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Dies Academicus 2005 der TU München

Verleihung der Karl Max von Bauernfeind-Medaille

Mit der Karl Max von Bauernfeind-Medaille werden Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Technische Universität München (TUM) verdient gemacht haben. (Bild: Uli Benz/TUM)

Forschung

Auf ihrer akademischen Jahresfeier am 1. Dezember 2005 ehrt die Technische Universität München verdiente Mitarbeiter, die sich durch besonderes Engagement um die Hochschule verdient gemacht haben, mit der Karl Max von Bauernfeind-Medaille.

Die Medaille ist benannt nach dem ersten Direktor der Polytechnischen Schule in München, einer Vorläuferin der heutigen TU München.

„In Würdigung ihrer Verdienste um die Zusammenarbeit zwischen der Medizin, dem Ingenieurwesen und den Wirtschaftswissenschaften, insbesondere für die konsequente Entwicklung einer technischen Invention zur medizinischen Innovation in einem Musterbeispiel interdisziplinärer Zusammenarbeit beim Projekt EndoRivet“ erhalten Philipp Ahrens (31), Florian Forster (25) und Ulrich Hausmann (27) die Karl Max von Bauernfeind-Medaille. Das Team gewann mit seiner Geschäftsidee „EndoRivet“ den ersten Platz der letzten Stufe des Münchner Business Plan Wettbewerb 2005. Ziel der Idee ist der effiziente Wundverschluss mit den Vorzügen der minimalinvasiven Chirurgie. Mit ihrer Entwicklung erweitern Ahrens, Medizinstudent, Forster, TUM-BWL-Student, und Hausmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mikrotechnik und Medizingerätetechnik der TUM in Garching, den Anwendungshorizont der Endoskopie.

Doris Hartmann (51), Verwaltungsangestellte im Prüfungsamt der TUM in Garching, erhält die Karl Max von Bauernfeind-Medaille „in Würdigung ihrer besonderen Verdienste um die Technische Universität München, insbesondere für die kompetente und verantwortungsbewusste Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben im Prüfungsamt Garching, denen sie trotz schwerster Gehbehinderung gewissenhaft und zuverlässig nachkommt“. Zum Aufgabenfeld von Doris Hartmann zählt die Abwicklung des umfangreichen Parteienverkehrs. Den Studierenden händigt sie die von ihr erstellten Zeugnisse, Diplome oder vorläufigen Notenbescheinigungen aus. Außerdem ist sie Ansprechpartnerin für alle Angelegenheiten der Prüfungsverwaltung. Pünktlich zu sein ist für Doris Hartmann trotz einer schweren Gehbehinderung eine Selbstverständlichkeit. Dies beweist sie täglich auf ihrer gut eineinhalbstündigen Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von ihrem Wohnort im Münchner Süden zu ihrer Dienststelle in Garching. 

Dr. Christian Herzog (51), Leiter des Studiensekretariats der Fakultät für Informatik der TUM, erhält die Karl Max von Bauernfeind-Medaille „in Würdigung seiner besonderen akademischen und administrativen Verdienste um die Technische Universität München, insbesondere seines kreativen und konsequenten Einsatzes bei der Planung, Durchführung und Evaluierung des Eignungsfeststellungsverfahrens in der Fakultät für Informatik“. Mit großem persönlichen Engagement leistete Herzog hier Pionierarbeit und implementierte ein effizientes, zweistufiges Verfahren mit Vorauswahl und Auswahl-Beratungsgespräch, das zu einer drastischen Reduktion der Abbrecherquoten führte. Seit 1999 baute Christian Herzog konsequent das Studiensekretariat der Fakultät für Informatik auf. Er wirkte maßgeblich an Test und Auswahl eines integrierten Prüfungsverwaltungssystems mit, ebenso an der Pilotierung der Implementierung des Bachelor-Studiengangs in das Prüfungsverwaltungssystem. Außerdem war er maßgeblich an Überarbeitung und Neueinführung vieler Fachprüfungsordnungen beteiligt.

Die Münchner Moriskentanzgruppe der TU München erhält die Karl Max von Bauernfeind-Medaille „in Würdigung ihrer unermüdlichen Botschaftertätigkeit im In- und Ausland, mit der sie seit 30 Jahren eine andere – die musikalisch-tänzerische – Seite der Technischen Universität zeigt und damit viel Sympathie für die Hochschule gewonnen hat“. Die Tanzgruppe feiert im kommenden Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Unter der Leitung von Dr. Gertrude Krombholz, Leitende Akademische Direktorin i.R. und ehemalige Leiterin der Abteilung Sportlehrerausbildung am Sportzentrum der TUM, rekonstruierten Studierende des Fachgebiets Gymnastik, Tanz, Musik und Bewegung im Jahre 1976 anhand überlieferter Quellen und Literatur den mittelalterlichen Moriskentanz. Die Moriska war ursprünglich ein maurischer Tanz, der sich im 15. Jahrhundert von Nordafrika über Südwesteuropa auch bis nach Deutschland verbreitete. Bis heute haben die Morisken der TUM ihre Tanzkunst bei über 300 Auftritten im In- und Ausland präsentiert. Die Tänzer, überwiegend derzeitige und ehemalige Studierende, treten in historischen Kostümen auf, die der Kleidung von zeitgenössischen, geschnitzten Figuren von Erasmus Grasser nachempfunden sind.

Oskar Sedlmair (59), Mitarbeiter im Wachdienst der TU München, erhält die Karl Max von Bauernfeind-Medaille „in Würdigung seiner beständigen Einsatzbereitschaft im Pförtnerdienst an der Arcisstraße, wo er tagtäglich vielen Besuchern mit Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Menschenkenntnis begegnet und so ein verlässlicher Botschafter der Hochschule an exponierter Stelle ist“. Sedlmair, der seit Januar 2003 an der Hauptpforte am Stammgelände der TU München arbeitet, zeichnet sich durch außerordentliche Flexibilität ebenso aus wie durch uneingeschränkte Loyalität. Von Anfang an war sich Sedlmair der besonderen Bedeutung des Dienstes in der TUM-Hauptpforte bewusst und entwickelte ein sicheres Gespür im Umgang mit den verschiedensten Besuchern des Hauses. Im Kreis der Kollegen genießt Sedlmair ebenso großes Ansehen wie im gesamten Haus. Er ist stets bereit, auch kurzfristig für erkrankte Kollegen einzuspringen oder den ein oder anderen Sonderdienst zu übernehmen.