TUM - Aktuelles https://www.tum.de Aktuelle Meldungen der TU München de TUM Mon, 09 Dec 2019 22:07:26 +0100 Mon, 09 Dec 2019 22:07:26 +0100 TUM Ambassadors 2019 https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35816/ In den letzten Jahrzehnten waren zahlreiche internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für kürzere oder längere Aufenthalte an der Technischen Universität München (TUM). Sie bereicherten die Universität mit ihrer wissenschaftlichen Expertise, ihren internationalen Erfahrungen und ihrem hochschulpolitischen Engagement.

In Anerkennung ihrer Verdienste wird seit 2013 einmal jährlich ausgewählten internationalen Spitzen-Forscherinnen und -Forschern durch den Präsidenten der TUM der Ehrentitel TUM Ambassador verliehen – stellvertretend für alle TUM Forscher-Alumni weltweit.

Ausgezeichnet wurden

•    Prof. Alessandro Reali, Università degli studi di Pavia, Italien
•    Prof. Anca Muscholl, Université de Bordeaux, Frankreich
•    Prof. Subhasis Chaudhuri, Indian Institute of Technology (IIT) Bombay, Indien
•    Prof. Clotilde Fermanian Kammerer, Université Paris-Est Créteil, Frankreich
•    Prof. Audrey Korsgaard, University of South Carolina, USA
•    Prof. Shengjing Tang, Beijing Institute of Technology, China
•    Prof. Bing Wang, Tsinghua University, China

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Campus news-35816 Mon, 09 Dec 2019 10:56:40 +0100
Ein Leben für die Wissenschaft https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35814/ TUM in den Medien klaus.becker@tum.de news-35814 Fri, 06 Dec 2019 13:52:21 +0100 Leibniz-Preise für Thorsten Bach und Thomas Neumann https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35812/ Das Spezialgebiet von Prof. Thorsten Bach ist die Photochemie. Mit der Verleihung des Leibniz-Preises würdigt die DFG seine richtungsweisenden Arbeiten auf diesem Gebiet und insbesondere seine weltweit beachteten Erfolge bei der Entwicklung der lichtinduzierten enantioselektiven Katalyse.

Lange Zeit galt die Photochemie als grundsätzlich ungeeignet, um chirale Moleküle – also Verbindungen, die sich vom Aufbau her wie die linke zur rechten Hand verhalten – gezielt herzustellen. Mit seiner Forschung hat Bach gezeigt, wie dies möglich ist, und damit ein neues, heute international als Photoredoxkatalyse bekanntes Forschungsgebiet eröffnet.

Thorsten Bach studierte Chemie in Heidelberg und Los Angeles. 1991 wurde er in Marburg promoviert. Nach einem Postdoc-Aufenthalt an der Harvard University schloss er seine Habilitation 1996 in Münster ab. Kurze Zeit später folgte er einem Ruf nach Marburg, seit 2000 ist er Lehrstuhlinhaber an der TUM. Er ist Mitglied der Leopoldina und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

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Forschung news-35812 Thu, 05 Dec 2019 14:25:40 +0100
Das Jahr 2019: turbulent, ereignisreich und hoch erfolgreich https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35813/ Nach 24 Jahren ist im September die Ära von Prof. Wolfgang A. Herrmann als Präsident der TUM zu Ende gegangen. Sein Nachfolger Prof. Thomas F. Hofmann blickte auf herausragende Erfolge dieses Jahres zurück, etwa die Entwicklung einer sensiblen Roboterhaut, den Gewinn der siebten Humboldt-Professur – zur Künstlichen Intelligenz in der Medizin – und den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten für die Ausgründung Celonis.

Das bedeutendste Ereignis wird auch die nächsten Jahre prägen: die erneute Auszeichnung als Exzellenzuniversität für das Zukunftskonzept „TUM Agenda 2030“. Die TUM wird sich in Schools neu organisieren, um Forschung und Lehre noch stärker über die Fächergrenzen hinweg innovativ gestalten zu können. Die Ingenieurwissenschaften werden mit den Sozialwissenschaften auf menschenzentrierte, vertrauenswürdige und gesellschaftsfähige Innovationen ausgerichtet. Einmalige Karrierechancen für den akademischen Mittelbau und attraktive Angebote für die lebenslange Fortbildung von Alumni komplettieren die Talentförderung vom Erstsemester bis zur Professur.

Moderiert von Präsident Hofmann diskutierten Prof. Daniel Cremers, Prof. Ruth Müller, der Student Jonas Papazoglou-Hennig und die Doktorandin Mareike Thiedeitz über die Frage „Wozu braucht die Zukunft uns, die TUM?“. Gemeinsam loteten sie neue Entwicklungspotenziale auf dem Weg zu einer verantwortungsvoll handelnden globalen Universität aus. Drei Start-ups zeigten, wie aus Studierenden Gründerinnen und Gründer werden.

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Campus news-35813 Thu, 05 Dec 2019 14:24:13 +0100
Ausbau der Forschung zu Künstlicher Intelligenz unter TUM-Führung https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35810/ Das Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme ist ein zentraler Bestandteil des Kompetenznetzwerks „Künstliche Maschinelle Intelligenz“ des Freistaats Bayern. Im Oktober hatte Ministerpräsident Dr. Markus Söder in einer Regierungserklärung sein Schwerpunktprogramm zur Förderung der Künstlichen Intelligenz (KI) angekündigt. 360 Millionen Euro sollen investiert werden. Zentrum der Initiative wird die Region München mit dem Schwerpunkt „Intelligente Robotik“.

