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Mit der Kombination von CMT und FMT (rechts) lässt sich Gewebe genau lokalisieren - Bild: Helmholtz Zentrum München/TUM

Meilenstein in der nicht-invasiven Diagnostik

Bildgebungsverfahren ermöglicht 360-Grad-Sicht auf das Gewebe

Der kombinierte Einsatz von zwei bildgebenden Verfahren eröffnet neue Möglichkeiten für die Gewebediagnostik, zum Beispiel bei Lungenkrebs. Forscher der TUM und des Helmholtz Zentrums München verknüpften erstmals die bewährten Methoden der Computertomografie und der Fluoreszenztomografie. Auf diese Weise lassen sich Gewebestrukturen auch ohne operativen Eingriff in einer 360-Grad-Ansicht darstellen und genau lokalisieren.

Gerade bei krankhaft verändertem Gewebe ist es wichtig, seine genaue Lage im Organ zu kennen. Diesem Ziel sind Prof. Vasilis Ntziachristos und Prof. Martin Hrabé de Angelis und ihre Mitarbeiter vom Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München einen entscheidenden Schritt näher gekommen: Sie kombinierten Computertomografie (CMT) und Fluoreszenztomographie (FMT) und bekamen dadurch wesentlich bessere Ergebnisse als mit den einzelnen Methoden. Bei lebenden Mäusen war es so möglich, Lungenkrebs zu diagnostizieren und das Knochenwachstum zu beobachten.

„Wir können mit unserer Neuentwicklung viel genauer diagnostizieren, wo Gewebe verändert ist,“ so Ntziachristos, Leiter des Instituts für Medizinische Bildgebung am Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München. In weiteren Schritten wollen die Wissenschaftler die in-vivo-Methode weiter verfeinern, um ihren Einsatz in der präklinischen Diagnostik auch am Menschen zu ermöglichen.

Original-Publikation:

Ale A. et al. (2012). FMT-XCT: in vivo animal studies with hybrid fluorescence molecular tomography-X-ray computed tomography, Nature Methods, doi: 10.1038/nmeth.2014. [Epub ahead of print], http://www.nature.com/nmeth/journal/vaop/ncurrent/full/nmeth.2014.html

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