Studierende der TUM machten aus der Arcisstraße ein Reallabor für die Nutzung des öffentlichen Raums.
Bild: Léon Voßberg / TUM
  • Nachhaltigkeit, Campus, Studium
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Studierende entwickeln Ideen für die Stadt der ZukunftAutofreier Tag in der Arcisstraße

Den öffentlichen Raum vom Auto zurückfordern – darum ging es den Initiatorinnen und Initiatoren der „Intervention Arcisstraße“. Im Rahmen eines von der Professur für Urban Design des Departments für Architektur entwickelten Projekts haben Studierende der Technischen Universität München die sonst vielbefahrene Straße vor dem Hauptgebäude der TUM in der Münchner Innenstadt kurzerhand in ein Labor für die gemeinschaftliche Nutzung des öffentlichen Raums verwandelt.

Wie können wir den öffentlichen Raum allen zugänglich machen? Wie wägen wir unterschiedliche Nutzungen gegeneinander ab? Wie wird die Stadt zukunftsfähig? Die Studierenden des TUM Departments für Architektur widmen sich Fragen wie diesen jeden Tag – Fragen, deren Bedeutung weit über die Universität hinausreicht. An der Professur für Urban Design haben Lehrende und Studierende deshalb ein Projekt entwickelt, um dem Rechnung zu tragen: Mit der „Intervention Arcisstraße“ gehen sie aus der Universität hinaus und tragen die Fragen direkt zur Bevölkerung in den öffentlichen Raum.

Einen ganzen Tag lang wurde der Abschnitt der Straße vor dem Hauptgebäude der TUM im Münchner Zentrum für den Autoverkehr gesperrt. So entstand viel Raum für Kultur, Sport und Begegnung: Musikerinnen und Musiker spielten, eine Skate-Parcours wurde aufgebaut und Yoga-Sessions angeboten. Außerdem stellten unterschiedliche Akteure der Stadtgesellschaft ihre Konzepte für eine nachhaltigere Stadtgestaltung zur Diskussion.

Ideen für die Zukunft der Stadt

So konnten Studierende, Anwohnerinnen und Anwohner sowie Passantinnen und Passanten die Straße einmal ganz frei nutzen, um Sport zu machen, um sich zu entspannen und um miteinander ins Gespräch zu kommen – darüber, wie urbane Mobilität gestaltet werden kann, wie der Straßenraum transformiert werden kann und wie die Stadt der Zukunft aussehen soll. Die Vorstellungen reichen dabei von einer grüneren Innenstadt über mehr Platz für Begegnungsstätten bis hin zu besserer Infrastruktur für alle, die zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs sind.

„Ich denke es ist wichtig, mit kleinen Beispielen anzufangen, um herauszufinden, wie Städte in der Zukunft aussehen könnten.“ — ein Teilnehmer der „Intervention Arcisstraße“

Gefördert durch das Sustainability Office der TUM und in Zusammenarbeit mit der Stadt München wurde so ein Reallabor ermöglicht, aus dem Ideen entstehen können, um das Bild der Stadt nachhaltig zu prägen.

Technische Universität München

Dr. Konstantin Götschel – TUM Center for Study and Teaching
goetschel(at)zv.tum.de

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