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Prof. Marion Kiechle erhält Bundesverdienstkreuz

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Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande wird Prof. Dr. med. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar der TU München, geehrt. Mit der Auszeichnung wird insbesondere die ehrenamtliche Tätigkeit Kiechles als Vorsitzende der Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung sowie als Stellvertretende Vorsitzende der Zentralen Ethikkommission für Stammzellenforschung gewürdigt. Staatsminister Dr. Thomas Goppel überreicht Prof. Kiechle den Orden am 4. Oktober 2007.

Die Medizinerin, die seit 2000 den Lehrstuhl für Frauenheilkunde an der TU München innehat, übernahm im Jahr 2001 den Vorsitz der Bayerischen Bioethik-Kommission. Das Gremium berät die Bayerische Staatsregierung in ethischen Fragen der Biopolitik. Entscheidungen im Umgang mit den neuen Technologien, deren Bewertung Expertenwissen voraussetzt, werden so unabhängig vorbereitet. Neben den Anwendungen der Bio- und Gentechnologie in der Medizin (z.B. Embryonenforschung, therapeutisches Klonen) sind davon auch Fragen der Fortpflanzungsmedizin (z.B. Eizellenspende, Leihmutterschaft) sowie Grenzbereiche am Ende des Lebens (z.B. aktive Sterbehilfe) betroffen.

Seit dem Jahr 2002 ist Kiechle zudem Stellvertretende Vorsitzende der Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellenforschung (ZES), einer interdisziplinär zusammengesetzten Kommission von Experten aus den Bereichen Ethik, Theologie, Biologie und Medizin. Dieses Gremium prüft bundesweit alle Forschungsvorhaben, in denen die Verwendung embryonaler Stammzellen geplant ist, hinsichtlich der ethischen Vertretbarkeit und gibt jeweils gegenüber der Genehmigungsbehörde eine Stellungnahme ab.

Über den vom Bundespräsidenten verliehenen Orden freut sich Kiechle sehr: „Beide Gremien beschäftigen sich mit zentralen und drängenden Fragen unserer Gesellschaft. Die Mitarbeit in diesen Kommissionen liegt mir daher sehr am Herzen – sie bringt aber auch viel Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit mit sich. Umso schöner ist es für mich, dass mein Engagement jetzt eine solche Anerkennung findet.“