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Jahresfeier: Präsident dankt Stiftern und zeichnet verdiente Persönlichkeiten aus

Signal für Stärke der Universitätsgemeinschaft

Campus

Auf der Akademischen Jahresfeier 2010 der Technischen Universität München, dem Dies Academicus, hat TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann heute die Gründung der TUM Universitätsstiftung bekannt gegeben. Mehr als 60 Unternehmen und Privatpersonen, darunter zahlreiche Alumni, beteiligen sich als Gründungsstifter. „Dies ist ein leuchtendes Signal der korporativen Stärke unserer Hochschulgemeinschaft“, sagte Herrmann. Anlässlich des Dies Academicus wurden verdiente Förderer, Forscherpersönlichkeiten, Nachwuchswissenschaftler und Mitarbeiter ausgezeichnet.

Präsident Herrmann dankte den Gründungsstiftern, von denen viele zur akademischen Jahresfeier in das Audimax der TUM gekommen waren: „Ihre großzügige finanzielle Unterstützung ist ein Vorbild für bürgergesellschaftliches Engagement.“ Die Stiftung wird die TUM unterstützen, im internationalen Wettbewerb der besten Hochschulen erfolgreich zu sein. Unter den Stiftern sind zahlreiche Alumni, die ihrer Universität über viele Jahre und Jahrzehnte verbunden geblieben sind. Nachdem ihnen eine gute Ausbildung an der TUM einen erfolgreichen Berufsweg ermöglichte, tragen Sie nun zur Ausbildungsqualität der nachfolgenden Generationen bei. „An der TUM pflegen wir eine akademische Gemeinschaft, die weit über das Fachstudium hinausreicht“, betonte Herrmann. „Das zeigt sich heute wieder am Dies Academicus.“ Herrmann ermutigte die Gäste, sich an der TUM Universitätsstiftung zu beteiligen: „Der Wohlstand unserer Kinder und Enkelkinder hängt davon ab, ob wir heute in Wissenschaft und Bildung investieren.“

Der Präsident hob in seiner Jahresbilanz das starke Engagement des Freistaats Bayern hervor und betonte dabei die „Hochschulmilliarde“ zur Bewältigung der steigenden Studierendenzahlen sowie des bevorstehenden doppelten Abiturjahrgangs 2011, aber auch die enormen Neubau- und Sanierungsinvestitionen. Allein in die TUM wurden im Jahre 2010 ein Bauvolumen von weit über 200 Millionen Euro investiert.

Herrmann zeigte auf, dass die TUM bei den Neuimmatrikulationen seit fünf Jahren um 43 Prozent gewachsen ist (7.747 Neueinschreibungen zum Wintersemester 2010/11) und derzeit ein Allzeithoch von insgesamt 26.500 Studierenden verzeichnet. Für das Jahr 2016 wird ein Stand von ca. 31.500 Studierenden erwartet.

Trotz ihres Anteils an der „Hochschulmilliarde“ sei auch die TUM unterfinanziert. Das laufende Defizit wachse in wenigen Jahren von heute 125 auf rund 200 Millionen Euro an, wenn das Staatsbudget lediglich konstant bleibe. Herrmann forderte zum Defizitausgleich, „dass der Haushaltsgesetzgeber leistungsbezogene Budgeterhöhungen vornimmt, sich also an universitätstypischen Leistungsparametern orientiert, wie zum Beispiel Internationalisierung, Drittmittelaufkommen, erfolgreiche Studienabschlüssen und wissenschaftlichen Performance-Daten. Später soll man die Berufserfolge der Alumni hinzunehmen. Auch dürfe es nicht egal sein, „ob sich eine Universität strukturell erneuert oder jahrzehntelang auf dem Status quo beharrt“, so Herrmann. Damit könne man kleineren wie großen Hochschulen gerecht werden.

