TUM – TUM – Menü

Clariant und TUM rufen Dr. Karl Wamsler Innovation Award für Katalyse-Forschung ins Leben

Preis im Gedenken an einen Chemiker und Mäzen

Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TUM (links), mit Clariant-CEO Dr. Hariolf  Kottmann und Susanne Wamsler.
Prof. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TUM (l.), mit Clariant-CEO Dr. Hariolf Kottmann und Susanne Wamsler bei der Vertragsunterzeichung für die neue Auszeichnung. (Bild: Benz / TUM)

Campus

Das Spezialchemieunternehmen Clariant und die Technische Universität München (TUM) haben gestern einen Vertrag zur gemeinsamen Auslobung eines Innovationspreises unterschrieben. Mit dem „Dr. Karl Wamsler Innovation Award“ sollen hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Katalyse, einschließlich der Biokatalyse sowie der weißen Biotechnologie gefördert werden. Clariant verpflichtet sich, die Auszeichnung in den nächsten zehn Jahren mit jährlich 100.000 Euro zu unterstützen.

Die Auslobung des Preises entstand auf Initiative von Clariant im Gedenken an Dr. Karl Wamsler, der am 18. Juni 2016 verstarb.

Einmal im Jahr wird Clariant zukünftig gemeinsam mit der Fakultät für Chemie der TUM die Auszeichnung „Dr. Karl Wamsler Innovation Award“ im Rahmen des „TUM Awards Dinner“ verleihen. Die Preisträger werden durch eine Fachjury identifiziert, der der Präsident der TUM, der Dekan der Fakultät Chemie sowie zwei Vertreter von Clariant angehören. Die erste Ausschreibung findet im April 2017 (siehe unter diesem Artikel), die Preisverleihung 4. Dezember 2017 zum Auftakt des 150. Gründungsjubiläums der TUM statt.

Eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der bayerischen Wirtschaft

„Dr. Karl Wamsler, war einer der bedeutenden Gestalter der deutschen Nachkriegschemie. Er war zudem eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der bayerischen Wirtschaft. In Gedenken an seine Verdienste haben wir diesen Preis für Innovationen ins Leben gerufen.“, sagte Dr. Hariolf Kottmann, CEO von Clariant. Kottmann weiter: „Katalysatoren spielen bei chemischen Prozessen in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit eine bedeutende Rolle. Wollen wir in der Katalyse Fortschritte erzielen, sind Forschungs- und Entwicklungs-Kooperationen von essentieller Bedeutung. Aus diesem Grund ist es gerade für Clariant, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der heterogenen Katalyse, eine Verpflichtung, herausragende Arbeiten auf diesem Gebiet auszuzeichnen. Dies wäre ganz im Sinne von Dr. Karl Wamsler.“

Dr. Karl Wamsler förderte als Mäzen großzügig Wissenschaft und Kunst. Im Jahr 1963 wurde Dr. Karl Wamsler als stellvertretendes Mitglied in den Vorstand der Süd-Chemie berufen, ein Jahr später zum ordentlichen Vorstandsmitglied ernannt. Zum Vorsitzenden dieses Gremiums berief ihn der Aufsichtsrat 1984. Diese Funktion übte er bis 1992 aus und wechselte nach 30-jähriger Zugehörigkeit zur Unternehmensspitze anschließend in den Aufsichtsrat, dessen Vorsitz er bis 2004 innehatte.

Seiner großen Verdienste um die Gesellschaft wegen wählte ihn der Aufsichtsrat zu seinem Ehrenvorsitzenden. Als Familienaktionär war Karl Wamsler der Süd-Chemie eng verbunden. Nach dem Erwerb der Süd-Chemie durch Clariant hielt er diese Verbindung aufrecht und nahm bis zu seinem Tod an der weiteren Entwicklung regen Anteil. 2015 verlieh die TUM Karl Wamsler die Würde eines Senators ehrenhalber und würdigte damit sein beispielgebendes Engagement für die TUM Universitätsstiftung.

Katalyse als Lösung für Energiefragen der Zukunft

„Es ist uns eine Ehre und Freude, in Zukunft gemeinsam mit Clariant im Andenken an Dr. Karl Wamsler herausragende Forschung auf dem Gebiet der Katalyse auszeichnen zu können“, sagte Prof. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TUM. „Katalyse ist nicht nur für die Chemiewirtschaft enorm wichtig. Nur mit ihrer Hilfe können wir beispielsweise Lösungen für die Gewinnung, Speicherung und Umwandlung von Energie aus biogenen Rohstoffen finden.“

Clariant und die TUM blicken bereits auf eine enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Katalyse zurück. Das im Jahr 2016 eröffnete Katalyseforschungszentrum der TUM ist Standort von MuniCat (Abkürzung für „Munich Catalysis"), der strategischen Forschungspartnerschaft zwischen der Universität und dem Spezialchemie-Unternehmen Clariant, dessen Geschäftseinheit Catalysts ein weltweit führender Entwickler und Hersteller von Katalysatoren für industrielle Prozesse ist. Hier arbeiten Forscher von Clariant gemeinsam mit Kollegen der TUM an wichtigen Fragestellungen der Grundlagen- und Anwendungsforschung auf dem Gebiet der chemischen Katalyse.