TUM IDEAward 2021

Sie haben eine Idee und/oder Technologie mit Marktpotential? Sie stellen sich dabei gesellschaftlichen Herausforderungen? Mit Ihrer Gründungsidee möchten Sie einen nachhaltigen Mehrwert schaffen?

Dann bewerben Sie sich für den TUM IDEAward 2021!

Nutzen Sie die Chance unter die Finalisten gewählt zu werden, profitieren damit von konstruktiver Rückmeldung der Jury und erhalten ein individuelles Pitch Training. Anlässlich der öffentlichen Preisverleihung des IDEAward bekommen Sie zudem die Möglichkeit Ihre innovative Idee einem breiten Publikum zu präsentieren.

Den drei Gewinnern winkt ein Preisgeld von insgesamt 37.500 Euro (1. Platz: 15.000 Euro, 2. Platz: 12.500 Euro, 3. Platz: 10.000 Euro) von der Zeidler-Forschungs-Stiftung, sie erhalten ein individuelles Gründer-Coaching der TUM Gründungsberatung, das ihre Idee bis zum Markteintritt begleitet, sowie Zugang zu einem Workshop zum Thema “Sustainable Start-ups”.

Teilnehmen können WissenschaftlerInnen, AbsolventInnen (Bachelor, Master, PhD), Angestellte und Alumni der TUM.
Die detaillierten Teilnahmebedingungen finden sich hier (pdf).

  • Die Teilnahme am Wettbewerb kann als Einzelperson (TUM-Bezug erforderlich) oder Team erfolgen. 
  • Bei einer Teambewerbung müssen mindestens 50% WissenschaflerInnen und/oder Absolventen (Bachelor, Master, PhD) und/oder Angestellte der TUM sein, die anderen 50% können Externe oder Studierende sein.
  • Einreichung der Idee/Technologie bis 04. Juli über das online Formular.
  • Ausgeschlossen sind Ideen, die bereits durch Förderprogramme  (z.B. EXIST) finanziert werden. 
  • Ausgeschlossen sind zudem Ideen/Technologien, mit denen bereits eine Geschäftstätigkeit aufgenommen wurde.
  • Bis zur Preisvergabe darf nicht gegründet werden.

Nach einer ersten Auswahl werden die besten Ideen und Projekte als Finalisten zu Phase 2 zugelassen.

Die detaillierten Teilnahmebedingungen finden sich hier (pdf).

Die Teams mit den besten Ideen werden ab Anfang August aufgefordert, eine ausführliche Beschreibung des Projektes per Email an ideaward(at)tum.de bis zum 30. September 2021 einzureichen.

Erforderliche Unterlagen und Termine:

  • eine 10-seitige, ausformulierte Ideenskizze
  • Lebensläufe der Teammitglieder als Anhang der Ideenskizze
  • bis zum 22. September Termin bei Patente und Lizenzen, um die Patensituation zu klären
  • mündliche Präsentation vor der Jury im November (KW 45) 2021.
  • Teilnahme an einem Pitch Training (KW 46)
  • Teilnahme an der Preisverleihung am 25. November

Die detaillierten Teilnahmebedingungen finden sich hier (pdf).

Kurzvorstellung der 10 Finalisten des IdeAward 2020

Beworm entwickelt einen biotischen Recycling-Prozess um ölbasierte Kunststoffe wie Polyethylen (PE) abzubauen. PE ist der meistverbrauchte Kunststoff weltweit - dementsprechend bedeutend ist eine solche Technologie im Kampf gegen die Umweltverschmutzung. Materialien wie PE galten lange als nicht abbaubar, doch in den letzten Jahren wurden in der Forschung über 90 Organismen und Mikroorganismen dokumentiert, die langkettige Polymere aus Kohlenstoff und Wasserstoff auf-spalten können. Das Beworm-Team versucht, eine effiziente Mischung verschiedener Mikroorga-nismen und/oder Enzyme zu finden, um PE in seine Grundbausteine zu zersetzen. Diese Bausteine können zu Rohmaterial für neue Kunststoffe oder andere petrochemische Produkte aufbereitet wer-den. Im Gegensatz zu ähnlichen Projekten konzentriert sich Beworm sowohl auf die industrielle An-wendung und Umsetzung der Technologie als auch auf die wissenschaftliche Grundlagenforschung. Dies soll zu einer schnelleren und marktorientierteren Entwicklung führen. Ein Verfahren wie dieses wäre ein Durchbruch in der Lösung des Plastikproblems, sowie ein attraktives, zirkuläres Verwer-tungskonzept für die Kunststoffindustrie.