Die TUM soll dabei eine zentrale Rolle spielen. Sie ist mit Einrichtungen wie der Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM) und dem Munich Data Science Institute (MDSI) ihrer Forschung auf den Gebieten Machine Learning und Data Science besonders stark auf den Kerngebieten des Maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz vertreten. Ministerpräsident Söder plant, ein „KI Mission Institute“ einzurichten, das aus der MSRM heraus entwickelt werden und Forschungs- und unternehmerische Aktivitäten bündeln soll. Auch beim Aufbau des Fraunhofer-Instituts für Kognitive Systeme kommt der TUM eine besondere Bedeutung zu. Vier gemeinsam von TUM und Fraunhofer-Gesellschaft besetzte Professuren werden dort Grundlagen- und Anwendungsforschung voranbringen. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC), das von den TUM-Professoren Claudia Eckert und Georg Sigl geführt wird, entsteht dadurch ein Kraftfeld der KI-Forschung in Bayern.

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Campus news-35810 Wed, 04 Dec 2019 09:08:00 +0100
München macht sich auf den Weg zur europäischen Innovationsmetropole https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35809/ Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat heute in Berlin die Entscheidung über die Anträge für das Programm „EXIST Potentiale“ bekanntgegeben. 142 Hochschulen werden in den kommenden vier Jahren unterstützt, Ausgründungen zu fördern. Neu ist in dieser Runde des EXIST-Programms das Ziel, Deutschland als Global Player bei wissenschaftsbasierten Unternehmensgründungen zu positionieren.

In diesem Bereich war die TUM mit ihrem Konzept „TUM Global DeepTech Venture“ erfolgreich. Sie wird zusammen mit UnternehmerTUM potentialreiche Start-up-Teams aus anderen Ländern unterstützen, sich in München anzusiedeln, um transformative Technologieentwicklungen einer marktgerechten Umsetzung zuzuführen. Dabei liegt der Fokus auf den Feldern Künstliche Intelligenz, Robotik, Additive Fertigung und nachhaltige Mobilität, in denen die TUM besonders forschungsstark ist.

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Entrepreneurship news-35809 Tue, 03 Dec 2019 17:00:00 +0100
PISA-Studie: Gute Ergebnisse im Lesen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35806/ Bei der siebten Studie des „Programme for International Student Assessment (PISA)“ wurden im Frühjahr 2018 in Deutschland die Kompetenzen von rund 5.500 15-jährigen Schülerinnen und Schülern an rund 220 Schulen aller Schularten getestet. Befragt wurden außerdem Lehrkräfte und Eltern. Weltweit nahmen rund 600.000 15-Jährige in 79 Ländern teil, darunter die 37 Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die die Studie koordiniert.

Die repräsentative PISA-Studie untersucht alle drei Jahre, wie gut Jugendliche zum Ende ihrer Pflichtschulzeit grundlegende Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften in alltäglichen Situationen anwenden können. Dieses Mal lag der Schwerpunkt auf der Lesekompetenz. Sie umfasst die Fähigkeit, Texte zu verstehen, zu nutzen, zu bewerten und über sie zu reflektieren. Erstmals getestet wurden die Fähigkeiten, Informationen durch das Navigieren auf Webseiten zu gewinnen, sowie die Glaubwürdigkeit von Texten zu beurteilen und widersprüchliche Informationen mehrerer Textquellen gegeneinander abzuwägen.

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Forschung klaus.becker@tum.de news-35806 Tue, 03 Dec 2019 09:00:00 +0100
„Es ist normal, unterschiedlich zu sein“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35804/ Am 3. Dezember ist der „Internationale Tage der Menschen mit Behinderung“. Ist solch ein Jahrestag aus Ihrer Sicht überhaupt sinnvoll?

An diesem Tag wird darauf aufmerksam gemacht, dass es normal ist, unterschiedlich zu sein. Das ist gut und richtig. Aber man meint auch leicht zu wissen, wer „die Behinderten“ sind, wenn man zu oberflächlich guckt. Das ist die Gefahr. Dabei sind „Menschen mit Behinderung“ keine einheitliche Gruppe.

Was meinen Sie damit?

Tatsächlich sind sie so vielfältig wie der Rest der Bevölkerung. Sie sind Frauen und Männer, jung oder älter, haben verschiedene Vorlieben oder Gewohnheiten. Bei manchen ist die Beeinträchtigung erst im Lebensverlauf aufgetreten, andere sind mit einer Einschränkung geboren. Es ist wichtig, nicht nur an Blindheit, Gehörlosigkeit oder damit verbundenes Anderssein zu denken, sondern an Menschen mit diesen oder anderen Beeinträchtigungen und ihre jeweiligen Lebenslagen und Lebenschancen.

„Als Deutschland die Behindertenrechtskonvention unterzeichnete, dachte man vermutlich, alles sei vorbildlich.”— Prof. Elisabeth Wacker

Sie leiten bereits zum dritten Mal den wissenschaftlichen Beirat für den Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen. Wie weit ist denn Deutschland, was Teilhabe angeht?

Ein Schutz vor Benachteiligung ist schon im Grundgesetz festgeschrieben und es gibt viele Leistungen der Eingliederungshilfe. Als die UN-Behindertenrechtskonvention vor zehn Jahren ratifiziert wurde, hat Deutschland sehr schnell unterzeichnet. Man dachte vermutlich, alles sei ja vorbildlich. Als dann aber überprüft wurde, welche Chancen auf Teilhabe an der Gesellschaft im Alltag bestehen, zeigte sich, dass trotz der Gesetze einiges an Benachteiligung existiert, also Beeinträchtigungen mit Benachteiligung verbunden sind.

Zum Beispiel?

Wer in die Statistiken schaut, sieht beispielsweise die schlechteren Chancen auf einen Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Beeinträchtigungen. Es genügt dabei nicht, auf angebotene Maßnahmen wie Beschäftigungsquoten zu schauen. Man muss auch sicherstellen, dass sie wirken. Übrigens sind deutlich mehr Menschen von Behinderung betroffen, als in offiziellen Statistiken erfasst werden, die nur die Personen mit Schwerbehindertenausweis zählen. In der Wissenschaft rechnen wir mit etwa 18 statt den amtlich anerkannten rund neun Prozent der Bevölkerung.

