2. Juli: Buchvorstellung im NS-Dokumentationszentrum

Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München

Irmgard Burger, eines der Opfer des „Euthanasie-Programms“.
Das Titelfoto des „Gedenkbuchs für die Münchner Opfer der nationalsozialistischen 'Euthanasie'-Morde” zeigt Irmgard Burger, eines der Opfer des „Euthanasie-Programms“. (Bild. M. Burger / NS Dokumentationszentrum)

Termin

Zwischen 1939 und 1945 wurden im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Aktionen etwa 300.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen ermordet. Eine Arbeitsgruppe, an der auch Prof. Dr. Gerrit Hohendorf vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin an der Technischen Universität München (TUM) beteiligt ist, stellt am Montag, 2. Juli, im NS-Dokumentationszentrum München ein Buch zu diesem Thema vor.

Unter den Opfern der „Euthanasie“-Aktionen waren  mehr als 2000 Münchner Bürgerinnen und Bürger. An sie erinnert nun eine auf langjährigen, intensiven Recherchen basierende Neuerscheinung. Das „Gedenkbuch für die Münchner Opfer der nationalsozialistischen 'Euthanasie'-Morde” wurde von der Arbeitsgruppe „Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München“ in den Jahren 2011 bis 2017 zusammen mit dem NS-Dokumentationszentrum München und dem Bezirk Oberbayern erarbeitet.

Buch Würdigt der Opfer

Die Erinnerung an die ermordeten Menschen wird nach einer langen Zeit des Verschweigens Teil des kollektiven Gedächtnisses der Stadt München. Das Buch würdigt die Opfer durch die Nennung ihrer Namen und Lebensdaten. Lebensgeschichten erzählen vom Leben und dem Tod der Opfer. Die historischen Zusammenhänge und die Nachwirkungen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde in München und Oberbayern werden anhand von Fachbeiträgen ausführlich dargestellt.

Die Buchpräsentation am Montag, 2. Juli, um 19 Uhr im NS-Dokumentationszentrum München ist öffentlich. Das Buch wird an diesem Abend von dem Schriftsteller Robert Domes vorgestellt. Gesprächsrunden mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Michael von Cranach, Annette Eberle, Gerrit Hohendorf und Sibylle von Tiedemann, den Herausgebern, weiteren Gästen sowie Angehörigen der Opfer thematisieren die historische und gegenwärtige Bedeutung des Gedenkbuches.

Termin:

Montag, 2. Juli, 19 Uhr
NS-Dokumentationszentrum München
Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München

Mehr Informationen:

Kontakt:

Prof. Dr. med. Gerrit Hohendorf
Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
Technische Universität München
Telefon: +49 89 4140 4041
gerrit.hohendorf@tum.de