TUM Innovation Networks

Transdisziplinäre Teams, kollektive Kreativität, neue Ideen – und der Freiraum, diese zu verfolgen: In den neuen TUM Innovation Networks kooperieren Spitzenforscher*innen und Nachwuchstalente über Disziplinen und Fächerkulturen hinweg. Sie aktivieren neue Verbindungen zwischen Schools/ Departments und erschließen zukunftsweisende Forschungsfragen auf potentialreichen Innovationsfeldern.

Bewerben Sie sich bis 15.9.2020

Als Koordinator*in eines Teams senden Sie uns bitte ihre initiale Projektidee (max. 3 Seiten) bis 15.9.2020.

Kreative transdisziplinäre Projekte

Mit den TUM Innovation Networks fördern wir innovative „High Risk – High Gain“-Forschungsvorhaben mit transdisziplinärem Profil. Sie sind integraler Bestandteil unseres Zukunftskonzepts TUM Agenda 2030:

  • Zwei neue Projekte pro Jahr: Jedes Jahr fördert die TUM zwei neue potentialreiche Forschungsinitiativen von transdisziplinären Projektteams für 4 Jahre mit jeweils bis zu 10 Doktorand*innen und Postdocs.
  • Transdisziplinäre Teams: 7 bis 10 Principal Investigators aus unterschiedlichen Fächern arbeiten in einem Projekt zusammen.
  • Workshops für die finale Auswahl: Eine Vorauswahl der eingereichten Projektideen wird vor der finalen Auswahl durch den Präsidenten in einem Exploratory Workshop am TUM Institute for Advanced Study (TUM-IAS) konkretisiert.

Das Ziel: Die Projekte sollen die Grundlage für zukunftsweisende Forschungsschwerpunkte schaffen und frühzeitig künftige Innovationsschwerpunkte zu kritischen Massen formen. Dafür aktivieren sie strategisch neue Verbindungen zwischen den Schools/Departments. Auf diesem Weg soll eine starke Basis für neue kompetitive Verbundprojekte wie Exzellenzcluster oder SFBs/TRRs entstehen, als Teil unserer „Emerging Field Policy“.

Wichtige Fragen und Antworten

Jedes Jahr fördert die TUM zwei neue transdisziplinäre Forschungsinitiativen von Projektteams aus sieben bis zehn Principal Investigators (TUM Professor*innen, TUM Junior Fellows) für insgesamt vier Jahre mit bis zu zehn Doktorand*innen/Postdocs und Sachmitteln. Sie sollen zukunftsfähige und potenzialreiche Forschungsschwerpunkte, die noch in den Kinderschuhen stecken, strategisch erschließen. Detaillierte Förderbedingungen (PDF, 330 KB) (MyTUM-Login)

  • Personalstellen: In jedem TUM Innovation Network forschen bis zu zehn Doktorand*innen und Postdocs. Weil der Schwerpunkt auf der Doktorandenförderung liegt, sind in der Regel 2/3 der Personalmittel für Promovierende vorgesehen.
  • Sachmittel und Reisemittel: Bis zu 100.000 € pro Innovation Network für Verbrauchsmittel und studentische Hilfskräfte. Die einzelnen Nachwuchswissenschaftler*innen erhalten jeweils 10.000 € für die vierjährige Laufzeit des Projekts, die sie eigenständig für Konferenzreisen, Vortragseinladungen und Auslandsaufenthalte im Rahmen der IGSSE-Richtlinien nutzen können.
  • Eigenanteil: 1/3 der Personalmittel sind vom Projektteam einzubringen (Matching-Prinzip; diese können auch aus bestehenden Stellen der Projekt-PIs mit entsprechender thematischer Passung eingebracht werden).

Antragsberechtigt als Koordinator*in (TUM Innovation Network Coordinator) sind Professor*innen der TUM mit eigener Kostenstelle. Um eine initiale Projektidee einzureichen, werden zunächst drei bis fünf Principal Investigators aus dem Kreis unserer Professor*innen oder der TUM Junior Fellows benötigt.

Weitere Principal Investigators der TUM können zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen werden, wenn das geplante Innovation Network in einem TUM Exploratory Workshop final ausgestaltet wird (insgesamt max. sieben bis zehn Principal Investigators). Zudem können externe Wissenschaftler*innen (nicht finanziert) als assoziierte Mitglieder aufgenommen werden.

Im Rahmen eines einmal jährlich stattfindenden Call-for-Proposal reichen die Projektpartner*innen über ihre*n Koordinator*in eine maximal dreiseitige Projektidee ein (Ideen-Inbox, Login mit TUM-Kennung). Darin sollte neben der Ideenbeschreibung und der Motivation auch eine kurze Beleuchtung der relevanten Forschungslandschaft enthalten sein.

Die eingegangenen Projektideen werden anschließend vom TUM Innovation Network Board bewertet. Dieses setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Das TUM Innovation Network Board schlägt dem Präsidenten eine Themenauswahl mit entsprechender Reihung vor. Diese Projektideen werden während der TUM Exploratory Workshops weiter konkretisiert. Nach der Entscheidung durch den Präsidenten werden die Teams der potentialreichsten Projektvorschläge jeweils zu einem projektspezifischen TUM Exploratory Workshop am TUM-IAS eingeladen. Das Ziel dabei ist, innerhalb von zwei Tagen eine Konkretisierung und Ausarbeitung der Projektidee zu erreichen und das initiale Projektteam gegebenenfalls durch weitere Principal Investigators zu ergänzen.

Die TUM Exploratory Workshops finden etwa sechs Wochen nach Deadline des Call-for-Proposal statt. Zum Workshop kann das TUM Innovation Network Board weitere TUM-interne oder externe Wissenschaftler*innen einladen. Die Gesamtzahl der Teilnehmer*innen soll in der Regel 20 Personen nicht überschreiten.

Innerhalb von zwei Wochen nach den Workshops reichen die Projektteams über ihre*n Koordinator*in ein zehnseitiges Konzeptpapier ein. Es bildet die finale Entscheidungsgrundlage für die Förderung. In diesem Papier sind insgesamt sieben bis zehn zur Förderung durch die TUM vorgeschlagene Principal Investigators mit ihren jeweiligen Rollen und Teilprojekten skizziert. Bei eigener Finanzierung können weitere externe Partner (Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen) als assoziierte Mitglieder integriert werden.

Das TUM Innovation Network Board bewertet die finalen Konzeptpapiere und erstellt ein schriftliches Votum mit Reihung der Anträge zur Förderempfehlung bzw. Ablehnung für den Präsidenten. Es kann auch eine Empfehlung zu anderen Förderformaten geben (z.B. direkte Vorbereitung einer SFB-Initiative). Der Präsident trifft die finale Entscheidung über die Förderung von bis zu zwei TUM Innovation Networks pro Jahr.

Alle Promovierenden eines TUM Innovation Networks sind Mitglieder der International Graduate School of Science and Engineering (IGSSE), durchlaufen das koordinierte Qualifizierungsprogramm der IGSSE und werden von jeweils zwei Principal Investigators betreut (Tandem Supervision).

Nach zwei Jahren erfolgt ein Midterm Review unter Leitung der IGSSE. Einbezogen werden dafür das TUM Innovation Network Board und ausgewählte Fachexpert*innen. Dadurch erhalten das Projektteam und die Nachwuchswissenschaftler*innen Orientierungshilfe zur Schwerpunktsetzung, weiteren Stärkung und strategischen Ausrichtung ihres TUM Innovation Network.