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TU-Präsident zeichnet Lehrlinge und Ausbilder aus

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TU-Präsident Wolfgang A. Herrmann zeichnet am 14. Juli 2003 im TUM-Lehrlingsausbildungszentrum AuTUM in Garching zum zweiten Male Mitarbeiter, die sich um die Lehrlingsausbildung an der Technischen Universität München besonders verdient gemacht haben, mit der August-Föppl-Medaille aus. Außerdem erhalten zwei ehemalige Lehrlinge für ihre besonderen Leistungen den mit je 250 Euro dotierten Förderpreis des Präsidenten.

Die August-Föppl-Medaille ist nach August Föppl benannt, der von 1894 bis 1921 Inhaber des Lehrstuhls für Technische Mechanik und Leiter des Mechanisch-Technischen Laboratoriums der damaligen Technischen Hochschule München war. Er veröffentlichte zahlreiche Lehrbücher, die zum Teil in andere Sprachen übersetzt wurden, und prägte über Jahrzehnte Lehre und Forschung im Bereich des Ingenieurwesens an der Hochschule.

In diesem Jahr werden fünf Ausbilder ausgezeichnet:

Manfred Barth ist Ausbilder für Chemielaboranten am Lehrstuhl für Anorganische Chemie der TU in Garching. Er ist bereits seit über 42 Jahren an der TU München beschäftigt. Manfred Barth hat seitdem mit großem Engagement vielen jungen Menschen verschiedener Nationalität die Arbeitstechniken in einem Chemielabor beigebracht und damit aktuelle Wissenschaft und fortgeschrittene Laborpraxis vermittelt.

Hubert Graf ist Ausbilder für Elektroinstallateure in der Betriebstechnik der TU in Freising-Weihenstephan. Seit mehr als 25 Jahren ist er in der Lehrlingsausbildung tätig. Hat Kammersieger hervorgebracht und auch "schwierige Azubis" zu einem erfolgreichen Abschluss verholfen.

Dipl.-Ing. Bruno Piochacz ist seit 1997 Ausbilder für IT-Systemelektroniker und Fachinformatiker, Fakultät für Informatik in Garching. Viele seiner Lehrlinge haben bisher vorzeitig mit überdurchschnittlichem Erfolg ihre Ausbildung beenden können. Besonders hervorzuheben ist, dass Piochacz zwei gehörlose Auszubildende ausgebildet hat. Dabei hat er rechnergestützter Methoden eingesetzt, die die Ausbildung stark erleichtert haben. Beide schlossen ihre Ausbildung mit überdurchschnittlichem Erfolg ab.

Manfred Pfaller ist Ausbilder für Feinwerkmechaniker, Fachrichtung Feingerätebau in der Zentralwerkstatt der Fakultät für Physik in Garching. Seine Meisterprüfung wurde mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Er bildet seit 1997 an der TUM aus und hat in dieser kurzen Zeit bereits über 20 Azubis betreut. Darunter brachte er einen zum Kammersieger und einen zum Landessieger der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Manfred Pfaller zeigt ein besonderes Engagement, indem er auch Schwerbehinderten eine Ausbildung als Feinwerkmechaniker, ein Berufspraktikum oder eine Schnupperlehre anbietet.

Peter Tauber ist Ausbilder für Feinwerkmechaniker mit Fachrichtung Maschinenbau am Lehrstuhl für Technische Elektrophysik in München. Er ist seit 1979 an der TUM beschäftigt und hat seitdem vielen jungen Menschen zu einem erfolgreichen Berufsabschluss verholfen. Darunter waren Lehrlinge aus vier unterschiedlichen Nationalitäten. Durch sein außerordentliches Engagement konnten seine Lehrlinge häufig bereits vorzeitig zur Abschlussprüfung zugelassen werden. Peter Tauber hat auch als erster ein Mädchen an der TUM im Metallbereich ausgebildet.D

Den mit je 250 Euro dotierten Förderpreis des Präsidenten für Auszubildende erhalten Ralph Binder und Josef Pöllner.

Ralph Binder hat Industriemechaniker mit Fachrichtung Feingerätebau am Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) in Augsburg gelernt. Mit einem Notendurchschnitt von 1,3 gehörte er zu den besten Schülern der Berufsschule. Für seine Leistung erhielt er den Bayerischen Staatspreis durch die Regierung von Schwaben. Sein Ausbilder war Kurt Hartmann.

Josef Pöllner hat eine Ausbildung zum Elektromechaniker am Lehrstuhl für Thermodynamik der Fakultät für Maschinenwesen in Garching absolviert. Als Innungsbester erhielt er eine Anerkennung für seine sehr guten Leistungen bei der Gesellenprüfung durch die Elektro-Innung. Die Berufsschule würdigte seine hervorragenden Leistungen und seinen Notendurchschnitt von 1,5. Sein Ausbilder war Bernhard Strobl.