schutz des Menschen und der Umwelt" (1992-1994).


Weitere Informationen:
Die Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland