RoboCup 2012

Weltmeistertitel für Informatik-Studenten

Das Team TUMsBendingUnits (v.l.): Sebastian Riedel, Sebastian Denz, Sören Jentzsch, Sebastian Brunner
Das Team TUMsBendingUnits (v.l.): Sebastian Riedel, Sebastian Denz, Sören Jentzsch, Sebastian Brunner (Foto: Gerhard Schrott)

TUMcampus 4/12, Auszeichnungen

Den ersten Weltmeistertitel der neuen offiziellen RoboCup Logistics League errang im RoboCup 2012 in Mexico City im Juni 2012 das Team TUMsBendingUnits: Sören Jentzsch, Sebastian Riedel, Sebastian Denz und Sebastian Brunner.

Schon 2011 hatten sich die Informatik-Studenten, unterstützt vom Lehrstuhl für Echtzeitsysteme und Robotik, in der Festo Logistics Competition durchgesetzt. In der Logistics League geht es darum, die Warenlogistik in einer nahezu unbekannten Produktionshalle zu bewältigen. Dazu befördern pro Team bis zu drei Roboter autonom auf einem gut 30 Quadratmeter großen Spielfeld rote Eishockey-Pucks mit RFID-Chips, die den Fortschritt eines Produkts speichern, an verschiedene Produktionsmaschinen. Die Maschinen bestehen aus einem RFID-Leser/Schreiber und einer Signal-Ampel, an der sich Maschinentyp und Produktionsfortschritt ablesen lassen. Während die Maschinenposition bekannt ist, kennen die Roboter den genauen Maschinentyp nicht, sondern müssen ihn erst entdecken. Aufgabe ist es, innerhalb von 15 Minuten möglichst schnell viele Güter höherer Klasse herzustellen. Der Schwerpunkt des Wettbewerbs liegt auf der Zusammenarbeit der drei autonomen Roboter, die möglichst flexibel auf verschiedene plötzlich auftauchende Probleme reagieren sollten. In der Qualifikationsphase für das Halbfinale konnte TUMsBendingUnits sich zwar nur den zweiten Platz sichern, erzielte dafür aber mit 372 Spielpunkten den höchsten akkumulierten Punktestand in den acht Gruppenspielen. Sämtliche Halbfinalspiele entschied das Team dann deutlich für sich und siegte schließlich auch im Finale mit Punkterekord.


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