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Das Start-up iThera Medical erzeugt mit Lichtblitzen Töne und hilft Ärzten, Krebszellen aufzuspüren

TUM-Professoren erhalten deutschen Innovationspreis

Das Unternehmen überzeugte die Jury durch seine Diagnosetechnik in der Bildgebung, die auf einer neuartigen optoakustischen Reaktionsfolge basiert und dabei gewebeschonend ist.

Die MSOT-Technologie (Multispektrale Optoakustische Tomographie) wandelt Laserimpulse zu akustischen Signalen um und diese zu dreidimensionalen Bildern. So können verschiedenste Gewebearten absolut schonend dargestellt werden. Neben der anatomischen Bildgebung liefert das Verfahren zudem funktionale sowie molekulare Informationen in Echtzeit.

Entwickelt wurde das biomedizinische Bildgebungs-Verfahren von dem Leiter des Lehrstuhls für Biologische Bildgebung Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos und seinem Kollegen Prof. Dr. Daniel Razansky (am gleichen Lehrstuhl).
Eng mit dem Lehrstuhl verknüpft ist das – ebenfalls von Prof. Ntziachristos geleitete – Institut für Biologische und Medizinische Bildgebung am Helmholtz Zentrum München. Der wissenschaftlichen Idee folgte 2010 das Start-up, gefördert durch das GO-Bio-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

MSOT wird unter anderem dafür eingesetzt, Krankheitsprozesse auf molekularer Ebene zu erforschen und pharmakokinetische Eigenschaften therapeutischer Substanzen zu analysieren. Für die Zukunft verspricht MSOT, auch zur klinischen Diagnostik einen wichtigen Beitrag leisten zu können. „Ich freue mich sehr über den Innovationspreis. Er würdigt das große Anwendungspotenzial der MSOT-Technologie“, sagt Erfinder Ntziachristos.

Der Innovationspreis wird von Accenture, EnBW, Evonik und der WirtschaftsWoche vergeben, um herausragende, zukunftsweisende Innovationen deutscher Unternehmen, die mit ihrer Innovationskraft Geschäft und Märkte verändern, auszuzeichnen.

Weitere Informationen unter: www.der-deutsche-innovationspreis.de/ und www.ithera-medical.com/

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