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Dies Academicus 2002 der TU München

Verleihung der Heinz Maier-Leibnitz-Medaille

Die Heinz Maier-Leibnitz-Medaille erhalten Persönlichkeiten, die sich um Forschung und Lehre an der Universität verdient gemacht haben. (Bild: Uli Benz/TUM)

Forschung

Mit der Heinz Maier-Leibnitz-Medaille der Technischen Universität München wird in diesem Jahr Prof. Dr.-Ing. Joachim Heinzl ausgezeichnet. Im Rahmen einer festlichen Abendveranstaltung anläßlich der akademischen Jahresfeier der Hochschule überreichte TU-Präsident Wolfgang A. Herrmann gestern die Medaille. Der Preis ist benannt nach Prof. Heinz Maier-Leibnitz (1911 bis 2000), einem der bedeutendsten Wissenschaftler der TU München, der Herausragendes im Bereich der Neutronenphysik geleistet hat.

Prof. Joachim Heinzl wird für seine "richtungsweisenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Mikrotechnik, insbesondere der Vervollkommnung der Luftlagertechnik, der Entwicklung von Verfahren zum Drop-on-Demand-Tintendruck und zum Rapid Prototyping, sowie für seine außerordentlichen Verdienste um die Fortentwicklung der Universität" geehrt.

Der Preisträger ist ein treffliches Beispiel einer Lehrer- und Forscherpersönlichkeit, die über die Arbeit am wissenschaftlichen Gegenstand in die berufliche Praxis und in die Wirtschaft hinein wirkt. Zugleich hat Professor Heinzl immer auch Brücken zwischen Wissenschaft und Gesellschaft geschlagen. Er hatte maßgebliche universitäre Ämter inne: Er war Prodekan und Dekan der Fakultät für Maschinenwesen und von 1995 bis 2002 Vizepräsident der TU München. Als Mitglied der Hochschulleitung setzte er sich für eine Vielzahl von Reformprojekten ein. Als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Technischer Universitäten und Hochschulen (ARGE TU/TH) und als Stellvertretender Vorsitzender des AVI und ASII, den Akkreditierungsagenturen für Ingenieurwissenschaften und Informatik, hat Prof. Heinzl einen wesentlichen Teil zur weiteren Professionalisierung und Internationalisierung der Studienbedingungen an den Technischen Hochschulen beigetragen.

Schließlich sorgt er seit 1998 als Sprecher des Beirats des Münchner Businessplan-Wettbewerbs (MBPW) dafür, dass gute Ideen auch in technische Innovationen umgesetzt werden. Dies haben Mitarbeiter seines Lehrstuhls selbst vorgemacht: So war Prof. Heinzl an der Gründung von Start-up-Unternehmen beteiligt, z.B. der AeroLas GmbH, die heute über 20 Mitarbeiter zählt. Nicht zuletzt hat er als Sprecher des Forschungsverbundes "Mikrosystemtechnik" erfolgreich Mitarbeiter zur einer weiteren Ausgründung ermutigt, der Generis GmbH.

Dies zeugt nicht nur von der Vielseitigkeit des Forschers Heinzl, sondern auch von einem Verantwortungsbewusstsein, das sich stets der größeren gesellschaftlich relevanten Zusammenhänge bewusst ist. Dass er sich dabei insbesondere um die Förderung junger Wissenschaftler und innovativer Gründer bemüht habe, spreche für sich, lobte TU-Präsident Wolfgang A. Herrmann bei der Verleihung der Heinz Maier-Leibnitz-Medaille. "Sie sind wahrlich ein Brückenbauer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Dafür möchte ich Ihnen im Namen dieser Universität herzlich danken".