„Teach@TUM“: Erfolg bei der Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Digitale Medien für das Lehramtsstudium

Seminar im Lehramtsstudium mit Videokamera und Bildschirm
Wie verhalte ich mich vor der Schulklasse? Rollenspiele und Videos sind an der TUM ein wichtiger Bestandteil des Studiums. (Bild: A. Eckert / TUM)

Campus

Die Technische Universität München (TUM) war auch in der zweiten Runde der Qualitätsoffensive Lehrerbildung erfolgreich. Bund und Länder werden mit rund 5,5 Millionen Euro Projekte an der TUM fördern, von denen das Lehramtsstudium im ganzen deutschsprachigen Raum profitieren kann. So startet die TUM beispielsweise ein öffentliches Webportal für digitale Medien in der Ausbildung, und erprobt ein Modell, in dem das Referendariat in den Masterstudiengang integriert ist. Die Lehrerbildung genießt an der TUM einen hohen Stellenwert.

Die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ gilt als Exzellenzinitiative für das Lehramtsstudium. Das Programm der TUM School of Education verfolgt zwei Ziele: die Lehramtsausbildung nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gestalten sowie Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Erziehungswissenschaft und Schulpraxis der MINT-Fächer optimal miteinander zu verbinden. „Teach@TUM“, in der ersten Förderphase ab 2015 bereits mit 5,4 Millionen Euro finanziert, kann nun bis 2023 weitergeführt werden. Es hat vier Komponenten:

Digitale Medien für die Lehrerbildung:

Nicht nur in der Schule, auch in der Aus- und Fortbildung bieten digitale Medien (künftigen) Lehrkräften viele Vorteile. Im Webportal „Toolbox Lehrerbildung“ finden sie kostenlos Videos, die Situationen aus der Schulpraxis veranschaulichen, interaktive Visualisierungen von Fachinhalten und Aufgaben zur Überprüfung ihres Lernfortschritts. Die „Toolbox“, derzeit in der Testphase, soll ab Jahresmitte in der Lehrerbildung eingesetzt werden.

Bildungsforschung verständlich gemacht:

Die Fülle an Studien über den Schulunterricht ist nur schwer zu durchschauen. Die TUM hat deshalb eine Onlineplattform ins Leben gerufen, die den aktuellen Stand der Bildungsforschung verständlich und übersichtlich zusammenfasst. Das „Clearing House Unterricht“ beantwortet konkrete Fragen aus dem Schulalltag.

Master und Referendariat in einem Studiengang:

Ein Masterstudiengang, der das Referendariat einschließt – dieses Modell ist in Deutschland einmalig. Der Vorteil: Themen, die bislang über die verschiedenen Ausbildungsphasen verteilt waren, werden besser aufeinander abgestimmt gelehrt – teils im Studienseminar (Referendariat), teils an der TUM (Master). Der 2016 gestartete Studiengang „Berufliche Bildung Integriert“ richtet sich an Quereinsteiger aus Ingenieurfächern und damit gegen den Nachwuchsmangel an den beruflichen Schulen.

MINT trifft Wirtschaftswissenschaft:

Seit ihrer Gründung 2009 hat die TUM School of Education neue Studienpläne für die Lehramtsstudiengänge entwickelt, die Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Erziehungswissenschaft besser miteinander verknüpfen und stärker auf die Kompetenzen für die Schulpraxis ausrichten. Die Curricula sollen nach diesem Prinzip mit neuen Angeboten erweitert werden, die die Wirtschaftswissenschaften in die MINT-Fächer integrieren.

Fakultät für Lehrerbildung und Bildungsforschung

„Bei uns wird die Lehramtsausbildung zentral durch die TUM School of Education gesteuert, was die laufende Synchronisierung des pädagogischen Fortschritts in allen beteiligten Fakultäten sicherstellt“, sagt TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann. „So können die Studierenden gewiss sein, dass sie stets nach den aktuellsten Methoden unterrichtet und anschließend als Lehrkräfte weitergebildet werden.“

Mehr Informationen:

Kontakt:

Prof. Dr. Tina Seidel, Projektleiterin
Technische Universität München
Friedl Schöller-Stiftungslehrstuhl für Unterrichts- und Hochschulforschung
Tel.: + 49 89 289 25114
tina.seidel@tum.de