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Jahresfeier der Bayerischen Akademie der Wissenschaften:

Hohe Auszeichnungen für Physiker der TUM

Campus

Gerhard Abstreiter erster Schelling-Preisträger – Arnold-Sommerfeld-Preis 2006 für Nachwuchswissenschaftler Markus Betz

Zwei Physiker der Technischen Universität München (TUM) in Garching werden im Rahmen der Jahresfeier der Bayerischen Akademie der Wissenschaften am 2. Dezember 2006 ausgezeichnet. Prof. Gerhard Abstreiter, Ordinarius für Experimentelle Halbleiterphysik I und Geschäftsführer des Walter Schottky Instituts (WSI) wird mit dem erstmals vergebenen Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling-Preis geehrt. Den Arnold Sommerfeld-Preis erhält Dr. Markus Betz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Experimentalphysik (Prof. Alfred Laubereau) der TUM. Beide Wissenschaftler forschen auf dem Gebiet der Nanotechnologie.

Der Schelling-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften wurde Gerhard Abstreiter (60) „in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen in den Materialwissenschaften einschließlich innovativer Grundlagenforschung auf diesem Gebiet“ zuerkannt. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird künftig alle zwei Jahre vergeben.

Abstreiters Forschungsgruppe gilt als weltweit führend in der Erforschung der strukturellen, elektrischen und optischen Eigenschaften von Halbleiter-Nanostrukturen. Sie ist Mitglied des Exzellenzclusters „Nanosystems Initiative Munich (NIM)“ und der Graduiertenschule „International Graduate School for Science and Engineering (IGSSE)“. Internationales Renommee erlangte das Forscherteam insbesondere durch die Entwicklung hochreiner so genannter niedrigdimensionaler Nanostrukturen auf Galliumarsenid und Silizium-Germanium. Mit diesen werden die physikalischen Grundlagen von Systemen erforscht, die aufgrund der Einschränkung der räumlichen Dimensionen einen zunehmenden Einfluss der Quantenphysik in ihren elektrischen und optischen Eigenschaften zeigen. Neben grundlegenden physikalischen Einblicken liefert das Verständnis dieser Eigenschaften und ihrer Herstellung auch Konzepte für eine fortschreitende Miniaturisierung in der industriellen Mikroelektronik und der Entwicklung innovativer, kleinster Quantenbauteile für die gerade entstehende Nanoelektronik.

Dr. Markus Betz (32) wird für seine „Arbeiten auf den Gebieten der Nanotechnoloie und der Femtosekunden-Lasersysteme, von Halbleitern und der Entwicklung moderner elektronischer Hochgeschwindigkeits-Bauelemente“ mit dem Arnold-Sommerfeld-Preis 2006 geehrt. Der Schwerpunkt seiner Forschungsarbeiten liegt dabei in der experimentellen Untersuchung der ultraschnellen Dynamik freier Ladungsträger in Halbleitern und nanostrukturierter Materialien, die vor allem auch für die technische Anwendung relevant sind. Der mit 4.000 Euro dotierte Förderpreis wird alljährlich von der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften an junge Naturwissenschaftler vergeben.