„Die Arbeit am Teilhabebericht finde ich eher beflügelnd als frustrierend.”— Prof. Elisabeth Wacker

Ist es frustrierend, Teilhabeberichte zu veröffentlichen, die immer wieder zeigen, dass vieles im Argen liegt?

Ich begreife das als wissenschaftliche Aufgabe. Wir liefern Informationen für notwendige Umgestaltungen. Wir können durch Analysen nachweisen, wo Hindernisse sind, welche Personengruppen besonders betroffen sind, an welchen Punkten Entwicklungschancen bestehen und welche Stellschrauben man drehen kann. Das finde ich eher beflügelnd als frustrierend.

Forschen Sie an Ihrem Lehrstuhl an der TUM an solchen Stellschrauben?

Genau. Dabei arbeiten wir meistens mit partizipativen Methoden. Das heißt, die Menschen, um die es jeweils geht, sind beteiligt als aktive Partnerinnen und Partner im Forschungsprozess. Gerade beschäftigen wir uns zum Beispiel mit der Aufgabe, eine bessere Gesundheitsvorsorge für Bewohnerinnen und Bewohner in Einrichtungen der Behindertenhilfe zu entwickeln. Das Präventionsgesetz fordert das, aber die Krankenkassen, die Geld dafür bereitstellen, wissen oft nicht, wie man diese Bevölkerungsgruppe richtig erreicht.

Was haben Sie herausgefunden?

Wir wissen nun beispielsweise, dass sich Menschen mit Beeinträchtigungen auch sehr für ihre Gesundheit interessieren und gerne entsprechende Angebote nutzen würden, am liebsten in Vereinen in ihrer Gemeinde. In einem anderen Projekt haben wir Bewegungsprogramme für ältere Menschen mit geistigen Behinderungen entwickelt und erprobt.

„Wissenschaft steht in der Verantwortung, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.”— Prof. Elisabeth Wacker

Wie sehen Sie die Rolle der Diversitätssoziologie an einer Technischen Universität?

An der TUM ist man seit langem aufmerksam für die Wechselwirkungen von Technologien und Gesellschaft. Dazu gehört auch sozialwissenschaftliche Forschung. Technologien werden von und für Menschen gestaltet. Das kann auf sehr unterschiedliche Weisen und mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen geschehen. Deswegen ist Aufmerksamkeit für Vielfalt sehr wichtig und die Suche nach gesellschaftlicher Teilhabe eine Verantwortung, die auch Wissenschaft übernehmen muss. Hier kommt die Diversitätssoziologie ins Spiel.

Wie arbeiten Sie mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen?

Wir diskutieren zum Beispiel mit Kolleginnen und Kollegen aus der Architektur, wie eine gesunde Stadt aussehen muss und wie sich Barrieren vermeiden lassen. In einem anderen Projekt überlegen wir mit der Medizintechnik, wie passgenau und preisgünstig Prothesen aus dem 3D-Drucker entstehen können, beispielsweise in afrikanischen Ländern. Wir können mit einem Befähigungskonzept herausfinden, wie Informationen gestaltet sein müssen oder die Betroffenen am besten erreicht werden.

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Forschung paul.hellmich@tum.de news-35804 Tue, 03 Dec 2019 08:30:00 +0100
Wirtschaftliche Abhängigkeit als politische Waffe https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35802/ Henry Farrell gehört er zu einer neuen Generation von Politikwissenschaftlern, die Theorien entwickeln, um die politischen Folgen des schnellen technologischen Wandels zu verstehen. Große Beachtung fand vor wenigen Monaten seine Studie „Weaponized Interdependence" (mit Abraham L. Newman). Sie zeigt, wie mächtige Staaten die Abhängigkeiten anderer Staaten von Technologien oder anderen Produkten in politischen Konflikten ausnutzen. Ein Beispiel ist das Verbot der US-Regierung für amerikanische Unternehmen, Kommunikationstechnologie mit ausländischen Firmen zu handeln, die als nationales Sicherheitsrisiko eingestuft werden, was auf chinesische Unternehmen zielte. Anders als lange angenommen, schmälern die Netzwerke der Globalisierung die Stärke des Staates nicht zwingend, so Farrells Theorie. Stattdessen nehmen Staaten über die Verknüpfungen in diesen Netzwerken gezielt Einfluss.

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Termin klaus.becker@tum.de news-35802 Thu, 28 Nov 2019 15:25:00 +0100
Hochdotierter Deutscher Zukunftspreis für Celonis https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35801/ Die Celonis-Gründer Bastian Nominacher, Martin Klenk und Alexander Rinke haben als Studierende der TUM eine Software für das sogenannte Process Mining entwickelt. Diese untersucht die alltäglichen Abläufe in Unternehmen, zeigt die Analysen in verständlichen Grafiken und schlägt Verbesserungen vor. Die automatisierte Unternehmensberatung lässt sich für alle möglichen Prozesse anwenden, die digitale Spuren hinterlassen, egal ob es um die Produktion eines Pharmaherstellers oder die Logistik eines Handelskonzerns geht. Die Jury nannte die auf Künstlicher Intelligenz basierende Process-Mining-Software „eine neue Schlüsseltechnologie für Industrie und Organisationen, die Kosten senken und Produktivität sowie Sicherheit erhöhen kann“.

Das 2011 gegründete Start-up schrieb eine rasante Erfolgsgeschichte: 2015 war Celonis bereits das am schnellsten wachsende Technologieunternehmen Deutschlands, ein Jahr später gründeten die Münchner eine Niederlassung in New York. 2018 wurde das Unternehmen mit einer Milliarde US-Dollar bewertet und gehört damit zu den seltenen deutschen „Einhörnern“. Die jüngste Finanzierungsrunde brachte vor wenigen Tagen eine Bewertung von 2,5 Milliarden Dollar. Global Player und Mittelständler in 20 verschiedenen Branchen nutzen die Software, darunter ein Drittel der DAX-Unternehmen. Damit gilt Celonis als Weltmarktführer beim Process Mining.

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Entrepreneurship news-35801 Thu, 28 Nov 2019 13:20:38 +0100
Heilung von Nervenzellen, 3D-Druck im Bauwesen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35798/ Entzündungen, Durchblutungsstörungen oder Störungen des Stoffwechsels können das Zentralnervensystem angreifen und dauerhaft schädigen. Zum Beispiel chronische Nervenschmerzen in den Beinen können die Folge sein. Manche Schädigungen des Nervensystems bilden sich aber auch nach gewisser Zeit wieder zurück. Wie die Erholung des Gewebes reguliert wird, ist bislang weitestgehend unbekannt – und damit auch, wie sie therapeutisch unterstützt werden kann. Um Vorhersagen über die Chancen einer Regeneration zu ermöglichen, wird ein Team der TUM, der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Universität Göttingen künftig gemeinsam im SFB/TRR 274 Nervenschäden und deren Rückbildung erforschen.

Die Forscherinnen und Forscher wollen Kontrollpunkte im zentralen Nervensystem finden, die die Erholung des geschädigten Gewebes steuern. Sie werden die Prozesse auf molekularer Ebene und „in vivo“ untersuchen. So sollen molekulare Signale der Nervenzellen und damit auch ihr Zusammenspiel mit anderen Zellen offengelegt werden. Sprecher des SFBs ist Mikael Simons, Professor für Molekulare Neurobiologie an der TUM.

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Campus presse@tum.de news-35798 Mon, 25 Nov 2019 15:20:31 +0100
TUM IdeAward für herausragende Geschäftsideen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35796/ Aus welchem Forschungsergebnis kann ein erfolgreiches Produkt entwickelt werden? Wer hat die beste Idee für die Gründung eines Start-ups? Mehr als 110 Teams aus der Technischen Universität München (TUM) hatten sich für den IdeAward beworben, zehn Finalisten präsentieren sich gestern im Audimax, drei Preisträger wurden von einer Jury gekürt. Verliehen wird der IdeAward von TUM, UnternehmerTUM, dem Zentrum für Innovation und Gründung, und der Zeidler-Forschungs-Stiftung, die das Preisgeld von insgesamt 37.500 Euro stellt.

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Entrepreneurship klaus.becker@tum.de news-35796 Fri, 22 Nov 2019 10:00:00 +0100
Otmar Wiestler einstimmig wiedergewählt https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35795/ Der Hochschulrat der TUM be­schließt unter anderem die Grund­ordnung und den Ent­wicklungs­plan der Uni­ver­si­tät sowie Ver­än­derungen bei Studien­gängen. Zudem wählt er den Präsi­denten und die Geschäfts­führenden Vize­präsi­denten. Er besteht aus aus zehn ex­­ter­nen Per­sön­­lich­­kei­ten aus Wis­sen­schaft, Wirt­­schaft und Politik so­wie zehn in­ter­nen Mit­glie­dern (Senat).

Prof. Otmar Wiestler ist seit 2015 Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Zuvor leitete er seit 2004 als Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Von 2007 bis 2012 war er zudem Vizepräsident für Gesundheit im Präsidium der Helmholtz-Gemeinschaft.

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Campus news-35795 Thu, 21 Nov 2019 13:57:54 +0100
Hohe Auszeichnung für Physiker der TUM https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35793/ In der Wissenschaft ist Andrzej J. Buras für seine herausragenden Beiträge zur angewandten Quantenfeldtheorie fundamentaler Wechselwirkungen, vor allem zur Phänomenologie des Standardmodells der Teilchenphysik, international hoch anerkannt. Von besonderem Einfluss waren seine Arbeiten zur Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie und zu den quantitativen Effekten der starken Wechselwirkung in schwachen und seltenen Zerfällen von Quark-Antiquark gebundenen Zuständen.

Andrzej J. Buras studierte Physik in Warschau. Er wurde 1972 am Niels-Bohr-Institut (Kopenhagen) promoviert. Auf Postdoc-Jahre am CERN (Genf), Fermilab (Chicago) und SLAC (Stanford University) folgte eine Anstellung am Max-Planck-Institut für Physik in München. 1988 wurde er ans Physik-Department der TU München auf den Lehrstuhl für Theoretische Elementarteilchenphysik berufen.

Nach seiner Emeritierung 2012 führte er seine Forschung dort und am TUM Institute for Advanced Study als Emeritus of Excellence der TUM fort, unter anderem unterstützt durch einen Advanced Grant des European Research Councils.

Die Max-Planck-Medaille ist die höchste Auszeichnung der DPG für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen Physik. Sie wird dem Preisträger im März 2020 während der DPG-Jahrestagung in Bonn überreicht. Mit der Verleihung an Andrzej Buras geht die Max-Planck-Medaille nun zum dritten Mal in den letzten vier Jahren an einen Physiker der Technischen Universität München.

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Campus battenberg@zv.tum.de news-35793 Thu, 21 Nov 2019 12:03:49 +0100
Ausbildungsqualität an der TUM ist Weltspitze https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35791/ Das Ranking wird jedes Jahr im Auftrag des britischen Magazins „Times Higher Education“ erstellt. Für die Rangliste befragt das Marktforschungsunternehmen Trendence weltweit Unternehmen in allen großen Branchen nach den Universitäten mit den besten Absolventinnen und Absolventen. Für die aktuelle Ausgabe des Rankings wurden rund 8.000 Managerinnen und Manager in 23 Ländern befragt, viele von ihnen mit Personalverantwortung.

