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Dies Academicus 2000 der TU München

Verleihung der Karl Max von Bauernfeind-Medaillen

Mit der Karl Max von Bauernfeind-Medaille werden Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Technische Universität München (TUM) verdient gemacht haben. (Bild: Uli Benz/TUM)

Forschung

Im Rahmen einer festlichen Vorabendveranstaltung zum dies academicus verlieh die TU München die Karl Max von Bauernfeind-Medaille an Prof. Dr. Peter Gritzmann (45). Der Ordinarius für Kombinatorische Geometrie der TUM erhielt die Auszeichnung "in Würdigung des vorbildhaften Reformwerks der Fakultät für Mathematik, das er als Dekan mit originellen Ideen ausgestattet, mit wesentlichen Inhalten versehen und zur konsequenten Umsetzung gebracht und damit die Reformansätze der Technischen Universität München hilfreich flankiert und gleichzeitig die Fakultät für Mathematik entschlossen, ausgleichend und integrativ vorangebracht hat".

Prof. Gritzmann studierte in seiner Heimatstadt Dortmund Mathematik mit Nebenfach Wirtschaftswissenschaften, wechselte 1978 an die Universität Siegen, wo er promovierte und sich habilitierte. 1997 nahm er den Ruf an die TU München an. Von 1998 bis 2000 war er Dekan der Fakultät für Mathematik.

Die Fakultät nimmt durch die konsequente Umsetzung eines modernen Strukturplans eine Vorbildrolle ein. Vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft wurde die Fakultät 1999 als eine von fünf deutschen Reformfakultäten mit einem Preisgeld von DM 500.000 ausgezeichnet. Evaluierung von Forschung und Lehre, Projekte auf Gebieten wie leistungsbezogene Vergabe von Ressourcen, Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Lehrerfortbildung wurden in Angriff genommen. Als vorbildhaft gilt die gezielte Suche nach begabtem Nachwuchs. So bietet die Fakultät u.a. zweimal jährlich das TU München Mathematik-Stipendium (TUMMS) an: ein 5-tägiges Seminar mit einem anspruchsvollen, aber auch unterhaltsamen Programm für ausgewählte Schülerinnen und Schüler der bayerischen Gymnasien.

Mit den drei Diplomstudiengängen Mathematik, Technomathematik und Finanz- und Wirtschaftsmathematik bietet die TU München ein modernes Profil. Bachelor- und Master-Studiengänge in Mathematik werden seit dem Wintersemester 1998/99 angeboten. Die zeitgemäße Ausrichtung der Studiengänge macht die TUM-Mathematik höchst erfolgreich. Entgegen dem Bundestrend steigt die Zahl der Erstsemester: Zum Wintersemester 2000/2001 haben sich 220 Abiturienten eingeschrieben, davon allein 120 für den Boom-Studiengang Finanz- und Wirtschaftsmathematik.

 

Mit der Verleihung der Karl Max von Bauernfeind-Medaille ehrt die Technische Universität München Dr. Jochen Holzer (66), Mitglied des Aufsichtsrates der E.ON AG, "in Würdigung seiner Verdienste um die Technische Universität als Vorsitzender des Hochschulrates, dem er mit Weitsicht, Geschick, Tatkraft und Zielstrebigkeit seine unverwechselbare Handschrift gegeben hat".

Nach dem Abitur absolvierte Dr. Jochen Holzer zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann und schloss ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an. Von 1961 bis 1971 leitete er als Regierungsdirektor im Bundeswirtschaftsministerium das Referat Energiepolitik, Luft- und Raumfahrt. Anschließend kam er zur Bayernwerk AG, wo er von 1990 bis 1993 den Vorstandsvorsitz, 1993 bis 1996 den Aufsichtsratsvorsitz und daneben bis 1998 den Vorsitz des Aufsichtsrates der VIAG AG innehatte. Darüber hinaus war Holzer in einer Reihe weiterer Aufsichtsräte tätig, darunter Allianz Lebensversicherungs AG, Bayerische Hypotheken- und Wechselbank AG, Ruhrkohle AG und Philipp Holzmann AG.

Seit der Konstituierung im Dezember 1998 ist Dr. Jochen Holzer Vorsitzender des Hochschulrates der TU München. Wesentliche Entwicklungsschritte der Hochschule kamen mit der Unterstützung Dr. Holzers genau zur rechten Zeit voran. Als herausragende Beispiele sind der Aufbau der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, die Stabilisierung der Informatik und der Erneuerungsprozess des TUM-Standortes Freising-Weihenstephan genannt. Dr. Holzer ist wesentlicher Motor der Fundraising-Kampagne der TU München.

Der bayerischen Hochschulszene hat Dr. Holzer in einer Zeit der Verknappung der öffentlichen Mittel bereits vor seinem Engagement im Hochschulrat der TUM unschätzbare Dienste erwiesen. Der TU München ist er in besonderer Weise verbunden. So hat er maßgeblichen Anteil daran, dass die Finanzierung des Neubaues der Fakultät für Maschinenwesen und des FRM-II in Garching gesichert werden konnte.

1997 verlieh ihm die TU München die Würde eines Ehrensenators.