Auszeichnung für ehemaligen Direktoriumsvorsitzenden des Leibniz-Rechenzentrums

Bundesverdienstkreuz für Arndt Bode

Staatsministerin Marion Kiechle überreichte Frank Bode das Bundesverdienstkreuz. (Foto: StMWK)
Staatsministerin Marion Kiechle überreichte Arndt Bode das Bundesverdienstkreuz. (Foto: StMWK)

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Prof. Dr. Dr. h.c. Arndt Bode ist mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Damit hat der emeritierte Professor der Technischen Universität München (TUM) die höchste Anerkennung erhalten, die die Bundesrepublik für Verdienste am Gemeinwohl ausspricht. Überreicht wurde ihm der Orden von der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Marion Kiechle.

Arndt Bode ist einer der weltweit führenden Vertreter auf dem Gebiet der Rechnerarchitektur und der technischen Informatik. Dafür wurde der frühere Vorsitzende des Direktoriums des Leibniz-Rechenzentrums nun mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Grundlage des Höchstleistungsrechnens

Bode war maßgeblich an den verschiedenen Entwicklungsstufen von Parallelrechnern bis hin zu den heutigen leistungsfähigen Parallelrechnerarchitekturen beteiligt. Diese gelten als Grundlage für den Erfolg des Hochleistungsrechnens (HPC), das heute in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, in den Lebens- und in jüngster Zeit auch in den Wirtschaftswissenschaften nicht mehr wegzudenken ist.

Laudatio von Marion Kiechle

In ihrer Laudatio würdigte Ministerin Marion Kiechle die Verdienste von Arndt Bode: „Auch dank Ihrer Forschungen ist Deutschland führend in der Entwicklung entsprechender Rechnerarchitekturen. Mit Ihrem großen Einsatz sowohl als Wissenschaftler als auch als Wissenschaftsorganisator haben Sie sich in beispielhafter Weise um die Wissenschaft und Forschung verdient gemacht.“

Leistungen von Arndt Bode

Arndt Bode war von 2008 bis 2017 Vorsitzender des Direktoriums des Leibniz-Rechenzentrums in Garching, einem der drei nationalen Großrechenzentren. Seit 2015 ist er Vizepräsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. An der TUM lehrte und forschte der Informatiker von 1987 bis zu seiner Emeritierung 2017 als Inhaber des Lehrstuhls für Rechnertechnik und Rechnerorganisation, heute bekannt als Lehrstuhl für Rechnerarchitektur und Parallele Systeme. An der TUM, wo er von 1999 bis 2018 Vizepräsident war, machte er sich als Emeritus of Excellence verdient.

Arndt Bodes wissenschaftlichen Leistungen sind in mehr als 250 Publikationen international dokumentiert. Als Hauptherausgeber des ‚Informatik Spektrums‘, dem Publikumsorgan  der Gesellschaft für Informatik, präsentierte er die universitäre Informatikforschung für eine breite, an der Informatik interessierte, Öffentlichkeit.

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