Die TUM wird im „Global University Employability Ranking“ seit Jahren als die deutsche Universität gelistet, die ihre Studierenden am besten auf die Arbeitswelt vorbereitet.

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TUM in Rankings paul.hellmich@tum.de news-35791 Thu, 21 Nov 2019 09:00:00 +0100
Zukunft der Agrarwissenschaften https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35790/ „Seit jeher verbindet die Max Schönleutner Gesellschaft Weihenstephan und die TUM das gleiche Ziel: nämlich zukunftsorientierte Forschung und Ausbildung und innovative Talente in den Agrar- und Gartenbauwissenschaften an der TUM zu fördern“, erklärte Präsident Hofmann.

Schon im Jahr 2000 hat Reformpräsident Professor Wolfgang A. Herrmann mit der Gründung des Wissenschaftszentrums Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt eine weitreichende Reform und Umgestaltung des TUM-Standortes Freising-Weihenstephan begonnen, um existenzielle Jahrhundertthemen wie Welternährung, Rohstoffmangel und Klimawandel auf wissenschaftlichem Spitzenniveau zu bearbeiten.

Internationalität und Interdisziplinarität

Thomas F. Hofmann zeigte in seiner Festrede das Potenzial des „Grünen Zentrums“ Weihenstephan auf. Mit herausragenden Wissenschaftlern, ergänzt durch exzellente internationale Berufungen, sei es möglich, sich entlang der Kernthemen Nutzpflanzen- und Nutztierwissenschaften, Ökologie und Umwelt auf die digitale Transformation auszurichten.

Gerade bei so drängenden Fragen wie „Wie ernähren wir die wachsende Weltbevölkerung?“ oder „Welche Formen der Landnutzung führen uns weiter?“ sei es essentiell, die Kräfte zu bündeln. Hofmann rief dazu auf, Brücken zwischen den Disziplinen zu bauen, denn dies eröffne interdisziplinäre Horizonte und Chancen.

Beste Bedingungen in Weihenstephan

Die Strukturen in Weihenstephan sind dafür ausgezeichnet – etwa mit dem Hans Eisenmann-Forum für Agrarwissenschaften. Hier soll die TUMagrar Zukunftswerkstatt neu geschaffen werden. Gemeinsam mit Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden werden dort Zukunftsthemen diskutiert und neue Erkenntnisse für Wissenschaft, Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bereitgestellt.

Auch ein Ag&FoodTech Venture Lab ist in Weihenstephan geplant, um Firmengründungen aus der Wissenschaft heraus zu fördern. In diesem Maker-Space sollen kreative Ideen und innovative Technologien im Agrar- und Ernährungsbereich erprobt und bis zur Marktreife gebracht werden können.

Neue Studiengänge und Lehrformate

Die Masterstudiengänge in den Agrarwissenschaften wurden modernisiert. Die TUM bietet nun einen Master in Agrarsystemwissenschaften und ab dem kommenden Wintersemester in „Agricultural Biosciences“ an.

Grundsätzlich warb Hofmann für ein neues Verständnis der Lehre. Durch ein verstärktes Online-Lehrangebot könnten Freiräume geschaffen werden, die zu neuen Präsenzformaten auf dem Campus führen sollen. „Wir müssen die Präsenzphasen nutzen, um die Studierenden in Interaktion zu bringen.“

Verleihung der Max Schönleutner-Medaille

Professor Dr. Wolfgang A. Herrmann, ehemaliger Präsident der TUM und Gerd Sonnleitner, ehemaliger Präsident des Europäischen, des Deutschen und des Bayerischen Bauernverbandes, erhielten im Anschluss Medaillen der MSGW.

Beide Persönlichkeiten haben 2007 entscheidend zur Aufarbeitung und Neugestaltung der Agrar- und Gartenbauwissenschaften beigetragen, die zu einer Zielvereinbarung für die Agrarwissenschaften im Jahr 2008 führte. TUM-Präsident em. Herrmann führte die Ziele im Jahr 2018 in einer neuen Vereinbarung mit dem Bayerischen Wissenschaftsministerium zur Stärkung der Agrarwissenschaften fort.

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Campus katharina.baumeister@tum.de news-35790 Wed, 20 Nov 2019 13:06:28 +0100
Supereffiziente Flügel heben ab https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35787/ Flügel mit größerer Spannweite und geringerem Gewicht erzeugen weniger Widerstand – und sind daher energieeffizienter. Durch den effizienteren Auftrieb könnte Kerosin eingespart und so die Emissionen und Kosten verringert werden. Der limitierende Faktor für den Bau solcher Flügel ist das aerodynamische Phänomen des Flatterns. Durch den Luftwiderstand sowie Windböen schaukeln sich die Schwingungen der Tragflächen immer weiter auf – wie bei einer Fahne im Wind.

„Das Flattern führt zur Materialermüdung. Das kann sogar so weit gehen, dass der Flügel abreißt“, erklärt Sebastian Köberle, wissenschaftlicher Mitarbeiter am TUM-Lehrstuhl für Luftfahrtsysteme. Zwar beginnt jeder Flügel bei einer bestimmten Geschwindigkeit zu flattern – aber kürzere und dickere Flügel besitzen strukturell eine höhere Steifigkeit und damit Stabilität. Flügel mit mehr Spannweite genauso stabil und steif zu bauen, würde also gleichzeitig mehr Gewicht bedeuten.

Im europäischen Projekt FLEXOP (Flutter Free FLight Envelope eXpansion for ecOnomical Performance improvement) arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sechs Ländern daher an neuen Technologien, die das Flattern unter Kontrolle bringen und es gleichzeitig erlauben, die Flügel leichter zu bauen.

