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Facebook fördert die TU München

Neues Forschungsinstitut für Ethik in der Künstlichen Intelligenz

Facebook-COO Sheryl Sandberg mit TUM-Vizepräsident Prof. Thomas Hofmann und Projektkoordinator Prof. Christoph Lütge (l.)  auf der Konferenz "Digital-Life Design" in München. (Bild: Heddergott / TUM)
Facebook-COO Sheryl Sandberg mit TUM-Vizepräsident Prof. Thomas Hofmann und Projektkoordinator Prof. Christoph Lütge (l.) auf der Konferenz "Digital-Life Design". (Bild: Heddergott)

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Das US-amerikanische Unternehmen Facebook unterstützt mit 6,5 Millionen Euro die Initiative der Technischen Universität München (TUM), die ethischen Implikationen der Künstlichen Intelligenz zu erforschen. Die Zuwendung fließt in das neue TUM Institute for Ethics in Artificial Intelligence und wurde Vizepräsident Prof. Thomas Hofmann und Projektkoordinator Prof. Christoph Lütge (Lehrstuhl für Wirtschaftsethik) auf der Konferenz "Digital-Life Design" in München von Facebook-COO Sheryl Sandberg offiziell bestätigt.

„Künstliche Intelligenz“ (KI) eröffnet technischen Systemen durch digitale Vernetzung neue Funktions- und Anwendungshorizonte. Um die kulturelle und gesellschaftliche Rückverankerung dieser teils sprunghaft fortschreitenden Entwicklungen sicherzustellen, hat die TUM ein umfangreiches Ausbauprogramm für die Geistes- und Sozialwissenschaften gestartet. In der neuen Leitstrategie werden Forschung und Lehre fortan im Kontext eines „Human-Centered Engineering“ ausgestaltet, womit auch Disziplinen wie die Philosophie, Ethik, Soziologie und Politikwissenschaft gefordert sind.

Technologien mit kultureller Wertebezogenheit

Das Bekenntnis zur Kultur der wertebezogenen Technologien führte zum Munich Center for Technology in Society (MCTS) im Rahmen der Exzellenzinitiative 2012. Die finanzielle Zuwendung von Facebook trägt nun zur Beschleunigung der Strategieumsetzung bei. „Gesellschaftsrelevante Innovationskreisläufe sind ohne die ethische, rechtliche und politische Gesamtbetrachtung nicht möglich“, sagt Vizepräsident Prof. Thomas Hofmann. Wegen der langfristigen Bedeutung der Thematik habe die TUM das Forschungsinstitut unter Leitung von Prof. Lütge unter dem Dach des MCTS gegründet.

Prof. Christoph Lütge vom Peter Löscher-Stiftungslehrstuhl für Wirtschaftsethik formuliert die übergeordneten Ziele: „Wir wollen Leitlinien liefern für die Identifikation und Beantwortung ethischer Fragen der Künstlichen Intelligenz für Gesellschaft, Industrie und Gesetzgeber.“ Lütge wurde kürzlich in die Ethikkommission der Bundesregierung zum Autonomen Fahren und in die europäische Expertenkommission „AI4 People“ berufen.

Facebook unterstützt neues Institut ohne weitere Vorgaben

Das neue TUM Institute for Ethics in Artificial Intelligence wird von Facebook ohne weitere Vorgaben unterstützt. „Bei Facebook ist der verantwortungsvolle und umsichtige Umgang mit der KI für alles, was wir tun, von grundlegender Bedeutung. Die KI wirft jedoch komplexe Probleme auf, die Menschen und Gesellschaft betreffen und die die Industrie allein nicht beantworten kann“, sagt Joaquin Quiñonero Candela, Director of AI bei Facebook. „Wir freuen uns, die Gründung des unabhängigen TUM Institute for Ethics in AI unterstützen zu können, und sind überzeugt, dass das Institut das wachsende Forschungsfeld der Ethik im Bereich der neuen Technologien vorantreiben und grundlegende Fragen im Zusammenhang mit der Nutzung und den Auswirkungen von AI untersuchen wird.“ 

 

Tagesschau-Interview mit Facebook-COO Sheryl Sandberg vom 19.01.2019

Die TUM gründet ein neues Forschungsinstitut für Ethik in der Künstlichen Intelligenz. (Bild: Heddergott / TUM)
Die TUM gründet ein neues Forschungsinstitut für Ethik in der Künstlichen Intelligenz. (Bild: Heddergott / TUM)