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TUM ist Gründungspartner der Max Planck School „Physics, Chemistry and Construction of Life“

TUM und MPG forcieren ihre Kooperation zur Nachwuchsförderung

Labor am Lehrstuhl für Biophysik der TUM.
Können lebensähnliche Prozesse, Funktionen und Objekte im Labor simuliert und nachgebaut werden? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die neue Max Planck School „Physics, Chemistry and Construction of Life“. (Bild: Eckert / TUM)

Campus

Ab 2018 beschreiten die Technische Universität München (TUM) und die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) gemeinsam mit weiteren Forschungseinrichtungen neue Wege: An der Max Planck School „Physics, Chemistry and Construction of Life“ werden ausgewählte Studierende und Promovierende künftig von den bundesweit besten Forscherpersönlichkeiten der Partnerinstitutionen lernen, um die Grundlagen lebender Systeme zu erforschen.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat heute bekannt gegeben, welche drei Max Planck Schools sich im harten Wettbewerb durchgesetzt haben und in die fünfjährige Pilotphase gehen werden. Erfolgreich war auch die Max Planck School „Physics, Chemistry and Construction of Life“, die von der TUM gemeinsam mit elf Max-Planck-Instituten, den Universitäten Heidelberg und Göttingen und dem Leibniz-Institut für Interaktive Materialien in Aachen entwickelt wurde.

Mit der Gründung dieser Max Planck School bauen TUM und MPG ihre erfolgreiche Zusammenarbeit in der Exzellenzinitiative weiter aus. Nachdem beide gemeinsam seit 2015 internationale Spitzennachwuchskräfte auf MPG-Nachwuchsgruppenleiter-Positionen und TUM-Professuren im Rahmen des TUM Faculty Tenure Track berufen haben, bündeln sie ihre Kräfte nun auch bei der forschungsorientierten Ausbildung von Master-Studierenden und der Schaffung eines einzigartigen Forschungsumfelds für exzellente Promovierende.

Zusätzliche Unterstützung für Talente

Als Stipendiatinnen und Stipendiaten der Max Planck School bekommen ausgewählte Studierende der TUM künftig die Möglichkeit, während ihres Masterstudiums und ihrer Promotion über die exzellenten Rahmenbedingungen der TUM hinausgehend von den zahlreichen Fortbildungsprogrammen und der Forschungsinfrastuktur der anderen Partner der Max Planck School zu profitieren. Ergänzt wird das reguläre Studium an der TUM beispielsweise durch Mentoring-Gruppen, Intensivkurse und rotierende Laboraufenthalte.

„Von den unkonventionellen Formaten und der wissenschaftlichen Exzellenz dieser thematisch orientierten, aber ortsübergreifenden Max Planck School wird unser Nachwuchs enorm profitieren“, sagt Prof. Thomas Hofmann, Geschäftsführender Vizepräsident für Forschung und Innovation der TU München. „Dort lernen die jungen Talente von den Besten der Besten an der Schnittstelle von Chemie, Physik und Biologie und erarbeiten Antworten und technologische Lösungen zu drängenden wissenschaftliche Fragen, nämlich was Leben eigentlich ist, wie lebensartige Funktionen synthetisch hergestellt werden können und welche ethischen Folgen sich daraus für unsere Gesellschaft ableiten lassen.“

20 Studierende im ersten Jahrgang


20 Studierende mit herausragendem Bachelor-Abschluss werden den ersten Jahrgang der Max Planck School „Physics, Chemistry and Construction of Life“ bilden. Nach Auswahl durch die Max Planck School können an der TUM Studierende der Master-Studiengänge Biophysik, Biochemie, Biotechnologie, Biomedical Computing, Bioinformatik, Applied Engineering Physics, Nanoscience & Catalysis und Medical Technology and Engineering als Stipendiaten der „Master Academy“ aufgenommen werden. Nach zwei Jahren erhalten sie den jeweiligen M.Sc.-Abschluss der TUM. Danach beginnt die etwa dreijährige Promotionsphase. Dabei liegt das Promotionsrecht bei der Universität, an der die Studierenden der Max Planck School eingeschrieben sind. Als Mitglieder der TUM Graduate School gilt für alle TUM-Promovierenden die Promotionsordnung der Technischen Universität München.

Bundesweite Kompetenzbündelung

Während die Exzellenzinitiative primär auf die Förderung von Spitzenwissenschaft an einzelnen Standorten abzielt und eine weitere Niveausteigerung ausgewählter Exzellenz-Universitäten im internationalen Wettbewerb bewirkt hat, will das Bundesforschungsministerium mit den Max Planck Schools nun die bundesweite Vernetzung der besten Kräfte voranbringen.

„Bedenkenträger sehen die außeruniversitäre Forschung der Max-Planck-Gesellschaft als Konkurrenz anstatt die ungenutzten Synergiepotentiale zu sehen“, sagt Prof. Hofmann. „Dementgegen forciert die TUM nun ihr Engagement, die jeweiligen Stärken von universitärer und außeruniversitärer Forschung zu bündeln. Nur so werden wir unser gemeinsames Ziel erreichen, Deutschland zur international führenden Wissenschaftsschmiede zu machen.“ Nach den gemeinsamen Berufungen mit der Max-Planck-Gesellschaft und dem TUM Faculty Tenure Track Berufungs- und Karrieremodell für junge akademische Spitzenkräfte soll nun die Kooperation durch das innovative Konzept der Max Planck Schools auf ein neues Potentialniveau gehoben werden. „Durch sie schaffen wir einen enormen Anreiz für die besten Studierenden und Promovierenden aus aller Welt.“

Abgesehen von ihrem Engagement in der Max Planck School „Physics, Chemistry and Construction of Life“, ist die TUM noch an einem zweiten Pilotprojekt beteiligt: Prof. Arthur Konnerth, Direktor des Intituts für Neurowissenschaften an der TUM, ist Wissenschaftler an der „Max Planck School of Cognition“.

Mehr Informationen:

Pressemitteilung des Bundesministeriums

TUM Graduate School