Anlässlich des Dies Academicus wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen:

Zu Ehrensenatoren der TU München ernannte Präsident Herrmann: 

Prof. Dr.-Ing. Werner Josef Bauer, Generaldirektor Innovation, Technologie, Forschung und Entwicklung der Nestlé S.A., für seine längjährige Förderung der Lebensmittelforschung im TUM-Wissenschaftszentrum Weihenstephan sowie seiner Initiative zugunsten der TUM Universitätsstiftung 

Dr.-Ing. Dr. h.c. Leonhard Obermeyer, Gründer der Unternehmensgruppe Obermeyer, in Würdigung seiner herausragenden Lebensleistung als Unternehmer, seiner Leistungen im Dienste der Technischen Universität München sowie seines Engagements als maßgeblicher Gründungsstifter der TUM Universitätsstiftung 

Dr. Wilhelm Winterstein, früherer Sprecher der Geschäftsleitung und Vorsitzender des Gesellschafterausschusses des Privatbankhauses Merck Finck & Co, für seine außergewöhnlichen Impulse im Leben der Kunst- und Wissenschaftsmetropole München sowie sein initiatives Engagement für die TUM Universitätsstiftung

Die Heinz-Meier-Leibnitz-Medaille, benannt nach dem Nestor der deutschen Neutronenphysik und einem der bedeutendsten Wissenschaftler der TU München, erhielt Prof. Dr.-Ing. Reimar Lenz für seine außergewöhnlichen wissenschaftlichen und technologischen Leistungen auf dem Gebiet der digitalen Bild- und Filmbearbeitung, insbesondere für die Entwicklung des Filmscanners „Arriscan“ auf Basis der CMOS-Halbleitertechnik.

Mit der Karl Max von Bauernfeind Medaille werden Mitarbeiter der Technischen Universität München ausgezeichnet, die sich durch ein herausragendes Engagement um die Hochschule verdient gemacht haben. Sie ist benannt nach dem ersten Rektor der heutigen TU München. In diesem Jahr wurde die Medaille verliehen an: 

Kerstin Dübner-Gee für ihre Verdienste um den Aufbau des Munich Dual Career Office, das zu einem viel beachteten neuen Markenzeichen der Technischen Universität München wurde 

Ingrid Kapps für ihr freiwilliges, überobligatorisches Engagement bei der Gestaltung der Dauerausstellung zur geschichtlichen Entwicklung des Lehr- und Forschungsstandorts Weihenstephan 

Andrea Kick für ihre großen Verdienste um den Aufbau des umfassenden Beratungsangebots der Technischen Universität München für Schüler und Studierende 

Prof. Jürgen Richter-Gebert für sein originelles Konzept und die Ausgestaltung der Mathematik-Ausstellung "ix-Quadrat", die in vielen Schülern und Erwachsenen spontane Begeisterung für die Mathematik weckt

Die Johannes B. Ortner-Stiftung verleiht mit 1.000 Euro dotierte Förderpreise für herausragende Nachwuchswissenschaftler der TUM. In diesem Jahr wurden ausgezeichnet: 

Dipl.-Ing. Melanie Hammer und Dipl.-Ing. Waschma Sahin, Fakultät für Architektur, für ihre Diplomarbeit „Produktive Landschaften – AlgenKulturzentrum in den alten Salzgärten von Cardiz“ 

Dr.-Ing. Kilian Langenbach, Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen, für seine Doktorarbeit „Slow sand filtration of secondary effluent for wastewater reuse: Evaluation of performance and modeling of bacteria removal” 

Dr. med. Christoph Michalski, Fakultät für Medizin, für seine Habilitationsarbeit „Entzündung und Pankreaskarzinogenese“ 

Dr. Irmgard Riedmaier, Wissenschaftszentrum Weihenstephan, für ihre Doktorarbeit „Development of mRNA patterns for screening of anabolic steroids in bovine and primate tissues” 

Dr. Barbara Roder, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, für ihre Doktorarbeit „Reporting im Social Entrepreneurship” 

Dr. Mingdong Zhou, Fakultät für Chemie, für ihre Doktorarbeit „Rhenium and Molybdenum Lewis base and Schiff base adducts”

Die Landeshauptstadt München würdigt herausragende Abschlussarbeiten, die sich mit der Stadt München und ihrer kulturellen, strukturellen oder wirtschaftlichen Entwicklung beschäftigen. Den Hochschulpreis 2010 überreichte Bürgermeister Hep Monatzeder an Friederike Meyer-Roscher, Fakultät für Architektur, für ihre Bachelorarbeit „Wasteland - von der Schotterebene zur Müllberglandschaft“ über die räumlichen Auswirkungen der Müllproduktion am Beispiel der Müllberglandschaft im Münchner Norden.