Munich Talks am 3. und 17.12.: Helen Margetts und Martha Nussbaum

Vortragsreihe zu Technik, Politik und Gesellschaft

Prof. Helen Margetts (l.) und Prof. Martha Nussbaum
Prof. Helen Margetts (l.) und Prof. Martha Nussbaum sind im Dezember an der HfP zu Gast. (Bild: T. Muntinga / Oxford Internet Institute (l.) ; N.N. / University of Chicago)

Termin

Die Munich Talks sind eine neue Veranstaltungsreihe der Hochschule für Politik München (HfP) an der Technischen Universität München (TUM). Im Dezember sprechen mit Helen Margetts und Martha Nussbaum zwei herausragende Wissenschaftlerinnen an der HfP. Ziel der Reihe ist es, Wechselwirkungen zwischen technischem Fortschritt, gesellschaftlichem Wandel und politischen Prozessen zugänglich zu machen.

3.12.: Political Turbulence and the Democratic Landscape – Helen Margetts

Soziale Netzwerke haben einen bedeutenden Einfluss auf die Politik. Mit Hilfe von Hashtags, Likes, Shares und Tweets werden mittlerweile ganze politische Debatten geführt. Wie wirkt sich die Nutzung von sozialen Netzwerken auf die Politik aus? In dem Vortrag von Helen Margetts werden die Auswirkungen dieser neuen Kommunikationsplattformen sowohl auf die politikwissenschaftliche Forschung als auch auf die Zukunft des modernen Staates aufgezeigt und diskutiert.

Helen Margetts ist Professor of Society and the Internet an der Universität Oxford und Direktorin des Public Policy Programm am Alan Turing Institute, des nationalen Instituts für Datenwissenschaft und künstliche Intelligenz in Großbritannien. Sie untersucht politisches Verhalten und Institutionen im Zeitalter von Internet, sozialen Medien und Datenwissenschaft. Helen Margetts hat mehr als hundert Bücher, Artikel und Forschungsberichte auf diesem Gebiet veröffentlicht. Sie ist zudem die erste Preisträgerin des „Friedrich Schiedel-Preises für Politik und Technik“ an der Technischen Universität München.

  • Vortragssprache: Englisch
  • Der Eintritt ist kostenlos, eine Registrierung ist jedoch verpflichtend.
  • Registrierung: https://wiki.tum.de/x/8gLVC
  • Montag, 3. Dezember 2018, 16:00 Uhr
    Hochschule für Politik München, Piazza Richard-Wagner-Str. 1
    80333 München

17.12.: Sexism and Misogyny: Poisons for Democratic Politics – Martha Nussbaum 

Ängste unterschiedlichster Art verunsichern die Menschen in heutigen Demokratien und begünstigen  Populismus. Ein wichtiger Bereich sind dabei die Geschlechterrollen. Hier nimmt der Widerstand gegen die zunehmende Gleichberechtigung von Frauen in der Politik und auf dem Arbeitsmarkt oft unschöne Formen an. Martha Nussbaum beleuchtet in ihrem Vortrag die Auswirkungen der heutigen Misogynie und argumentiert, dass diese ihre Wurzeln in der Angst hat, die in drei verschiedenen Zwischenemotionen ihren Ausdruck findet: der Wut, dem Neid und dem Ekel.
 
Martha Nussbaum ist Philosophin und Professorin für Rechtswissenschaften und Ethik an der University of Chicago. Sie hat an der Harvard University, der Brown University und der Oxford University unterrichtet. Von 1986 bis 1993 war sie Forschungsberaterin am World Institute for Development Economics Research in Helsinki - einem Teil der Universität der Vereinten Nationen. Sie hat Ehrentitel von sechzig Hochschulen und Universitäten auf der ganzen Welt verliehen bekommen, ist Mitglied mehrerer Akademien und hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Sie ist Wissenschaftlerin an der Academy of Finland, Fellow der British Academy und Mitglied der American Academy of Arts and Sciences sowie der American Philosophical Society.

  • Vortragssprache: Englisch
  • Der Eintritt ist kostenlos, eine Registrierung ist jedoch verpflichtend.
  • Registrierung: https://wiki.tum.de/x/hov-C
  • Montag, 17. Dezember 2018, 17:00 Uhr
    Hochschule für Politik München, Piazza Richard-Wagner-Str. 1
    80333 München

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