Leidenschaft für die Fluorchemie

Hans-Fischer-Preis für Florian Kraus

TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann, PD Dr. Wolfgang Eisenreich, Vorsitzender der Hans-Fischer-Gesellschaft, und der Preisträger PD Dr. Florian Kraus (v.l.)
TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann, PD Dr. Wolfgang Eisenreich, Vorsitzender der Hans-Fischer-Gesellschaft, und der Preisträger PD Dr. Florian Kraus (v.l.)

TUMcampus 1/13, Auszeichnungen

Der nach dem Chemie-Nobelpreisträger (1930) der TUM benannte, mit 5 000 Euro dotierte Hans-Fischer-Preis für herausragende Forschungen in Chemie und Biochemie ging 2012 an PD Dr. Florian Kraus.

Der Preisträger ist Leiter der Arbeitsgruppe Fluorchemie am Lehrstuhl für Anorganische Chemie mit Schwerpunkt Neue Materialien der TUM. Er referierte auf dem 20. Hans-Fischer- Symposium für Bioorganische Chemie über »Uran- und Berylliumchemie in flüssigem Ammoniak sowie das Vorkommen elementaren Fluors in der Natur«. Erstaunlicherweise ist die Chemie des Urans abseits der kerntechnischen  Anwendungen  nur  spärlichst  untersucht und auch die Chemie des Berylliums ist praktisch terra incognita. So exploriert die Arbeitsgruppe um Florian Kraus den Verbindungsraum von Uran und Beryllium in flüssigem Ammoniak, um für die Zukunft revolutionäre Anwendungspotenziale dieser Elemente zu erschließen. Davor war Kraus zusammen mit dem LMU-Wissenschaftler Jörn Schmedt auf der Günne der erste Direkt- Nachweis des Elements Fluor in der Natur gelungen. Die beiden konnten zweifelsfrei belegen, dass elementares Fluor als Einschluss in einem Mineral, dem »Stinkspat«, vorkommt. Dieses Ergebnis ist so fundamental, dass es unser Wissen über das Fluor und die übrigen Halogene nachhaltig verändert.

 


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