Flugversuche zeigen Verhalten der neuartigen Tragflächen

Die Forscher der TUM sind für die Konzeption und Durchführung der Flugversuche verantwortlich. Diese sollen das tatsächliche Verhalten der zwei neuartigen Tragflächen zeigen, die im Projekt entwickelt wurden: Die aeroelatischen Flügel und die Flatterflügel.

Dazu bauten die Wissenschaftler der TUM zunächst den dreieinhalb Meter langen und sieben Meter breiten Flugdemonstrator und integrierten die Systeme der europäischen Partner. Mithilfe der extra gefertigten Referenzflügel arbeiteten die Forscher dann daran, den Flugdemonstrator automatisiert vorgegebene Flugversuchsmuster fliegen zu lassen. Sie erarbeiteten die optimalen Einstellungen und entwickelten Handbücher sowie Checklisten für die Flugversuche. „Der Flugdemonstrator soll mit den neuartigen Flügeln so schnell fliegen, dass diese theoretisch flattern müssten“, erklärt Köberle. „Bei solch hohen Geschwindigkeiten müssen wir sicher sein, dass nichts schiefgeht.“

Das Flugzeug muss von Boden aus zu jedem Zeitpunkt zu sehen sein, sodass die Forscher im Notfall eingreifen können. Das bedeutet, dass die Flugmanöver in einem engen Radius von einem Kilometer geflogen werden.

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Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-35787 Tue, 19 Nov 2019 11:26:18 +0100
Die meistzitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35784/ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weisen in ihren Publikationen auf die bedeutendsten Artikel hin, die bislang zum jeweiligen Thema erschienen sind. Deshalb ist die Häufigkeit der Zitierungen ein guter Indikator für die Forschungsqualität. Um die „Highly Cited Researchers“ zu ermitteln, wertet das US-Unternehmen Clarivate Analytics die von ihm betriebene Datenbank „Web of Science“ aus, die wissenschaftliche Publikationen in einem breiten Fächerspektrum erfasst.

Das Ranking zeigt die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Zeitraum von 2008 bis 2018 in ihren jeweiligen Fachbereichen am häufigsten zitiert wurden. Forscherinnen und Forscher, die in verschiedenen Feldern oft zitiert werden, werden in der Kategorie „Cross-Field“ geführt. Insgesamt führt die Liste rund 6.200 Personen ohne Reihenfolge auf, darunter folgende Professorinnen und Professoren der TUM:

Agrarwissenschaften:

Chemie:

Klinische Medizin:

  • Prof. Adnan Kastrati, Professur für Interventionelle Kardiologie / Deutsches Herzzentrum München

Psychiatrie und Psychologie:

Cross-Field:

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TUM in Rankings klaus.becker@tum.de news-35784 Tue, 19 Nov 2019 10:44:00 +0100
Neue Forschungsallianz für additive Fertigung https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35785/ Die Forschungskooperation entstand in direktem Zusammenhang mit einem im Oktober angekündigten AM-Gemeinschaftsprojekt: Damals gaben TUM, Oerlikon, GE Additive und Linde die Errichtung eines bayerischen AM-Clusters und eines Instituts für additive Fertigung bekannt, um die Zusammenarbeit und fachübergreifende Forschung zwischen den drei Unternehmen und der Universität zu fördern. Durch die Bündelung komplementärer Kernkompetenzen an einem Standort soll die Industrialisierung der additiven Fertigung beschleunigt werden.  

Die Forschungsallianz bestehend aus TUM, Oerlikon und Linde stellt ein einzigartiges Konsortium dar, in dem jede der drei Parteien ihre eigene High-Tech-Expertise in diesen komplexen Fachbereich einbringt. Die Verarbeitung einer Aluminiumlegierung mit einem hohen Anteil an leichten Elementen, wie etwa Magnesium, in einem AM-Prozess erfordert ein tiefgehendes Verständnis über die zugrundeliegenden chemischen, thermischen und fluiddynamischen Prozesse. Während des Herstellungsprozesses wird das Metallpulver Schicht für Schicht auf einer Bauplatte aufgetragen und durch einen Laserstrahl lokal erhitzt. Dadurch verschmilzt das Metallpulver und erstarrt in den gewünschten komplexen, dreidimensionalen Geometrien. Der Prozess erfolgt in einer bestmöglich auf die Materialien abgestimmten Schutzgasatmosphäre.

Detailliertes Verständnis der physikalischen Vorgänge

Der Lehrstuhl für Aerodynamik und Strömungstechnik der TUM verfügt durch den Einsatz numerischer Simulationen über ein detailliertes Verständnis zu den physikalischen Vorgängen, die während des Prozesses der additiven Fertigung auftreten. „Die AM-Forschungsallianz schließt die Lücke zwischen unseren neuesten numerischen Modellierungsergebnissen und künftigen Industrieanwendungen“, sagt Lehrstuhlleiter Prof. Nikolaus Adams. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen haben ein Prozess-Simulationstool entwickelt, das die gesamte Schmelzbaddynamik abdeckt. Es umfasst Modelle für den Phasenwechsel zwischen fest-flüssig-gasförmig und beinhaltet Effekte wie Oberflächenspannung und Wärmetransport. „Ein detaillierter Einblick in alle gleichzeitig auftretenden thermofluiddynamischen Phänomene ist eine wesentliche Voraussetzung für ein besseres Verständnis des Gesamtprozesses und der resultierenden Materialeigenschaften“, fügt Dr. Stefan Adami hinzu.

