Neuer starker Partner für die EuroTech Universities Alliance

Israelisches Technion tritt EuroTech-Allianz bei

Die EuroTech-Universitäten unterzeichnen in Brüssel den Beitritt des Technion, das von Vizepräsident Prof. Wayne Kaplan (3.v.r.) vertreten wird. (Bild: I. Odenthal / TUM)
Die EuroTech-Universitäten unterzeichnen in Brüssel den Beitritt des Technion, das von Vizepräsident Prof. Wayne Kaplan (3.v.r.) vertreten wird. (Bild: I. Odenthal / TUM)

Campus

Das Technion – Israel Institute of Technology wird am 1. Januar 2019 Mitglied der EuroTech Universities Alliance. Nach dem Beitritt der französischen École Polytechnique im Juni 2018 ist dies die zweite hochkarätige Erweiterung der Allianz binnen Jahresfrist. Damit festigt die EuroTech Universities Alliance ihre Vorreiterrolle in der interuniversitären Zusammenarbeit.

"Alle EuroTech-Universitäten sind exzellente forschungsstarke Universitäten, bekannt für ihre hervorragenden Start-up- und Innovationsökosysteme, in denen Grundlagenforschung in gesellschaftliche Anwendungen überführt wird", sagt Jan Mengelers, Präsident der EuroTech Universities Alliance. "Diese Stärken bündeln wir in der EuroTech-Allianz. Technion ist mit seiner wissenschaftlichen Exzellenz und seinem lebendigen Innovationsökosystem eine perfekte Verstärkung." Dies unterstreichen 84 ERC-Grants und zahlreiche Start-up-Ausgründungen aus dem T³ (Technion Technology Transfer) Inkubator der Universität.

"Das Technion ist begeistert und geehrt, der EuroTech-Allianz beizutreten", sagt Technion-Präsident Prof. Peretz Lavie. "Wir leben in einer Zeit, in der internationale und interdisziplinäre Kooperationen für die Zukunft der wissenschaftlichen Forschung entscheidend sind. Deshalb freuen wir uns sehr, künftig in dieser starken Allianz wissenschaftlichen Fortschritt zu gestalten, von dem die Menschen weltweit profitieren.“

Vielschichtige Zusammenarbeit mit der TUM

„TUM und Technion haben bereits 1990 die erste Vereinbarung über eine akademische und wissenschaftliche Zusammenarbeit getroffen. Über die Jahre wurde dies zu einer Partnerschaft auf vielen Ebenen, sei es im regen Austausch von Studierenden und Mitarbeitenden oder in zahlreichen gemeinsamen Forschungsvorhaben, darunter derzeit neun EU-finanzierte Projekte, etwa in der Informationstechnik, der Flugsystemdynamik oder der Biochemie. Wir wissen also sehr genau, dass wir uns mit der Technion ein hervorragendes neues Mitglied in die Allianz holen“, sagt TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann.

EuroTech-Postdoc-Programm geht in die nächste Runde

Als eines der ersten länderübergreifenden Stipendienprogramme bietet das EuroTech-Postdoc-Programm 80 internationalen Top-Talenten einen einzigartigen Zugang zu Forschungsexpertise und -infrastruktur und zu mehreren der besten Entrepreneurship-Schmieden Europas. Die zweite Bewerbungsrunde des durch „Horizon 2020“ kofinanzierten Programms startet am 30. November 2018.

Auf EU-Ebene wird die EuroTech-Allianz häufig als Beispiel für interuniversitäre Zusammenarbeit hervorgehoben. In Anbetracht der Möglichkeiten einer solchen Bündelung von Ressourcen und Stärken hat die Europäische Kommission im Oktober ein Pilotprojekt zur Unterstützung europäischer Hochschulnetze gestartet.

Mehr Informationen:

Die EuroTech Universities Alliance ist eine strategische Partnerschaft führender Universitäten für Wissenschaft und Technologie, die sich der Exzellenz in der Forschung und der gemeinsamen Entwicklung von Lösungen für die großen Herausforderungen der Gesellschaft verschrieben haben. Der Mitgliederkreis umfasst die Technische Universität von Dänemark (DTU), die École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), die École Polytechnique (l'X), die Technische Universität Eindhoven (Tu/e), die TUM und ab 2019 das Technion – Israel Institute of Technology.

Das Technion wurde 1912 in Haifa gegründet und war die erste Universität Israels. Heute wird die Universität als Quelle des Einfallsreichtums für Israels Status als "Start-Up Nation" gefeiert. Mit 18 Fakultäten und fast 60 Forschungszentren bietet das Technion Abschlüsse in Natur- und Ingenieurwissenschaften, Architektur, Medizin, Industriemanagement und Erziehungswissenschaften.