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TUM und National University of Singapore starten Entrepreneurship-Austauschprogramm

Auslandssemester mit Start-up-Praktikum

Skyline von Singapur
Die Unternehmenskultur in der Wirtschaftsmetropole Singapur erleben - diese Chance bietet das neue Austauschprogramm. (Bild: istockphoto)

Campus

Die Technische Universität München (TUM) und die National University of Singapore (NUS) starten ein außergewöhnliches Austauschprogramm: Studierende besuchen ein Semester lang ein Entrepreneurship-Seminar der Gastuniversität und absolvieren parallel ein Praktikum in einem Start-up. Damit fördern die beiden Universitäten Studierende, die sowohl unternehmerische als auch interkulturelle Kompetenzen erwerben wollen. Über die Entrepreneurship-Aktivitäten der TUM haben sich in diesen Tagen gleich zwei hochrangige singapurische Politiker in München und Garching informiert.

Das neue Austauschprogramm ist offen für die Studierenden der TUM School of Management. Sie bekommen die außergewöhnliche Chance, ein halbes Jahr lang die Unternehmenskultur in einem anderen Kulturkreis zu erkunden, von hervorragenden Wirtschaftswissenschaftlern zu lernen und Kontakte an einem der weltweit bedeutendsten Wirtschaftsstandorte zu knüpfen.

Der Austausch ist Teil des „NUS Overseas College Program (NOC)“, in dem die National University of Singapore (NUS) unter anderem auch mit der Stanford University, dem Stockholmer Royal Institute of Technology und der Tel Aviv University kooperiert. Die NUS und die TUM arbeiten bereits seit 15 Jahren eng zusammen, sowohl in der Forschung als auch beim Studienangebot von TUM Asia, dem Campus der TUM in Singapur, und weiteren Austauschprogrammen.

Singapurs Politiker informieren sich über Industrie 4.0 und Start-up-Landschaft

Im Bereich Entrepreneurship intensiviert die TUM ihre Beziehungen zu Singapur nicht nur mit dem neuen Programm: Heute hat sich Singapurs Industrieminister S Iswaran an der TUM informiert, wie Forschungsergebnisse zu Industrie 4.0 den Weg in die Wirtschaft finden und wie die TUM dabei mit Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammenarbeitet.

Vor zwei Wochen erst hatte Dr. Koh Poh Koon, Staatssekretär in den Ministerien für Nationale Entwicklung sowie für Handel und Industrie, das Entrepreneurship Center von TUM und UnternehmerTUM besichtigt. Dort traf er sich mit Gründerteams und informierte sich über die Rolle der TUM in der Start-up-Landschaft der Region München. Spin-offs von Wissenschaftlern und Studierenden werden im Entrepreneurship Center mit Beratung, Training und Infrastruktur unterstützt. Unter demselben Dach forschen und lehren auch die vier Professuren des Entrepreneurship Research Institute, das auch den neuen Studierendenaustausch koordiniert.

Singapur und München – Metropolen mit lebendiger Gründerszene

Singapur und München gelten als besonders dynamische und innovative Wirtschaftsstandorte, mit der NUS und der TUM als wichtigen Förderern des Unternehmergeistes. In Singapur ist die Gründerszene in den vergangenen zehn Jahren rasant gewachsen. Die Zeitschrift „The Economist“ bezeichnete das Start-up-Viertel der Stadt jüngst als „the world’s most tightly packed entrepreneurial ecosystem“. Auch in der Hightech-Metropole München hat sich neben den großen Weltkonzernen eine lebendige Gründerszene gebildet. Beim Sprung auf die internationalen Märkte werden Start-ups von der Regierung des Stadtstaats Singapur wie auch von der Bayerischen Staatsregierung kräftig unterstützt.

Die NUS und die TUM haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Studierende vermehrt ihr Augenmerk auf eine Unternehmensgründung richten. Seit 1990 wurden rund 800 Start-ups aus der TUM heraus gegründet und damit mehr als 14.000 Arbeitsplätze geschaffen. Das Modell sei beispielhaft für ganz Deutschland, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch des Entrepreneurship Center im vergangenen Jahr.

Mehr Informationen:

  • Weitere Informationen zum neuen Austauschprogramm gibt es in Kürze hier
Staatssekretär Dr. Koh Poh Koon schaut sich an, wie Start-ups im Entrepreneurship Center Prototypen bauen können.
3D-Druck in der Hightech-Werkstatt "MakerSpace": Staatssekretär Dr. Koh Poh Koon (3.v.l.) schaut sich an, wie Start-ups im Entrepreneurship Center Prototypen bauen können. (Bild: Heddergott / TUM)