Oerlikons Expertise im Bereich von Pulvern und Werkstoffen wird maßgeblich zur Entwicklung des neuartigen Werkstoffes beitragen. Die Verarbeitung von Aluminiumlegierungen mittels additiver Fertigung birgt einige Herausforderungen. "Die durch die hohen Temperaturen hervorgerufenen extremen Bedingungen im Schmelzbad können dazu führen, dass leichtsiedende Legierungsbestandteile wie Magnesium einfach verdampfen“, erläutert Dr. Marcus Giglmaier, Project Manager AM Institute. „Außerdem werden während des Erstarrungsvorgangs Abkühlraten von mehr als 1 Mio. Grad Celsius pro Sekunde erreicht wodurch extrem hohe Spannungszustände im Material erzeugt werden und sogenannte Mikro-Risse entstehen können.“

Das herausragende Know-how und die bahnbrechenden Technologien von Linde in Bezug auf die Kontrolle der Gasatmosphäre während des AM-Prozesses hilft bei der Vermeidung von Verunreinigungen im Druckprozess und eröffnet den Anwendern die Möglichkeit, optimale Druckbedingungen zu erzielen. „Die Charakterisierung und Kontrolle des Gasprozesses während der additiven Fertigung birgt nicht nur das Potenzial, Verdampfungsverluste zu verhindern, sondern kann auch den gesamten Druckprozess beschleunigen“, erklärt Thomas Ammann, Expert Additive Manufacturing bei Linde. „Die Verwendung von maßgeschneiderten Gasgemischen für die neue Legierung werden dabei helfen, die im Schmelzbad auftretenden Prozesse zu kontrollieren, die Änderungen in der Zusammensetzung der Legierungen zu minimieren und Rissbildung während des Druckprozesses zu verhindern.“

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Campus presse@tum.de news-35785 Mon, 18 Nov 2019 16:36:23 +0100
Lebende Brücken https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35781/ Vom nordindischen Meghalaya-Plateau führen unzugängliche Täler und Schluchten in die weiten Flächen Bangladeschs. In den Monsunmonaten schwellen die Gebirgsbäche in den Wäldern zu wilden Strömen an. Um diese überwinden zu können, bauten schon die indigenen Khasi- und Jaintia-Völker ihre Brücken aus den lebenden Luftwurzeln des Gummibaums Ficus elastica. „Solche stabilen Brücken aus ineinander verschlungenen Wurzeln können mehr als 50 Meter lang und mehrere Hundert Jahre alt werden“, sagt Ferdinand Ludwig, Professor für Green Technologies in Landscape Architecture an der TUM.

Gemeinsam mit Thomas Speck, Professor für Botanik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat er 74 solcher lebenden Brücken analysiert. „In den Medien und auf Blogs sind die lebenden Meghalaya-Brücken schon viel besprochen worden, wissenschaftliche Untersuchungen gab es bislang allerdings wenige“, sagt Ludwig. „Außerdem war das Wissen um die alten Bautechniken bislang kaum schriftlich dokumentiert“, fügt Wilfrid Middleton von der Fakultät für Architektur an der TUM hinzu. Die Forscher führten Interviews mit den Brückenbauern und -bauerinnen, um den Bauprozess besser zu verstehen. Um einen Überblick über die komplexe Wurzelstruktur zu gewinnen, machten sie mehrere tausend Fotos und erstellten daraus 3D-Modelle. Darüber hinaus kartierte das Team die Brücken erstmals.

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Forschung lisa.pietrzyk@tum.de news-35781 Mon, 18 Nov 2019 14:00:00 +0100
Siebte Humboldt-Professur für die TUM https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35778/ Prof. Daniel Rückert hat wegweisende Verfahren entwickelt, mit denen Computer besonders aussagekräftige Bilder aus Aufnahmen der Computertomographie oder Magnetresonanztomographie erzeugen, diese analysieren und für eine verbesserte medizinische Diagnostik interpretieren können. Jetzt konnte die TUM den Experten in der KI-Medizin für sich gewinnen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt seine Forschung mit einer der begehrten Humboldt-Professuren, die mit 5 Millionen Euro dotiert ist.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung verfolgt mit diesen Preisen das Ziel, weltweit führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler langfristig nach Deutschland zu holen. Im Mai hatte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek angekündigt, zusätzliche Professuren zu schaffen, die sich mit KI-Themen beschäftigen. Daniel Rückert gehört zu den ersten zwei „KI-Humboldt-Professoren“.

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Campus paul.hellmich@tum.de news-35778 Thu, 14 Nov 2019 12:00:00 +0100
Neuer Syntheseweg zu löslichen Silicium-Clustern https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35779/ Die weltbesten Silicium-Solarzellen besitzen derzeit einen Wirkungsgrad von 24 Prozent. Die theoretische Grenze liegt bei rund 29 Prozent. „Das liegt daran“, erläutert Thomas Fässler, Professor für Anorganische Chemie mit Schwerpunkt Neue Materialien an der TU München, „dass das in der Diamantstruktur kristallisierende Silicium nur eine indirekte Bandlücke nutzen kann.“

Forscher träumen daher von Materialien in denen die Silicium-Atome so angeordnet sind, dass eine direkte Bandlücke entsteht, die sie für die solare Energieproduktion nutzen können. Als Modellverbindungen dafür sieht die Wissenschaft kleine Silicium-Cluster an. Hier lassen sich die Atome anders anordnen als im kristallinen Silicium.

„Solche Verbindungen sind auch für eine Vielzahl weiterer chemischer Experimente interessant“, sagt Professor Fässler. Gezielt können wir derzeit in wenigen Syntheseschritten vier und neun Silicium-Atome zu Tetraedern beziehungsweise einer fast kugelförmigen Struktur zusammenfügen. Die Synthesen und die Isolierung der Atomcluster waren bisher aber sehr aufwändig. Hier sind wir nun einen entscheidenden Schritt vorangekommen.“

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-35779 Thu, 14 Nov 2019 08:57:52 +0100
Vulkane unter Druck https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35776/ Der Merapi auf Java gehört zu den gefährlichsten Vulkanen der Welt. Um die Bevölkerung rechtzeitig vor einem Ausbruch zu warnen, nutzen Geowissenschaftler und Geowissenschaftlerinnen aktuell meist seismische Messungen, welche die Bewegungen des Untergrunds sichtbar machen.

