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Bayern zeichnet die Persönlichkeiten der TU München aus

Bayerischer Verdienstorden für Angelika Görg und Wilfried Huber

Campus

Prof. Dr. Angelika Görg, ehem. Leiterin des Fachgebiets Proteomik, und Prof. Dr. Wilfried Huber, ehem. Leiter des Fachgebiets Ökotoxikologie und wichtiger Wegbereiter der neuen Fakultät „TUM School of Education“, haben heute von Ministerpräsident Horst Seehofer den Bayerischen Verdienstorden erhalten. Als „Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk“ verliehen, ist der Orden ein Symbol für den herausragenden Einsatz und das außerordentliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger für das Gemeinwesen.

In seiner Ansprache betonte der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer: „Bayerns Stärke sind seine Menschen, die sich aktiv und kreativ für den Freistaat einsetzen und unglaublich viel bewegt haben. Die Ordensträger sind leuchtende Vorbilder, die sich für unsere bayerische Heimat in beeindruckender Weise verdient gemacht haben.“

Angelika Görg ist Professorin für das Fachgebiet Proteomik und genießt für ihr pionierhaftes Wirken auf diesem Gebiet weltweite Anerkennung. Die Naturwissenschaftlerin hat durch ihre methodischen Neuentwicklungen auf dem Gebiet der elektrophoretischen Trennverfahren – insbesondere der hochauflösenden zweidimensionalen Elektrophorese zur simultanen Auftrennung und Quantifizierung von Tausenden von Proteinen – ganz wesentlich dazu beigetragen, die Proteomanalyse auf internationaler Ebene voranzubringen.

Prof. Dr. Wilfried Huber war seit 1983 Extraordinarius und Leiter des Fachgebiets Ökotoxikologie an der TUM. Sein Hauptarbeitsgebiet ist die aquatische Ökotoxikologie, in der er sich mit der Verwendung aquatischer Modellökosysteme zur ökotoxikologischen Bewertung von Xenobiotika beschäftigt. Von 2004 bis 2009 war er Leiter des Zentralinstituts für Lehrerbildung und -fortbildung und beschäftigte sich intensiv mit Bildungsfragen. In dieser Zeit entstanden die Schulnetzwerke der TU München, das Schülerlabor „TUMLab“ im Deutschen Museum und die Ideen zur Einrichtung des Schülerforschungszentrum im Berchtesgadener Land (SFZ). Zusammen mit dem Präsidenten der TU München, Prof. Dr. W. A. Herrmann, war Huber der Gründungsvater der TUM School of Education. Zum 30.9.2010 wurde er emeritiert, engagiert sich aber weiterhin für den Themenbereich Bildung. Für seinen unermüdlichen Einsatz für „Bildung für Alle“ verlieh ihm bereits 2007 der Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Der Bayerische Verdienstorden ist durch das Gesetz über den Bayerischen Verdienstorden vom 11. Juni 1957 geschaffen worden. Derzeit gibt es 1.801 lebende Träger des Bayerischen Verdienstordens. Nach der Verleihung am 20. Juli 2011 werden es 1.862 sein. Die Zahl der Persönlichkeiten, denen der Bayerische Verdienstorden seit seiner Gründung vor 54 Jahren verliehen worden ist, erhöht sich auf insgesamt 5.228, darunter 663 Frauen. Eine Besonderheit des Bayerischen Verdienstordens ist, dass die Zahl der lebenden Träger auf 2.000 begrenzt ist.