TUM-Studierende gewinnen erneut bei DesignChallenge von NASA und DLR

Ultraeffizientes Flugzeug „eRay“ aus München

Mit dem "eRay" kreierte das siegreiche Team der TUM ein ultraeffizientes Flugzeug. (Bild: DLR, CC-BY 3.0)
Mit dem "eRay" kreierte das siegreiche Team der TUM ein ultraeffizientes Flugzeug. (Bild: DLR, CC-BY 3.0)

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die amerikanische Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft NASA haben in Washington D.C. die Sieger ihres gemeinsamen Design-Wettbewerbs gekürt. Wie schon 2017 setzten sich auf deutscher Seite Studierende der Technischen Universität München (TUM) durch: Bei ihrem Flugzeugentwurf „eRay“ haben sie den Energieverbrauch radikal reduziert. Aus den USA und Deutschland beteiligten sich mehr als hundert Teams am Wettbewerb. Die Siegerteams wurden bei einem Symposium am NASA-Hauptsitz in Washington D.C. gewürdigt.

Effizienter zu werden und Emissionen zu verringern – das sind heute besonders wichtige Herausforderungen der Luftfahrt. Das studentische Team vom Lehrstuhl für Luftfahrtsysteme gewann mit einem Flugzeug-Design, das den Treibstoffverbrauch um bis zu 64 Prozent reduziert.

Turboantrieb und weniger Gewicht

Die enorme Treibstoffeinsparung erreichte das Münchner Team dadurch, dass es den turboelektrischen Antrieb konsequent integrierte und das Gewicht des Flugzeugs reduzierte. Der Flugzeugentwurf profitiert besonders von den Antriebspaketen an der hinteren Tragflächenkante. Außerdem ermöglicht ein leicht angestelltes Höhenleitwerk eine gute Integration des Triebwerks, das das Heck umschließt. Um Gewicht und damit Emissionen zu reduzieren, verzichtet das Design auf Fenster – so konnten allein beim Rumpf sieben Prozent an Gewicht eingespart werden.

Synergetische Effekte, weniger Widerstand und geringere Böenlast

Alexander Frühbeis, Isa Held, Patrick Sieb und Artur Usbek nutzten zur Effizienzsteigerung zudem eine Vielzahl synergetischer Effekte. Darüber hinaus verringerte das Team den Widerstand, indem es die Leitwerksfläche verkleinerte. Mit ihrem Design minderten die Münchner auch die Last von Böen auf das Flugzeug.

Neue Fakultät zur rechten Zeit

TU-Präsident Herrmann gratulierte den jungen Technikchampions zu ihrer international gewürdigten Spitzenleistung: „Als Botschafter der Marke TUM gebührt Euch der Respekt der Universität. Die neue Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie kommt genau zum richtigen Zeitpunkt.“

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