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Gedenkmünze zu Ehren des Chemie-Nobelpreisträgers Fischer

Zum Hundertsten von TUM-Professor Ernst Otto Fischer

Die zwei Seiten der Gedenkmünze zu Ehren des Nobelpreisträgers und ehemaligen TUM-Professors Ernst Otto Fischer. (Quelle: BVA/ Gestaltung: Katrin Pannicke/ Foto: H.-J. Wuthenow)
Die zwei Seiten der Gedenkmünze zu Ehren des Nobelpreisträgers und ehemaligen TUM-Professors Ernst Otto Fischer. (Quelle: BVA/ Gestaltung: Katrin Pannicke/ Foto: H.-J. Wuthenow)

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Ernst Otto Fischer, ehemaliger Professor für Anorganische Chemie an der Technischen Universität München (TUM), hat mit seinen Forschungen zu Metall-Kohlenstoffverbindungen einen neuen Zweig der Chemie begründet. Seine Arbeit hat das bis dahin vorherrschende Bild von der chemischen Bildung grundlegend verändert. Zu Ehren seines 100. Geburtstags gibt die Bundesregierung im Oktober 2018 eine 20-Euro-Sondermünze heraus. Sie zeigt Fischers bekannteste Struktur: das Dibenzolchrom. Dafür hat er 1973 den Nobelpreis erhalten.

Zu Ehren des ehemaligen Professors für Anorganische Chemie der TUM, Ernst Otto Fischer, und dessen wissenschaftliche Verdienste gibt die Bundesregierung eine 20-Euro-Gedenkmünze zum „100. Geburtstag Ernst Otto Fischer“ heraus.  Seit ihm 1955 die Synthese des Dibenzolchroms gelang, gilt Fischer (1918 bis 2007) als einer der Hauptbegründer der Metallorganischen Chemie.

Metallorganische Verbindungen sind Komplexe, in denen ein organischer Rest direkt an ein Metallatom gebunden ist. Fischer erforschte vor allem die metallorganischen Sandwich-Komplexe, in denen das Metallatom wie eine Scheibe Käse zwischen zwei Brotscheiben in der Mitte zweier aromatischer Ringe eingebettet vorliegt.

Wegbereiter der metallorganischen Chemie

Mit seinen Arbeiten klärte der Chemiker erstmals auf, wie eine solche Metall-Kohlenstoff-Verbindung charakterisiert ist. Er leitete damit die Verbreitung der metallorganischen Chemie in viele Forschungslabore weltweit ein. Für seine bahnbrechenden Forschungsergebnisse erhielt Fischer – zusammen mit Geoffrey Wilkinson vom Imperial College London, der unabhängig von Fischer zeitgleich ähnliche Synthesen durchgeführt hatte – 1973 den Nobelpreis für Chemie.

Der Entwurf der Sondermünze stammt von der Künstlerin Katrin Pannicke aus Halle an der Saale. Die Bildseite der Münze zeigt ein künstlerisch transformiertes Modell des Dibenzolchroms. Die Wertseite zeigt einen Adler und der Münzrand enthält die Inschrift „NATURWISSENSCHAFTEN SIND WEDER GUT NOCH BOESE“.  

Die Sondermünze zum Nennwert von 20 Euro kann ab dem 11. Oktober 2018 bei Filialen der deutschen Bundesbank erworben werden. Eine Vorbestellung der Münzen in Spiegelglanz-Qualität ist ab sofort bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen zum Einzelpreis von 34,95 Euro möglich unter: