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Dies Academicus 2003 der TU München

Verleihung der Karl Max von Bauernfeind-Medaillen

Mit der Karl Max von Bauernfeind-Medaille werden Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Technische Universität München (TUM) verdient gemacht haben. (Bild: Uli Benz/TUM)

Forschung

Aus Anlass ihrer Akademischen Jahresfeier am 4. Dezember 2003 würdigt die Technische Universität München Persönlichkeiten, die sich durch besonderes Engagement um die Hochschule verdient gemacht haben. Im Rahmen einer festlichen Abendveranstaltung verlieh TU-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann am 1. Dezember die Karl Max von Bauernfeind-Medaille der TU München an die Unternehmer Dr.-Ing. Mark Wössner und Prof. Dr. jur. Konrad Weckerle und den Hochschul-Mitarbeiter Wolfgang Hansal. Die Medaille ist benannt nach Karl Max von Bauernfeind (1818 bis 1894), dem ersten Direktor der "Polytechnischen Schule" in München, einer Vorläuferin der heutigen TU München.

"In Würdigung seiner außerordentlichen Verdienste um die Technische Universität München, insbesondere für seine innovative und praxisbezogene, von den Studierenden mit Spitzenprädikaten bedachte Lehre an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, sein Engagement im Kuratorium sowie die Unterstützung der Fundraising-Kampagne der TUM", wird Dr.-Ing. Mark Wössner die Karl Max von Bauernfeind-Medaille verliehen.

Mark Wössner (65), der unter anderem im Jahr 1993 in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG zum Manager des Jahres gewählt wurde, verbindet in seiner Person die Fähigkeit zu führen und zu motivieren mit großem sozialem Engagement. Diese Eigenschaften kamen nicht nur in seiner Unternehmens- und Mitarbeiterführung, sondern auch in seinem privaten Handeln für die Jugendförderung zum Ausdruck. Unter anderen Auszeichnungen wurde ihm das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Spürbare Impulse für die TU München gehen von seinem Mitwirken im Kuratorium und der Fundraising-Kampagne der Hochschule aus. Mark Wössner pflegt den Kontakt mit den Universitäten, um die Erfahrungen aus seiner Managementlaufbahn an den unternehmerischen Nachwuchs und die künftigen Führungskräfte weiterzugeben. Er wirkte mehrere Jahre als Dozent an der Hochschule St. Gallen und an der ersten deutschen privaten Universität zu Witten-Herdecke, deren Aufbau er als Vorsitzender des Direktoriums nachhaltig unterstützt hat. Seit dem Sommersemester 2003 ist er Lehrbeauftragter an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der TU München. Im Rahmen des Hauptstudiums des Technologie- und Managementorientierten Betriebswirtschaftslehre hält er die Vorlesung "Medienwirtschaft", in der er den Studierenden nicht nur Fach- und Managementwissen der Medienbranche näher bringt, sondern sie auch für gute Unternehmensführung und Unternehmertum fit macht.

Prof. Dr. jur. Konrad Weckerle erhält die Karl Max von Bauernfeind-Medaille "in Würdigung seiner außerordentlichen Verdienste um die Technische Universität München, insbesondere für seinen Einsatz für die Studierenden der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, sein unermüdliches Engagement im Karl Max von Bauernfeind-Verein und beim Bund der Freunde der TUM sowie für seine Beratung in unternehmerischen Fragen".

Professor Weckerle (62), der weit über die Landesgrenzen bekannte Steuermann der Rhein-Main-Donau AG, steht der TU München als Hochschullehrer besonders nahe. Er versteht es seit Jahren, die Belange des "Europäischen Wirtschaftsrechts" den Studenten des betriebswirtschaftlichen Aufbaustudiums MBA und seit kurzem auch den TUM-BWL-Studenten verständlich zu machen. Seine Vorlesungen sind hochgeschätzt, weil sie über das Fachwissen hinaus Bezüge zu aktuellen Themen und politischen Entscheidungen herstellen. Weckerle schlägt damit Brücken zwischen Rechtsfragen, Entwicklungen in der Wirtschaftspolitik, der Energiewirtschaft auf europäischer Ebene und alltäglichen Entscheidungen. Seine Vorlesung schärft als entscheidender Baustein das Profil der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der TUM. Für die Studenten sei es zudem ein Erlebnis, mit Konrad Weckerle einen Vertreter der obersten Führungsebene hautnah zu erleben, der all seinen Charme und Witz in seine Vorlesung einbringe, heißt es in der Würdigung weiter.

 

Seine unternehmerische Erfahrung bringt Konrad Weckerle für die TUM als Aufsichtsratsvorsitzender der TUM-Tech GmbH, dem aufstrebenden Universitäts-unternehmen, als Vorstandsmitglied im größten Ehemaligenverein der TUM, dem Bund der Freunde und als engagiertes Gründungsmitglied des 1998 aus der Taufe gehobenen Karl Max von Bauernfeind-Vereins zur Förderung der TUM ein. Sein außerordentliches soziales Engagement wurde mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen gewürdigt.

"In Würdigung seiner Verdienste um die Technische Universität München, insbesondere in Angelegenheiten des Gleichstellungsauftrags, der Integration schwerbehinderter Mitarbeiter und dem stetigen Einsatz für ein gutes Betriebsklima," erhielt Wolfgang Hansal die Karl Max von Bauernfeind-Medaille.

Wolfgang Hansal (50) wird der "gute Betriebsgeist" der gesamten Verwaltung genannt, der durch überobligatorischen Einsatz in den zwischenmenschlichen Beziehungen für eine gute und arbeitsförderliche Atmosphäre sorgt. Er hat sich bereits vor seiner Bestellung zum Schwerbehinderten-Beauftragten im Mai dieses Jahres in fürsorglicher Weise um schwerbehinderte Kolleginnen und Kollegen gekümmert. Zuvor hatte er drei Jahre lang das Amt des Gleichstellungsbeauftragten der TU München ausgeübt. Wolfgang Hansal hat als Postjungbote an der TU München begonnen und ist heute Leiter der Poststelle der Hochschule.