Nora Weiner und Zaim Sari im Senat:

Lehrsprache, Scan-Klausuren und mehr Räume

Haben gerade einen neuen TUM-Präsidenten gewählt: Nora Weiner und Zaim Sari sind seit 1. Oktober 2018 Mitglieder im Senat der Universität. (Foto: Uli Benz)
Haben gerade einen neuen TUM-Präsidenten gewählt: Nora Weiner und Zaim Sari sind seit 1. Oktober 2018 Mitglieder im Senat der Universität. (Foto: Uli Benz)

Nora Weiner und Zaim Sari sitzen seit 1. Oktober 2018 in einem der wichtigsten Gremien der TUM, dem Senat. Er ist das akademische Kontrollgremium der Universität und entscheidet zum Beispiel über Rechtsvorschriften und Neuberufungen. Wer sind Nora und Zaim und was haben sie während ihrer Amtszeit vor?

Nora und Zaim - Wer seid Ihr und was studiert Ihr an der TUM?

Nora Weiner: Ich studiere Chemie-Ingenieurwesen und wurde über die Liste des RCDS in den Senat gewählt. Neben meinem Studium und dem hochschulpolitischen Engagement bin ich Mitglied einer Studentenverbindung und mache Cheerleading – ohne PomPoms, dafür mit vielen Stunts ;-).

Zaim Sari: Im Sommer wurde ich über die Liste der Fachschaften in den Senat gewählt. Ich bin zum Studieren vor zwei Jahren nach München gezogen. Aktuell bin ich im fünften Semester Wirtschaftsinformatik. Neben dem Studium bin ich primär ein Serien und Filmjunkie: Netflix and Chill.

Was sind aus Eurer Sicht die Themen, die die Studis der TUM und in München momentan am meisten bewegen?

Nora: In München denkt man sofort an Wohnraum und Mobilität. Schauen wir allerdings an die TUM, so sind es spezifischere Themen wie überfüllte Hörsäle, zu wenige Lernmöglichkeiten und die Weiterentwicklung des Campus Garching.

Zaim: Mit dem Thema Präsidentschaftsnachfolge an der TUM haben wir gerade ein Thema, durch das sich viele Studis ein wenig mehr mit Strukturen an dieser Uni beschäftigen. Natürlich sind Themen wie studentischer Wohnraum und Digitalisierung in der Bildung, speziell mit den Änderungen im Landtag, weiterhin relevante Themen.

Was bewegt Euch, Euch neben dem Studium in der Hochschulpolitik zu engagieren?

Nora: Um ehrlich zu sein, bin ich am Anfang eher reingerutscht und habe als Semestersprecherin Gespräche mit Professoren geführt. Nach und nach habe ich dann verschiedene Aufgaben übernommen, vom Fakultätsrat über die Sprecherschaft der Landes-Asten-Konferenz, während der ich die etwa 300.000 Studenten Bayerns vertreten durfte, bis hin zum Politischen Beirat des RCDS Bundesverbands. Das Engagement ist mir also inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen.

Zaim: Wegen diesem Gefühl etwas zu verändern. Auch wenn man nicht jede Veränderung sofort sieht, weiß man: Die Dinge bewegen sich. Mit diesem Antrieb, langfristig etwas für die Studis zu verbessern, übe ich mein Amt aus. Dazu kommt noch eine Kleinigkeit: Ich lerne jeden Tag dazu und sammle Erfahrungen. Die Arbeit für die Studis macht mir Spaß!
 
Was habt Ihr Euch für Eure Amtszeit vorgenommen?

Nora: Eines meiner Herzthemen ist die Lehrsprache, gerade mit der avisierten Erweiterung bzw. Umstellung der Masterstudiengänge. Hier sind nicht nur wir Studenten in der Pflicht, sondern auch unsere Dozenten, was maßgebliche Auswirkungen auf künftige Berufungen haben wird. Zusätzlich werde ich mich weiterhin für die Einführung von Studiengebühren für Nicht-EU-Bürger einsetzen. Es gibt noch viele weitere Themen, doch die würden hier mehrere Seiten füllen und können gerne einmal persönlich diskutiert werden.

Zaim: Digitalisierung an der TUM ist für mich ein großes Thema. Ob Online-Wahlen, digitale Lehr- und Prüfungsformate oder Scan-Klausuren mit Remote-Einsichtnahme: Ich wünsche mir, dass die TUM sich in diesen Punkten verbessert und mehr auf die Studis zukommt. Weiterhin beschäftige ich mich mit dem Thema Lernräume, das bei der aktuellen Studierendenzahl eine große Rolle spielt. Außerdem will ich meine Arbeit den Studis näherbringen, etwa über Social Media wie Instagram.

Wovor habt Ihr Respekt und worauf freut Ihr Euch am meisten?

Nora: Am meisten Respekt hatte ich vor der Wahl des neuen Präsidenten. Mit zwei von 19 Stimmen haben wir im Hochschulrat nicht gerade wenig Einfluss; da überlegt man bei so einer richtungsweisenden Entscheidung gut, neben welchen Namen man das Kreuzchen setzt.

Zaim: Am meisten Respekt habe ich vor der Verantwortung, die mit dem Amt kommt. Ob Jubiläumsjahr, Präsidentschaftswahl oder Landtagswahl in Bayern: Gerade passiert eine Menge rund um die TUM. Ein guter Zeitpunkt für Veränderungen und auf diese Möglichkeit freue ich mich am meisten ;).



Mehr Informationen:
www.tum.de/senat