Pflanzenöle sind nach Reis und Weizen die am meisten konsumierten Nahrungsmittel. Allein Palmöl erwirbt 35% des Speiseölmarktes. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage ist die großflächige An-pflanzung von Palmen mit dem Verlust riesiger Teile des Regenwaldes verbunden, wodurch die biologische Vielfalt gefährdet wird und eine massive Menge an Treibhausgasen freigesetzt wird. Hefeöl wurde als eine alternative Ölquelle vorgestellt, die Palmöl ersetzen kann, da beide identisch sind. Wir bieten daher eine einzigartige integrierte Technologieplattform für die Hefeölproduktion an, die erstmals eine industrielle Skalierbarkeit mit hoher Ölproduktivität und niedrigen Produktionskos-ten ermöglicht. Dementsprechend kann jeder Abfallstrom durch Hefe in hochwertiges Öl umgewan-delt werden, ohne auf die störenden Monokulturen zurückgreifen zu müssen. Im Gegensatz zu an-deren Hefeölanbietern werden keine GVO verwendet, es werden keine toxischen Lösungsmittel benötigt und es entstehen keine Abfallströme. Außerdem ist das produzierte Öl rein und weist eine hohe Oxidationsstabilität auf, so dass es ohne Raffination direkt verwendet werden kann.

Wir machen die dritte Dimension sinnvoll nutzbar – und durch Wasserstoff nachhaltig und bezahl-bar. Mit unserem innovativen Antriebskonzept schaffen wir eine nie dagewesene Drohne. Und wer-den Güter überall dort hin transportieren, wo es dringend notwendig, aber bisher zu teuer oder schlicht nicht möglich ist - in Bergdörfer im Himalaya, abgelegene Gegenden der Subsahara, oder in der Nordsee. Wir werden Infrastruktur über bisher undenkbare Reichweiten und in schwerstem Ge-länder abfliegen, überwachen, und prüfen – und machen damit teure und nicht nachhaltige Hub-schraubereinsätze unnötig. Was uns abhebt: Technologie ist kein Selbstzweck, sondern muss Prob-leme lösen. Erst durch unseren Wasserstoffantrieb rechnen sich Transportdrohnen. Erst durch unse-ren End-to-End Service werden sie für unsere Kunden nutzbar. Und erst durch den Fokus auf die richtige Anwendung wird der Nutzen sinnvoll. Wir bauen nicht nur die beste Drohne – wir denken sie auch bis zu Ende durch. Für eine nachhaltige dritte Dimension.

Wie können Landwirte Überdüngung vermeiden und die Umwelt schonen, wenn Klimawandel und Wetterextreme, wie Trockenheit, zunehmende Unsicherheiten über das Pflanzenwachstum schaf-fen? Für die optimale Düngung ohne Überschüsse brauchen die Landwirte weit vor der Ernte Kenntnisse über den Ertrag – eine ungelöste Herausforderung. Kronos entwickelt mit maschinellem Lernen und tiefen Datenclustern präzise Ertragsprognosen. Darauf aufbauend sind automatisierte Düngeempfehlungen mit konkreten Ausbringterminen und Düngermengen bereits innerhalb der Wachstumsphase möglich. Damit übernimmt Kronos für die Landwirte die umweltgerechte und effi-ziente Synchronisation von Nährstoffbedarf und Ertrag – für jedes einzelne Feld über eine intuitive Webanwendung. Die Landwirte sparen Kapital und schützen das Grundwasser.
Wettbewerber nutzen häufig Satellitenbilder und zeigen damit Biomasseunterschiede im Feld, ohne die Interaktionen im komplexen System der Natur zu berücksichtigen. Kronos dagegen arbeitet am datengetriebenen Verständnis des Pflanzenwachstums. Dafür verbindet Kronos Expertenwissen aus der Landwirtschaft mit Know-how und Zugang zu quantitativen landwirtschaftlichen Daten für die Stärke in der hochpräzisen Wachstumsmodellierung.