Ein internationales Team, zu dem auch Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) gehören, hat jetzt in der Lava vom Gipfel des Merapi ein weiteres Indiz für eine drohende Eruption gefunden: Die oberste Gesteinsschicht, die „Staukuppe“, wird undurchlässig für Gase aus dem Untergrund, bevor der Vulkan ausbricht.

„Unsere Untersuchungen zeigen, dass sich die physikalischen Eigenschaften der Staukuppe im Laufe der Zeit verändern“, erklärt Prof. H. Albert Gilg vom TUM-Lehrstuhl für Ingenieurgeologie. „Nach einem Ausbruch ist die Lava noch gut durchlässig. Nach und nach sinkt dann die Permeabilität, also die Durchlässigkeit. Das Gas staut sich, der Druck steigt und sprengt schließlich in einer gewaltigen Explosion die Staukuppe.“

Der Merapi als Modell-Vulkan

An sechs Lavaproben – eine stammt vom Ausbruch des Merapi 2006, die anderen von der Eruption 1902 – konnten die Forscher zeigen, wie sich die Gesteine verändern. Untersuchungen von Porenvolumen, Dichte, Mineralzusammensetzung und -struktur ergaben, dass die Permeabilität mit zunehmender Gesteinsumwandlung um vier Größenordnungen gesunken ist. Verantwortlich dafür sind neu gebildete Mineralien, vor allem Kalium- und Natrium-Aluminiumsulfate, welche die feinen Risse und Poren in der Lava versiegeln.

Der Zyklus der Zerstörung

Dass die reduzierte Permeabilität der Staukuppe tatsächlich verantwortlich ist für den nächsten Ausbruch, bestätigten Computersimulationen. Die Modelle zeigen, dass ein Schichtvulkan wie der Merapi drei Phasen durchläuft: Nach einer Eruption, wenn die Lava noch durchlässig ist, können Gase austreten; in der zweiten Phase wird die Staukuppe undurchlässig für Gase, gleichzeitig steigt der Druck im Inneren immer weiter an; in der dritten Phase sprengt er die Staukuppe.

Auch Fotografien vom Merapi aus der Zeit vor und während der Eruption am 11. Mai 2018 sprechen für das drei-Phasen-Modell: Der Feuerberg hatte zunächst eine Rauchfahne, schien dann lange ruhig, bis sich das Gas mit einer gewaltigen Explosion einen Weg bahnte und eine Aschenfontäne kilometerhoch in den Himmel schoss.

„Die Forschungsergebnisse lassen sich jetzt nutzen, um das Eruptionsrisiko besser einschätzen zu können“, resümiert Gilg. „Ein reduzierter Gasaustritt, den man messen kann, ist damit  ein Hinweis auf einen bevorstehenden Ausbruch.“

Messungen des Gasautritts können nicht nur im Fall des Merapi helfen, eine drohende Eruption rechtzeitig zu prognostizieren. Schichtvulkane sorgen rund um den Pazifik immer wieder für Zerstörung. Die berühmtesten Beispiele sind der Pinatubo auf den Philippinen, der Mount St. Helens in den USA und der Fuji in Japan.

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Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-35776 Wed, 13 Nov 2019 09:58:00 +0100
Forschen und studieren in Australien https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35774/ TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann und Prof. Peter Høj, Präsident der University of Queensland, unterzeichneten ein Kooperationsabkommen, das die bisherige Zusammenarbeit stärkt und neue gemeinsame Projekte ermöglicht.

Die renommierte Hochschule im australischen Brisbane ist bereits seit 2010 Partneruniversität der TUM. Bislang gibt es gemeinsame Forschung vor allem in den Bereichen Biotechnologie und -ökonomie, Lebenswissenschaften, Medizin und Wassermanagement. Studierende können beispielsweise in den Wirtschaftswissenschaften, der Architektur, der Biotechnologie sowie der Elektro- und Informationstechnik einen Teil ihres Studiums an der jeweils anderen Universität verbringen. Auch für Promovierende gibt es ein Austauschprogramm.

Beim jetzigen Delegationsbesuch der UQ an der TUM diskutierten zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Projekte. Darunter waren auch zwei Forschungsfelder, die die TUM derzeit stark ausbaut: Politik- und Rechtswissenschaften sowie Luft- und Raumfahrt.

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Campus news-35774 Fri, 08 Nov 2019 11:44:48 +0100
Insektenrückgang weitreichender als vermutet https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35768/ Dass es auf deutschen Wiesen weniger zirpt, summt, kreucht und fleucht als noch vor 25 Jahren, haben bereits mehrere Studien gezeigt. „Bisherige Studien konzentrierten sich aber entweder ausschließlich auf die Biomasse, also das Gesamtgewicht aller Insekten, oder auf einzelne Arten oder Artengruppen. Dass tatsächlich ein Großteil aller Insektengruppen betroffen ist, war bisher nicht klar“, sagt Dr. Sebastian Seibold, Forscher am Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie der TUM.

Im Rahmen einer breit angelegten Biodiversitätsstudie hat nun ein Forschungsteam unter der Leitung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TUM zwischen 2008 und 2017 eine Vielzahl von Insektengruppen in Brandenburg, Thüringen und Baden-Württemberg erfasst. Die Auswertung der Studienergebnisse stellt das Team nun in der Fachzeitschrift „Nature“ vor.

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Forschung battenberg@zv.tum.de news-35768 Wed, 30 Oct 2019 19:00:00 +0100