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Akaflieg München baut Segelflugzeug mit neuartigem Flügel-Rumpf-Übergang

Die Mü 31 hebt ab

Die Mü 31 bei ihrem Erstflug in Königsdorf.
Die Mü 31 bei ihrem Erstflug in Königsdorf. (Bild: Akaflieg)
 

Campus

Nach neun Jahren Bauzeit ist der neue Prototyp der Akademischen Fliegergruppe München (Akaflieg) auf dem Flugplatz Königsdorf zum ersten Mal in die Lüfte emporgestiegen. Der Prototyp wurde auf dem Forschungscampus Garching der Technischen Universität München (TUM) entwickelt und gebaut. Die Besonderheit der Mü 31: Ein neuartiger Flügel-Rumpf-Übergang soll den Luftwiderstand beim Fliegen minimieren.

„Die Welt von oben zu sehen ist einzigartig und unbeschreiblich“, schwärmt Tessa Weigelt, Sprecherin der Akaflieg München. „Am liebsten würde man nie wieder landen.“ Ein Gefühl, das die Mitglieder des Vereins verbindet. Es handelt sich bei den Flugbegeisterten um Studierende aller drei Münchner Hochschulen, wobei die meisten Mitglieder an der TU München studieren. Dort, genauer gesagt auf dem Campus Garching, ist auch der neue Prototyp der Akaflieg München entstanden, die Mü 31. Sie hob am Freitag in Königsdorf zum ersten Mal ab.

Auch dieses Mal hatten sich die Studierenden einer neuen Herausforderung gestellt: Ziel des Teams war es, den Luftwiderstand durch eine neue Flügel-Rumpf-Konstruktion zu verringern. „Die meisten Segelflugzeuge sind bereits sehr optimiert“, erklärt Weigelt. „Es gibt nur noch wenige Stellschrauben, an denen man die Leistungsfähigkeit steigern kann.“ Eine davon ist es, die Luftumströmung an den Verschneidungsflächen zwischen Rumpf und Flügel zu optimieren.

Steigerung der flugleistung

Die Mü 31 besitzt einen dreiteiligen Flügel in Schulterdeckungskonfiguration. Der Vorteil: Statt vier gibt es nur zwei Schnittstellen mit dem Flugzeugrumpf. Zudem wurde bei der Mü 31 der Übergang zwischen Flügel und Rumpf auch aerodynamisch optimiert. Dies soll die Flugleistung um etwa fünf Prozent verbessern.

2008 begannen die Studierenden mit dem eigentlichen Bau. Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung waren rund 150 Luftfahrtbegeisterte an dem Projekt beteiligt. Einer von ihnen ist Johannes Achleitner, der während seines Studiums sechs Jahre aktiv an der Entstehung der Mü 31 mitarbeitete. Der erfahrene Pilot promoviert derzeit am Lehrstuhl für Leichtbau der TUM und ist der Akaflieg als Fluglehrer weiterhin eng verbunden. Er durfte das Flugzeug bei seinem Erstflug steuern.

Sehr zur Erleichterung und Freude des Teams flog die Mü 31 ohne Probleme. Ein wichtiger Meilenstein, aber nicht das Ende des Projektes, erklärt Weigelt: „Nun beginnt die spannende Flugerprobungsphase, in der wir das Flugverhalten unseres Prototyps testen müssen, bevor wir endlich die vollständige Flugzulassung erhalten.“

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Über Akaflieg

Die Akademische Fliegergruppe München (Akaflieg) ist ein Zusammenschluss von Studierenden der Münchner Hochschulen. Gegründet wurde sie 1924, seitdem beschäftigten sich Generationen luftfahrtbegeisterter junger Forscherteams unter dem Motto „Konstruieren, Bauen und Fliegen“ mit der Konstruktion und dem Bau von Segel- und Motorflugzeugen. Einige der hier entstandenen Flugzeuge fliegen bis heute, andere Prototypen sind in Museen ausgestellt, wie dem Deutschen Museum München. Derzeit hat die Akaflieg 40 aktive Mitglieder. Sie wird unterstützt von Sponsoren aus der Industrie, ehemaligen Mitgliedern und der TUM. Das nächste Projekt der Akaflieg ist bereits in der Konstruktionsphase: Die Mü 32, ein Segelkunstflugzeug soll für den Kunstflugwettbewerb der „Unlimited“-Klasse optimiert werden.

Bilder zur redaktionellen Verwendung

https://mediatum.ub.tum.de/1388110

Kontakt

Tessa Weigelt
Akaflieg München
pr@akaflieg-muenchen.de
Tel.: 089-28 91 59 78

Weitere Informationen

Interessierte können die Mü31 am Akaflieg-Stand beim Tag der offenen Tür am 21. Oktober in der Fakultät für Maschienwesen aus nächster Nähe in Augenschein nehmen.

Das Flugzeug hat eine neuartige Flügel-Rumpf-Konstruktion. (Bild: Andreas Heddergott / TUM)
Das Flugzeug hat eine neuartige Flügel-Rumpf-Konstruktion. (Bild: Andreas Heddergott / TUM)
Das Akaflieg-Team. (Bild: Andreas Heddergott / TUM)
Das Akaflieg-Team. (Bild: Andreas Heddergott / TUM)