Antikörper-basierte Immuntherapien haben großes Potenzial für die Behandlung von Tumorerkran-kungen. Allerdings kann eine Überstimulation des Immunsystems zu Nebenwirkungen führen, auf-grund deren man die Therapie abbrechen muss. Diese Überstimulation hat zwei Ursachen: Zum einen sind die Zielantigene oft sowohl auf dem Tumorgewebe, als auch auf dem gesunden Gewebe vorhanden. Zum anderen sind die Antikörper im ganzen Körper aktiv und nicht nur lokal am Tumor. Um diese Probleme zu lösen, hat das Team und ihr Mentor Prof. Dietz einen „An/Aus-Knopf“ für Antikörper-Immuntherapien entwickelt. Dabei handelt es sich um einen ultra-miniaturisierten, aus DNA produzierten Nanoschalter. Der Nanoschalter kann spezifisch Tumorzellen erkennen, und kör-pereigene Immunzellen zur Bekämpfung dieser Zellen rekrutieren. Damit kann das Immunsystem zielgerichtet und gewissermaßen „on demand“ Tumorzellen bekämpfen. Dies führt zu einer geringe-ren Aktivität auf gesundem Gewebe und damit zu weniger Nebenwirkungen.

Simulationen von Knochenoperationen sind seit langem möglich. Sie machen Operation kürzer und sicherer. Im Alltag werden sie jedoch nur selten verwendet. Grund hierfür ist die aufwendige Vorbe-reitung, für die spezielles Wissen sowie Hard- und Software benötigt wird.
Mit der neuartigen Software von Mango Medical kann der Arzt ohne einen speziell geschulten Tech-niker und ohne teure Hard- und Software auf einem Standardrechner Knochenoperationen vorberei-ten. So können auch zeitkritische Knochenoperationen schnell und unkompliziert vorbereitet wer-den. 
Durch den Einsatz von „machine-learning“ wird eine intuitive Interaktion zwischen Software und Arzt ermöglicht. So wird wertvolle Zeit gespart und gleichzeitig eine erhöhte Operationssicherheit ermög-licht. 
Unsere Stärke ist das Team. Wir vereinen Expertenwissen in den Bereichen der künstlichen Intelli-genz und der computerassistierten Chirurgie. Darüber hinaus sind wir unabhängig. Hersteller beste-hender Angebote zwingen die Anwender in ein festes Ökosystem. Wir bieten eine offene Plattform, in der der Anwender frei über die technologische Umsetzung entscheidet
 

Harnwegsinfektionen sind mit 25 % eine der häufigsten Krankenhausinfektionen. Über 80 % aller Infektionen sind auf die Verwendung eines Harnwegskatheters zurückzuführen. 
Puray entwickelt einen sich selbst stabilisierenden Katheter, um so katheterassoziierten Harnwegs-infektionen (CAUTI) vorzubeugen.
Unser Katheter bietet Krankenhäusern, v.a. deren Intensivstationen eine einzigartige Lösung zu einem schwerwiegenden Problem, ohne dabei den Krankenhausworkflow zu ändern.
Dieses Konzept wurde während einer mehrwöchigen Beobachtungsphase im Krankenhaus entwi-ckelt und durch iteratives Feedback von Ärzten und Med Tech Experten validiert.

Fest-Flüssig-Reaktionen spielen in allen Prozessindustrien, insbesondere im Pharmabereich und der Wasseraufbereitung, eine wesentliche Rolle. Dabei finden (bio-)chemische oder physikalische Wechselwirkungen zwischen einer flüssigen und einer partikulären Feststoffphase mittels Stofftransport statt. Die hierfür etablierten Verfahren bergen jedoch prozessuale Schwächen, welche den Stofftransport und somit die technoökonomische Effizienz limitieren: Prozesszeit, Flächenbe-darf, Ressourceneinsatz und Abfallaufkommen fallen derzeit noch deutlich zu hoch aus.
Dies hängt mit der eingeschränkten Verwendbarkeit kleiner Feststoffpartikel zusammen, welche jedoch aufgrund der höheren Interaktionsflächen gewünscht sind. SIDERION löst dieses Problem mit einem hocheffizienten, rotierenden Bettreaktor. Der innovative Kern liegt in der Verwendung eines Planetengetriebes zur Erzeugung periodischer Fliehkräfte, welche die Partikel in einer schwingenden Bewegung halten und unter Maximierung der Transportrate die Verstopfung des Par-tikelbettes verhindern. Die Reaktorkammer rotiert dafür um die eigene Achse und bewegt sich zu-sätzlich auf einer Kreisbahn; so wie die Erde um die Sonne.

Chirurgische Navigationssysteme werden zum Beispiel bei Wirbelsäulenstabilisierungsoperationen eingesetzt. Die derzeitigen Lösungen sind kostspielig, groß und komplex in der Anwendung. Aus diesem Grund streben wir eine neue Art der chirurgischen Navigation an. Unser benutzerfreundli-ches, handliches System bietet eine kostengünstige und dennoch präzise Möglichkeit sogenannte Pedikelschrauben in Wirbelkörper zu setzen.
Für die Navigation chirurgischer Instrumente verwenden wir modernste Computer-Vision-Technologie sowie eine einzigartige Benutzeroberfläche. Durch den Einsatz unseres Systems wer-den Pedikelschrauben mit verbesserter Präzision platziert. Diese Präzision minimiert die Komplika-tionsrate für den Patienten und gibt dem operierenden Chirurgen zusätzliche Sicherheit.

Die Kultivierung von Bakterien, Hefen oder Mikroalgen im 100-1000 ml Labormaßstab erfolgt über-wiegend entweder in einfachen Erlenmeyerkolben oder in komplexeren Bioreaktoren mit umfangrei-cher Peripherie. Woortman stellt ein Kultivierungssystem her, welches die praktische Eingängigkeit der Schüttelkultur mit der vollständigen Prozessüberwachung der Bioverfahrenstechnik vereint. Die einzigartige unmissverständliche und selbsterklärende Verbindung aus Kulturgefäß und Prozess-technik spart Zeit und Trainingsaufwand.

Unsere Kooperationspartner

UnternehmerTUM, Zentrum für Innovation und Gründung an der TUM, unterstützt Unter­nehmen und Start-ups dabei, Herausfor­derungen unserer Zeit zu nutzen und daraus erfolgreich neues Geschäft zu realisieren.

Die Zeidler-Forschungs-Stiftung fördert u.a. die Forschung auf den Gebieten der Natur- und Ingenieurwissenschaften und unterstützt die Heranbildung wissenschaftlichen Nachwuchses in diesen Fachrichtungen.

Kontakt

Technische Universität München
TUM ForTe – Forschungsförderung und Technologietransfer

Arcisstraße 21
80333 München

TUM IDEAward – Wettbewerb
Kathrin Söllner
Entrepreneurship Culture

Tel. +49 89 289 25502
Fax +49 89 289 28281
soellner(at)zv.tum.de

TUM IDEAward – Preisverleihung
Anna-Sophie Rauschenbach
Projektmanagerin Marketing & Events

Tel. +49 89 289 22636    
Fax +49 89 289 28381     
rauschenbach(at)zv.tum.de